Bienen, Blüten, Nachbarschaft

Im Garten gab es einen einzelnen voll aufgeblühten Krokus, krachlila leuchtend wie sonstwas hat er sich aus den ansonsten noch blassen Winterbeeten geschoben. Ich stand davor und versuchte, mit dem Handy ein Foto davon zu machen. Das klappte aber nicht gut, es war alles völlig überstrahlt von der Vorfrühlingssonne, die zwar nur mühsam ein paar Grad über Null stemmte, aber immerhin erfreulich hell war. Ein sehr frühes und noch etwas schwach wirkendes Bienchen taumelte durch die Luft, das erste Summen überhaupt in diesem Jahr, ein verheißungsvolles Geräusch. Schließlich landete sie erschöpft und nicht eben geschickt vor mir auf dem Display, mitten auf dem verschossenen Krokusbild. “Bienchen”, sagte ich, denn man soll immer nett zu Bienen sein, “Bienchen, das ist nur ein Bild der Blume, noch dazu ein nicht recht gelungenes. Du musst nach unten und dann da rechts abbiegen, da ist der echte Krokus, und er sieht wirklich gut und nahrhaft aus.” Das Bienchen flog, als wäre das einen vollkommen klare und gut verständliche Botschaft gewesen, umgehend nach unten und dann nach rechts, direkt zum Krokus.

Kennt man Dr. Doolittle eigentlich noch? Den fand ich als Kind immer sehr beeindruckend, von dem habe ich gerne gelesen. Und müsste es eigentlich wieder tun, ich glaube nämlich, die Söhne kennen den gar nicht.

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In der Kirche gewesen, ein Festgottesdienst. Der Pastor geht in den Ruhestand, er wird daher bald kein Nachbar von uns mehr sein. Das ist der Pastor, der uns damals getraut hat, er hat auch beide Söhne getauft und sie bei ihren Einschulungsgottesdiensten gesegnet, da kommt schon etwas zusammen.

Und obwohl ich kein religiöser Mensch bin, fühle ich mich doch seiner Gemeinde nachbarschaftlich verbunden, immerhin ist die Kirche genau vor unseren Fenstern, immerhin kennen wir da alle, immerhin ist es eine Stadtteilkirche im allerbesten Sinne. Weswegen ich auch eine ganz kurze Stelle im Abschiedsgottesdienst sehr mochte. Da wurde gesagt: “Er ist ja nicht aus der Welt, er ist nur ín Barmbek”, denn dort zieht der Herr Pastor jetzt hin. Und man merkte am allgemeinen Gekicher und am kollektiven Kopfschütteln in der Kirche eine Sekunde lang überdeutlich, was die ganze Gemeinde in dem Moment dachte, dass nämlich aus der Welt und Barmbek in Wahrheit vollkommen gleichbedeutend sind, zumindest wenn man es aus der Perspektive des kleinen Bahnhofsviertels betrachtet, und welche Perspektive sollten wir hier sonst haben. Denn das ist hier zwar die Mitte einer Millionenstadt, aber dennoch ist es ein Dorf, und da denkt man eben dörflich.

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Beim Verlassen der Kirche einen Satz in der Unterhaltung zweier Damen im Rentenalter gehört:

“Ich bin zum ersten Mal seit dreißig Jahren allein, das ist schön. Das ist ganz, ganz großartig.”

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Abschließend noch ein Zitat aus dem Tagebuch von Katherine Mansfield aus dem Jahr 1907: “Ich danke dem Himmel, daß ich im Augenblick, obwohl es verdammenswert ist, in niemanden außer in mich selbst verliebt bin.”

Naturbeobachtung, Lektüre, tägliches Schreiben

Die ganze Woche nicht im Garten gewesen, das ist etwas unbefriedigend, to say the least. Ich versuche dennoch, mehr auf die Natur zu achten als im Vorjahr, so viel Hippie muss als langhaariger Schrebergärtner schon sein. Viel zu beachten gibt es da in der Stadtmitte allerdings nicht. Wenn ich morgens losgehe, ist jetzt eine Vogelstimme mehr im Chor da draußen, ich habe selbstverständlich keinen Schimmer, um welchen Vogel es sich dabei handelt. Aber: Da ist wohl wer zurück. Herzlich willkommen, nimm Dir einen Sonnenblumenkern.

Nachdem wir übrigens den ganzen Winter über auf dem Balkon gefüttert haben, können wir die zu beobachtende Artenvielfalt hier exakt wie folgt definieren:

Blaumeise

Kohlmeise

Amsel

Ringeltaube

Stadttaube

Eichelhäher

Zu hören ist außerdem die Nachtigall oder der Sprosser. Und das war’s. Ein wenig dünn, hm? Kein Rotkehlchen, kein Dompfaff, kein Grünfink, kein Spatz, auch die Elster ist weg, die war sonst immer da. Weiter hinten am Himmel immerhin noch die Möwen und die Krähen, eh klar. Mehr aber nicht.

