Beifang vom 16.06.2017

Sven über die Hamburger Schulen und ihre langsam fortschreitende Digitalisierung. Ich fand ja die Sache mit den privaten Mailadressen der LehrerInnen auch ziemlich befremdlich. Und ich verstehe nach wie vor nicht recht, warum man dieses typische Ganztagsschulproblem, dass die Eltern rein gar nichts über den Schulalltag erfahren, nicht online und nebenbei löst. Mir würde es z.B. schon weiterhelfen, wenn ich wüsste, die dritten Klassen machen in Sachkunde gerade das Skelett. Das sind zwei Wörter, Sachkunde und Skelett, die würden schon etwas bringen. Das müsste doch möglich sein? Ist es aber bisher nicht: “Zu viel Aufwand.” Ich sehe das anders. Und diese ganzen Zettel sind die Pest, niemand will Zettel, der Zettelprozess ist abzuschaffen, darüber kann ich mich endlos aufregen. Zettel führen zur Beschäftigung mit Zetteln, sie führen nicht oder nur selten zu Problemlösungen. Wenn man beruflich was mit Prozessen macht, kann man Zettel heutzutage einfach nicht mehr so gut ertragen. Zettel sind total unpraktisch, gefährden den Familienfrieden und sind zur falschen Zeit am falschen Ort – und zwar falsch ausgefüllt.

Noch ein Text zur Ehrenrettung von Phil Collins. Fast möchte man mal wieder was von ihm hören. Na, immerhin fast.

Lesezeit: 100 Minuten. Hihi.

Patricia Cammarata über Elternschaft und Betriebswirtschaft. Mich nervt es ja nicht sehr, ein krankes Kind zu betreuen, das gehört mit dazu, mich nervt der bürokratische Akt dabei, da gibt es nämlich bei der Krankmeldung so Zettel – na gut, das hatten wir weiter oben schon. Himmel.

Apropos Betriebswirtschaft: Für die GLS Bank habe ich fünf Links zum Thema Konsum zusammengestellt. Es reicht eben nicht, einfach nur zu konsumieren, man muss es auch kompliziert finden.

In der Schlange vor Kasse Sieben.

Der Roman “Ein Leben” von Guy de Maupassant wurde verfilmt. Den könnte man vorher glatt nochmal lesen, von Guy de Maupassant könnte man sowieso alles doppelt lesen, wenn man schon dabei ist, so viel hat der gar nicht geschrieben.

“Die Schwierigen” von Max frisch durchgelesen und zwar gerne. Ein Liebesroman von der Sorte, die einen ohne jedes Lächeln zurücklässt, aber so etwas hat selbstverständlich seine Berechtigung. Interessant aber auch, dass man hier ganz wunderbare Naturschilderungen findet, ich meine, erwartet die jemand bei Max Frisch?

Außerdem ein anderes Buch über die Liebe gelesen, und da kann man dann sehr wohl lächeln, reichlich sogar, alt und weise wie man ist. “Ich bin sie” von Naira Gelaschwili, aus dem Georgischen von Lia Wittek. Habe ich schon jemals ein Buch aus Georgien gelesen? Vermutlich nicht. Hier eine schöne Rezension zum Buch.


Außerdem bin ich etwas verliebt in diese Version der Bohemian Rhapsody. Die ist auch sehr gut als Soundtrack vorstellbar, etwa zu verwackelten und farbstichigen Handkamerabildern einer Kindheit in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts. Doch, das kann ich mir sogar ganz hervorragend vorstellen.