Mit Tieren und so

In der nächsten Woche sind wir auf einem Bauernhof auf der Halbinsel Eiderstedt. Ferien auf dem Bauernhof, das ist immer wieder ein Thema bei Eltern – und da werde ich den Nutzwert dieses Blogs gleich mal dramatisch erhöhen und einen total praktischen Hinweis auf eine Seite geben, die wenig Eltern zu kennen scheinen.

Es ist nämlich so, dass die Suche nach einem Ferienbauernhof in Deutschland womöglich noch zeitraubender ist als die Suche nach einem Ferienhaus – und das will etwas heißen. Es gibt aber eine Seite, auf der kann man ein Gesuch einstellen, also wann man wo mit welcher Ausstattung und welchen Attraktionen auf dem Hof Urlaub machen möchte – und dann melden sich die Betreiber der Höfe bei einem. Mit den exakt passenden freien Zeiten. Man kann auch so überaus sinnvolle Angaben wie “Internetanschluss möglich” als Bedingung einstellen, das ist in gewissen Gebieten (hallo Nordseeküste!) ein wahrer Segen. Und es hat bei uns jedenfalls super geklappt. Bei den Antworten waren zwar ein paar Höfe aus Gegenden dabei, die wir gar nicht angeklickt hatten, das war aber eigentlich auch ganz nett und hätte sogar fast zur Änderung unserer Pläne geführt. Doch, nach Angeln könnte man auch mal, keine Frage.

Die Seite findet man hier, die Urlaubsbörse bei Bauernhofurlaub.de und nein, das ist ganz und gar keine bezahlte Werbung. Das fand ich einfach nur gut und praktisch. So etwas kann man dann ja auch mal öffentlich feststellen.

 

Woanders – der Wirtschaftsteil

Ob es daran liegt, dass im Sommerloch alle Journalisten vor kleinen Snacktellerchen sitzen und unschlüssig auf leere Bildschirme starren, ob es daran liegt, dass sie sich mühsam überschüssige Pfunde abtrainieren und deswegen über jede Kalorie nachdenken, man weiß es nicht – aber die Artikel über Ernährung fliegen tief in diesem Sommer. Etwa bei der brandeins. Das hat aber Frau Haessy freundlicherweise schon nett beantwortet, da muss man nichts mehr machen.

Artikel, die gewisse Lebensmittel freisprechen, sie kursieren gerade en masse. Fett ist super, Zucker macht nichts, Fleisch ist toll und es muss nicht alles bio sein, das verlinken wir alles gar nicht erst. Man sieht die Autoren aber geradezu vor sich, wie sie nach getaner Arbeit im Garten am Grill stehen und ordentlich Fleisch nachlegen. Andere prangern natürlich den Fleischverzehr an, das wogt so hin und her. Fleischverzehr, da haben wir aber auch Fakten, das sei am Rande erwähnt, es wird die Vegetarier immerhin interessieren. Und vor dem Hintergrund dieser Fakten kann man dezent auch noch auf andere Fakten hinweisen, denn ob Fleisch gesund ist oder nicht, das ist nun einmal nicht die einzige wichtige Frage bei diesem Thema, ganz und gar nicht.

Die Kuh bedroht also die Umwelt, das ist soweit leicht nachzuvollziehen. Dass die Umwelt auch die Kuh bedroht, das liest man eher selten. Aber manchmal eben doch. Wobei einem einfällt, dass es mit den Naturschutzgebieten bei uns generell nicht ganz einfach ist.

Der letzte Satz ist natürlich unbelegter Unsinn, das kann man aus diesem Artikel so gar nicht ableiten. Das machen wir aber dennoch, weil es so schön einfach und menschlich ist, sich die Wirklichkeit aus kleinen Stichproben hochzurechnen, es wird ewig ein Grundproblem unseres Hirns bleiben. Ein Problem, das natürlich auch beim Thema Wirtschaft interessant ist, denn vielleicht ist die Wirklichkeit ganz anders. Wenn man messen würde, statt zu vermuten.

Zu den Themen, bei denen wir von Vermutungen ausgehen, gehört sicher auch das Freihandelsabkommen TTIP, ein Vorhaben, gegen das viele etwas haben und über das nur wenige Interessierte umfassend Kenntnis haben. Es ist sicherlich sinnvoll, ab und zu ein paar Fakten zu dem Abkommen nachzulegen, auch wenn die Medien sich da ganz auffällig zurückhalten.

Bei TTIP ist man schon nah an Systemfragen, wie soll das alles denn überhaupt noch gehen – und da gibt es neue Lektüre zu Grundsatzfragen auf dem Markt, das könnte interessant sein.

Eine Systemfrage ist gewissermaßen auch die der Gentrification, der Veränderung unserer Städte und der Verschiebung von Bevölkerungsgruppen in Stadtteilen. Auch beim Thema der städtischen Entwicklung gibt es überraschende Meldungen, so hat etwa das allseits bekannte Hamburger Edelviertel Blankenese eine Quartiermanagerin bekommen – wie sonst nur die Problemviertel der Stadt. Was passiert da?  Wir lernen aus dem Artikel nebenbei den Begriff “urban burbs”, womöglich kommt der hier noch öfter vor. Aber ob die Stadt nun mehr Dorf braucht oder das Dorf mehr Stadt oder was – die Lage scheint einigermaßen unklar.

Unter uns verwirrten Büromenschen gibt es bei unklaren Lagen immerhin ein altbewährtes Mittel, das beruhigt und klärt, wir schmiegen uns gerne einfach mal an einen Aktenordner. Und dann geht es wieder.

Und ein Kaffee, der hilft natürlich auch, immer und bei allem. Und der Kaffee der Wahl ist künftig nicht nur fair, nein, der wird superfair.

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