Und in Hammerbrook vor dem Bürofenster taut das Fleet tagsüber etwas an und es suppt von unten schwarz durch, das ist so der Vorfrühling für Hamburger Büromenschen.

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Mein Bruder ist bei der Ahnenforschung auf den Namen unserer Ururgroßmutter gestoßen, und es ist ein Name, den man sofort in einem Roman unterbringen möchte: Justine Tatar.

Da er aber auch auf Notizen aus dem Zweiten Weltkrieg wie etwa “Vormarsch über die gefrorene Wolga” stößt und mir in den letzten Wochen außerdem das Ende meines Großvaters etwas klarer geworden ist, lese ich passend dazu das Echolot von Kempowski. Darin habe ich zwar schon manchmal quergelesen und einen Band auch mal ganz, aber man kann es auch einfach komplett durchlesen. Die Bände passen sowieso gut in die Zeit, kriegsgeile Rechtsradikale sind immerhin wieder salonfähig.

 

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Sven über WLAN und Kabel. Da mal drüber nachdenken!

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In den “Europäischen Tagebüchern” von Gustav René Hocke las ich eine Stelle von Italo Svevo, da möchte man dem Herrn Dichter einfach mal so gar nicht folgen. Obwohl der Gedanke schon nett ist: “Ich glaube, und zwar glaube ich es aufrichtig, dass es keinen besseren Weg gibt, um ein ernsthafter Schriftsteller zu werden, als täglich etwas zu kritzeln. Man sollte jeden Tag versuchen, etwas aus der eigenen Wesenstiefe heraufzuholen; einen Klang, einen Akzent, einen fossilen oder pflanzlichen Überrest von irgendwas, das sich noch nicht zum reinen Gedanken geklärt hat; es kann ein Gefühl sein oder auch nicht, jedenfalls etwas Wunderliches, ein Bedauern, ein Schmerz, etwas Aufrichtiges, wohlzerlegt, mehr braucht es nicht.”

Und schon deswegen werde ich nämlich kein ernsthafter Schriftsteller, weil ich bei pflanzlichen Überresten, die man aus der Wesenstiefe heraufholt, eher an erbrochenen Rahmspinat als an poetisch brauchbare Erkenntnisse denke. Schlimm!

WV KW 54

Normalerweise gibt meine Beschäftigung im Großraumbüro nichts her, was für das Blog interessant wäre, aber hier doch einmal ein Servicehinweis, von dem ich mir sicher bin, dass Sie ihn gut verwerten können.

Wir hatten eine überraschend lange und komplizierte Diskussion über Kalenderwochen. Falls Sie nicht in einem Büro arbeiten, dort gibt man Termine gerne mal vage nach Kalenderwochen an, also “das machen wir so etwa Mitte KW 12”. Wenn man das im internationalen Kontext tut, kann es allerdings schiefgehen, denn die Amerikaner zum Beispiel zählen diese Wochen anders als wir, weswegen unsere KW 1 nicht deren KW 1 sein muss. Aber sein kann. Kommt auf das Jahr an. Unsere 1, das können Sie ruhig mitnehmen, ist die erste Woche mit einem Donnerstag darin. Was es alles an Regeln gibt! So abgefahren. Warum auch immer das mit dem Donnerstag so ist, wer sich in den Details verliert, geht irgendwann hysterisch lachend aus dem Büro.

Was mich übrigens daran erinnert, wie ich vor etlichen Jahren einmal an der Einführung einer globalen Software arbeitete und wir uns im Team irgendwann wie die ersten Menschen fragten, wann denn eigentlich für eine weltweit tätige Firma ein neuer Tag anfängt. Und wenn man das in einer internationalen Telefonkonferenz fragt, in der Menschen aus mehreren Zeitzonen und Zählsystemen teilnehmen, ist die Antwort keineswegs simpel und man möchte irgendwann noch einmal die Sendung mit der Maus zum Thema sehen, “Das war Business-English”. Entsprechend verhält es sich natürlich mit Wochen und Monaten, und wenn man das lange und tiefschürfend diskutiert, betrachtet man seinen Wandkalender hinterher ganz anders.

Worauf wir jedenfalls bei den Kalenderwochen kamen, ist die etwas absurd anmutende Tatsache, dass es im Jahr 2028 eine Kalenderwoche 54 geben wird. KW 54, das sieht schon komisch aus, jedenfalls wenn man die Abkürzung gewohnt ist. KW 54 hat man vielleicht noch nie bewusst gesehen. KW 54 tritt auch nur ein, wenn der 31. Dezember eines Schaltjahres ein Sonntag ist, das ist nicht eben oft der Fall.

