Bei der GLS Bank habe ich sechs Links zu Geschäftsmodellen zusammengestellt. Fast für jeden was dabei. Wobei – für mich irgendwie nicht. Weitersuchen.

«Wenn du das Dörte-Hansen-Wunder bist, warum habe ich dann immer noch kein Pferd?»

Hütt erinnert an Hüsch. Hübsch.

Die taz mit einer wichtigen und sehr naheliegenden Anmerkung zum neuen Gedenkort in Hamburg.

Romantik auf ganz neuer Ebene.

Patricia hat hier etwas über Sprachnachrichten geschrieben, das ist alles richtig und wichtig. Was Kinder als Anwender betrifft, ist damit auch schon alles gesagt und kann unterschrieben werden. Ich erlebe das Thema allerdings gerade eher, weil die Herzdame neuerdings eine Freundin hat, mit der sie nur noch per Sprachnachricht kommuniziert, statt normal zu chatten, wie es alle Leute seit gefühlten Jahrhunderten tun. Um diese neumodischen Sprachnachrichten austauschen zu können, zieht sich die Herzdame irgendwohin zurück, denn in unserer Wohnung kann man normalerweise exakt gar nichts in Ruhe machen, schon gar nicht konzentriert in ein Gerät sprechen oder es so abhören, dass man alles versteht, weswegen hier auch selten jemand telefoniert, das geht einfach nicht ungestört. Wenn man in dieser Familie telefoniert, kommen drei Leute und fragen, was man mit wem warum bespricht und warum der Lautsprecher denn nicht an ist. Telefonieren macht keinen Spaß.

Wenn die Herzdame sich für Sprachnachrichten zurückzieht, etwa ins äußerst raffiniert gewählte Versteck Schlafzimmer, kommt nach maximal zehn Sekunden von irgendwo ein Kind zu mir und fragt beunruhigt: “Wo ist Mama?” Denn es ist den Söhnen kategorisch unmöglich, unsere kleine Dreizimmerwohnung selbst abzusuchen, ohne mich vorher um Auskunft zu fragen, auch dann, wenn sie sich einfach nur umdrehen müssten, um die Herzdame einen Meter hinter sich zu finden. Mein Schreibtisch steht leider in der Mitte der Wohnung, er wirkt deswegen auf die Söhne immer schon wie der Auskunftsplatz in der Zentralbücherei. Wenn man mit irgendwas nicht weiter weiß, geht man da hin, denn dort sitzt ein allwissender Erwachsener. Da ich die Frage nach dem Verbleib der Mutter aber sehr oft höre, viel zu oft, antworte ich seit etwa sieben Jahren mit “Im Kühlschrank”. Das ist auch Bestandteil meiner Mission, den Söhnen etwas Humor nahezubringen. Und seit sieben Jahren antwortet das jeweils fragende Kind mit einem ratlosen “Hä?” Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, vielleicht verstehen sie den Witz doch noch, bevor sie irgendwann ausziehen.

Wegen des nicht kooperativen und überhaupt wieder seltsamen Vaters machen sich die Kinder dann murrend und knurrend selbst und alleine auf die mühsame Suche nach der jetzt schon immerhin minutenlang verschollenen Mutter. Dabei müssen sie durch drei Zimmer, Küche, Bad, Flur, Abstellkammer und kurz auch an den Kühlschrank, man weiß ja nie. Das ist ein weiter Weg, es ist hart und dauert lange, manchmal sogar mehr als zehn Sekunden. Wenn sie die schwer vermisste Mutter dann endlich, endlich gefunden haben, stürzen sie sich vor Erleichterung jubelnd auf sie und fragen, was sie da macht. Woraufhin diese ihre aktuelle Sprachnachricht entnervt abbricht und mit allem von vorne anfängt, nachdem sie dem Fragesteller erklärt hat, dass sie jetzt gerade nicht gestört werden möchte, was natürlich erst einmal diskutiert werden muss, da das Konzept von “Nicht stören” Kindern frühestens in der Pubertät einleuchtet, dann aber gründlich, jedenfalls erinnere ich das so aus meiner Kindheit. Eine Tür geht schließlich wieder zu, ein Kind zieht mehr oder weniger beleidigt ab, man hört die Herzdame noch leise “Also …” ins Gerät murmeln. Eine Minute vergeht. Das andere Kind kommt aus einem anderen Zimmer zu mir: “Wo ist Mama?”

Sprachnachrichten sind eigentlich mehr was für kinderlose Singles, glaube ich. Wenn überhaupt.

Und was man sonst noch so findet: Die Bee Gees singen “Blowing in the wind”.

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