Woanders – Die achtzehnte Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Deutschland: Ein Artikel im Spiegel über deutsche Traditionen und Wandlung. Den Teil mit den im neunzehnten Jahrhundert erfundenen Traditionen, nach wie vor ein ziemlich unbekanntes Geschichtsthema, halten einige für ein Märchen, was als Pointe eigentlich gar nicht schlecht ist. Aber vielleicht doch ein wenig kompliziert.

Deutschland: Eine Tradition ist ganz zweifellos das Backen im Dezember. Patricia Cammarata backt mit Flüchtlingskindern.

Serbien: Währenddessen entsteht eine neue Tradition: Geflüchtete an Grenzen warten lassen, aussperren, frieren lassen.

Deutschland/Syrien: Familiennachzug versteht man auch erst, wenn man sich eine der Geschichten dahinter einmal komplett durchliest.

Deutschland: Besorgte Sauerländer für Flüchtlinge, BeSaufF.

Deutschland: Ein Text über die Wutbürger in Sumte, die so wütend gar nicht mehr sind.

Deutschland: Die FAZ über die verquere Propaganda der AfD. Aufgezeigt an den Reaktionen auf einen anderen FAZ-Artikel, er ist im Text oben verlinkt und auch interessant.

Deutschland: Die Sehschwäche auf dem rechten Auge. Nach wie vor zu wenig thematisiert. Siehe dazu auch: Warum sich Rassisten in diesem Land wohlfühlen können.

Deutschland: “Herr Bunsen bringt da mal Struktur rein”: ein Artikel über die Arbeit mit Geflüchteten in der fränkischen Provinz. Und wenn man beim Lesen denkt, das ist aber mal ein guter Text, dann war es wohl wieder Lenz Jacobsen. Lieblingsstelle: “Zweimal Schwarzfischen”.

Deutschland: Die Lage in Stollberg. Bevor es hier zu viele gute Nachrichten gibt, so ist es ja nicht.

Deutschland: Ein Artikel über eine Fernsehbeilage, der Zusammenhang mit dem Thema hier wird nach ein paar Zeilen klar.

Kanada: Die ersten Syrer kommen in Kanada an. Mit äußerst freundlichem Empfang.

Syrien: In der Reihe “#EinMomentDerBleibt” erzählen Aeda und Bassam von Damaskus und über ihre Reise.

 

Weihnachtsmedien

Raymond Briggs: “Oje, du fröhliche”. Übersetzt von Ingeborg Neske.

Auch das ein Vorleseklassiker in diesem Haushalt, aus der Tradition der Weihnachtszeit gar nicht wegzudenken. Der grummelige Weihnachtsmann, der bei Schietwetter sichtlich schlecht gelaunt und fluchend auf die Weihnachtstour startet und nach getaner und äußerst mühseliger Arbeit endlich selig in die Badewanne steigt und sich auf Alkohol freut – das muss alles so.

Und das Buch belebt das fast schon ausgestorbene Wort “verflixt”, das ist natürlich auch nett. Wo hört man das sonst noch?

Die Sache mit dem Weihnachtsmann hat sich in diesem Haushalt zwar in diesem Jahr endgültig erledigt, mit sechs und acht Jahren hat man natürlich verstanden, wie das in Wahrheit läuft. Da man aber nie weiß, ob nicht irgendwo vielleicht kleinere Kinder zugegen sind, die Söhne haben mehrere Freunde mit kleinen Geschwistern, bleiben wir der Form halber alle offiziell beim WeihnachtsmannDenn, das haben die Jungs so beschlosssen, sie wollen ja den Lütten nichts verderben. Das ist natürlich verflixt anstrengend, aber was soll man machen. Weihnachten ist man eben nett.