Wenn Sie also, das wollte ich nur sagen, ein Vorhaben gründlich nach hinten schieben wollen, etikettieren Sie es einfach mit “Wiedervorlage KW 54”, dann sind Sie es eine Weile los. Entspannte zehn Jahre, das ist sozusagen ein sachlich richtiger St. Nimmerleinstag. Und wenn er dann eintritt und Sie die Wiedervorlage allen Ernstes noch parat haben, so etwas kann bei sturen Richtigmachern, die nicht rechtzeitig vorher verrentet werden, durchaus passieren, dann werden Sie leider feststellen, dass diese Woche aus nur einem einzigen Tag besteht, und der ist dummerweise auch noch der Sonntag, da arbeitet man also nicht. So schade.

WV KW 54! Meine Empfehlung für alles, was man nicht endgültig absagen möchte, aber erst einmal gründlich aus dem Weg haben will. Ich trage mir das gleich als Erinnerung ein und wir besprechen da dann, was aus den Vorhaben geworden ist.

Kunst und Vorsorge

Während ich mich sonst mit Kritik an Lehrpersonal aller Art zurückhalte, bin ich im Moment doch schwer genervt von der Unterart der Kunstpädagoginnen, männliche Exemplare sind mitgemeint. Denn wenn man ein Kind hat, das gerne mal vieles gestalterisch ausprobieren möchte, dann ist es wirklich nervtötend, wenn es überall, nicht nur in der Schule, auch bei anderen Anbietern, sehr klare Anweisungen bekommt, was und wie es in der Kunst genau zu produzieren hat, bis hin zur Wahl der Farben, das ist doch etwas absurd. Weil nämlich, kreativ geht ja anders, hm? Mal machen lassen? Mal auf was kommen lassen? Mal scheitern lassen, mal Spaß haben lassen? Scheint gerade nicht im Trend zu liegen. Oder wie das Kind enttäuscht sagt: “Und die haben auch wieder nur Anweisungen gegeben. Die ganze Zeit.” So kann man Interesse auch abwürgen.

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Ansonsten ist die Fastenzeit angebrochen. Ich zitiere dazu aus dem Tagebuch von Gerard Manley Hopkins, geschrieben 1866: “Für die Fastenzeit: Keinen Pudding an Sonntagen. Keinen Tee, es sei denn, ich müsste mich wachhalten, und dann ohne Zucker. Fleisch nur einmal am Tage. Keine Verse in der Passionswoche oder an Freitagen. Nicht im Lehnstuhl sitzen, außer wenn ich anders nicht arbeiten kann. Aschermittwoch und Karfreitag Brot und Wasser.”

Hier hat derweil ein Sohn, nachdem er einen Bericht in der Tagesschau über den Beginn der Fastenzeit gesehen hat, ganz alleine beschlossen, in diesen Wochen weitgehend auf das Neinsagen zu verzichten. Das ist zum einen für seine Verhältnisse ziemlich heroisch, das ist zum anderen für die Eltern recht angenehm.

“Gehst du bitte ins Bett?”

“Nei … ich meine, ja, gerne.”

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In Hamburg wird wieder abgerissen.

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Um meinem Landpomeranzendasein nun also noch die Krone aufzusetzen, und mich im Übrigen für alle Eventualitäten vorzubereiten und zu stählen gegen die Unbillen der anfälligen digitalgesteuerten Energieversorgung, rüste ich mich nun also aus und auf. Ja, lachen Sie ruhig, wir sprechen uns dann beim Stromausfall wieder. (Späßle g’macht, wir können uns beim Stromausfall gar nicht sprechen, es sind ja dann alle Leitungen tot, haha.).

Tja. Sollte man darüber tatsächlich nachdenken? Hier gibt es überhaupt keine verlässlichen Vorkehrungen für den Fall eines längeren Stromausfalls. Aber in Kürze, wenn die neue Laube steht, dann sieht das schon etwas besser aus, dann würde man da immerhin mit Holz oder Gas kochen können. Und aufs Kompost-Klo könnte man auch. Und Gemüse pflücken! Und Beeren! Doch, lassen wir den Schrebergarten ruhig mal als Vorsorge durchgehen. Puh, das war knapp.

