Der letzte Beifang im April, bevor wir morgen wieder alle sinnend in den dann schon wieder grauen Himmel sehen und die einzig vernünftige Bauernregel murmeln: “Regen im Mai, April vorbei.” Die mir übrigens tatsächlich ein nordostwestfälischer Bauer auf einem Feld erzählt hat. Natürlich todernst.

Das deutsche Pen-Zentrum hat eine neue Präsidentin. Und wer hat sie gerade interviewt? Genau.

In der Zeit lobt man die Konzentration. Meine Rede, bzw. mein gebetsmühlenhaft häufig wiederholtes Genörgel: “Ich will meine Ruhe.” In Ruhe denken zu können, das ist schon ganz nett, man muss es auch nicht unbedingt “deep work” nennen. Man möchte vielleicht einfach nur nicht belästigt werden, ich finde das in Ordnung und statthaft. Was machst Du da? Ich worke deep. Herrje. Passend dazu schreibt Peter Glaser über das Abschalten im wörtlichen Sinne.

Ich kann übrigens, das ergibt sich aus der Familiensituation, für eine kurze Zeit recht gut arbeiten, wenn um mich herum Chaos herrscht, ich aber dabei über Kopfhörer Musik hören kann. Sie darf nur keinen Text haben. Oder sie muss unverständlich sein. Und da habe ich gerade eine feine Entdeckung gemacht, auf Spotify gibt es von Fabrizio de André das Album “In Direzione Ostinate et Contrario”. Der Herr war italienischer Liedermacher, seine Texte klingen so, als seien sie ungeheuer intelligent, obwohl ich natürlich überhaupt kein Wort verstehe. Doch, gelegentlich verstehe ich immerhin “amore”. Dann ziehe ich an meiner nur imaginären Pfeife, lehne mich zurück und denke kraft meiner Lebenserfahrung: “Ja, ja, amore.” De André erzählt mit sonorer Stimme, langsam und in melancholischem Tonfall, und man kann gedanklich nirgendwo einhaken. Dennoch hat man dabei das Gefühl, gehoben unterhalten zu werden. Perfekt, so muss das sein. Zum Reinhören etwa “La Ballata dell’eroe nehmen”. Oder “Via del campo”.

Apropos Familienchaos. In Richtung Nieselpriem ein herzliches “I feel you.”

Zwischendurch mal schnell Schmetterlinge legen. Hilft nicht gegen Familienchaos, aber sonst gegen alles.

Hier wird ein Trennungssong interpretiert, das kommt jetzt aber nur zufällig direkt hinter dem Familienchaos.

Und hier wird ein Buch über den Querido-Verlag vorgestellt. Querido, das war so ein Name, bei dem wir damals im Antiquariat immer etwas wacher wurden, wenn ihn ein Mensch mit Verkaufsabsichten am Telefon erwähnte. Wacher nicht nur wegen der Preise, sondern auch aus Interesse. Feine Bücher.

Gefunden via Nassrasur: Ein Wiedersehen mit The Commitments. Mustang Sally! Der Film ist auch schon etwa hundert Jahre her.

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