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Falls der Valentinstag bei der einen oder dem anderen übrigens noch nachwirkt, es darf jetzt mitgesungen werden (“und eeeeewig ….”:

Lazarettreport und Blumen

In der morgendlichen S-Bahn ist die Grippewelle nicht mehr zu übersehen oder zu überhören, etwa ein Drittel der Wagenbesatzung sieht nach Lazarettzug aus, bleich und fiebernd. Eine Frau hustet so dermaßen, dass erst alle von ihr wegrücken und sich umsetzen, dann aber doch von den neuen Plätzen aus lange Hälse machen und sich fragen, ob da wohl gleich Blut oder sonstwas mit hochkommt, so wie in diesen Filmen immer, das kennt man doch, wo man immer hofft, das jetzt bitte keine Nahaufnahme kommt. Die Frau wird doch wohl nicht gerade final verröcheln? Ob man da nicht vielleicht doch einen Notarzt … die Frau ringt nach Luft, sie hustet zum Gotterbarmen, wedelt aber freundliche Fragen weg und wankt schließlich zur Tür. Im besten Fall geht sie zum Arzt oder ins Bett, vermutlich geht sie aber einfach zur Arbeit, warum sollte man auch sonst in Hammerbrook aussteigen. Normal.

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“Es riecht immer nach Suppe im Geschäft des Uhrmachers, egal ob man um 9 Uhr oder um 17 Uhr zum Uhrmacher kommt. Nur um 13 Uhr muss man nicht zum Uhrmacher kommen, denn dann schläft er. Das Sofa ist blau und steht hinter einem Vorhang, der Vorhang ist grün wie das Linoleum.”

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Währenddessen buddelt der Abrissunternehmer den ganzen Tag mit seinem Bagger in unserem Garten herum, meldet ab und zu Fundstücke und wir können nicht einmal zusehen. Stelle wiederholt fest, dass mir das Konzept Berufstätigkeit dauernd bei allem im Weg ist. Schlimm.

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Beide Kinder krank, eines nur nachts, das andere auch tagsüber. Fast möchte man selbst auch einmal etwas Bauchweh haben und dazu dann einen freundlichen Menschen, der einem pfefferminzigen Tee bringt und die Decke aufschüttelt und so über die Stirn streicht, wie es Eltern unweigerlich immer machen, und der dann noch ein paar Bücher und das iPad und die Salzstangen anreicht und die Tür leise wieder hinter sich schließt. Na, das machen bei uns dann später die Pflegeroboter.

Wegen des kranken Kindes jedenfalls wieder am Vormittag aus dem Büro ins Home-Office gewechselt, dadurch leider komplett verpasst, wie sich am Nachmittag zum Büroschluss wie in jedem Jahr an diesem Tag eine Hundertschaft genervter Männer vor dem Blumenladen im Hauptbahnhof aufreiht, um dort über Nacht teurer gewordene Rosen zu erwerben, die augenrollend bezahlt werden. Also nachdem eine sinnige Auswahl getroffen worden ist, die preislich möglichst exakt mittig zwischen Geiz und Größenwahn liegt. Romantik!

Egal. Hier noch was mit Liebe.

Heimwerken, Festhalten

Beim abendlichen Besteigen seines Hochbettes kracht Sohn I eine der Latten unter seiner Matratze runter, was ihn vom Schlafen abhält, da er verständlicherweise Angst hat, der Rest der Bretter könnte im Laufe der Nacht auch nachgeben und er auf seinen unter dem Bett befindlichen Schreibtisch abstürzen, was wiederum schon deswegen schlimm wäre, weil darauf sein Computer steht, so dass der Schaden am Bett also sofort repariert werden muss. Und auch repariert werden kann, denn es geht nach meiner Diagnose nur um eine einzige große Schraube, die wohl beim Aufbau damals nicht fest genug gedreht worden ist. Es ist die letzte in einer langen Reihe von Schrauben, da hatte jemand wohl keine Lust mehr oder schon Wochenende. Allerdings ist die Schraube an einer Stelle, die der Teufel selbst ausgesucht haben muss, sie ist nur unter üblen Verrenkungen zu erreichen und wir brauchen mindestens sechs Hände, um dort mit einem Werkzeug heranzukommen. Ein Vater, zwei Söhne, das sind allerdings genau sechs Hände, manchmal muss man eben auch Glück haben bei der Familienplanung. Wir stehen, knien und hocken also so um das Hochbett drapiert, als wollten wir mit der Nummer im Zirkus auftreten, einer hebt von oben die Matratze und zieht am Brett, einer drückt von unten alles in Position, einer hockt auf dem Schreibtisch und dreht in Yogapose über Kopf die Schraube. Zu dritt müssen wir dabei auch noch die Herzdame aus dem Zimmer werfen, die vorbeikommt und im falschen Moment besser weiß. Die Übung gelingt aber tatsächlich, auch ganz ohne Herzdamenspezialwissen, was vor allem daran liegt, dass Sohn II bei handwerklichen Problemen nur Lösungen sieht, so albern das klingt. Das Kind ist die personifizierte Heimwerkermarktreklame, es gibt immer etwas zu tun oder wie das heißt. Und er ist vor allem immer selbst zuständig und schafft es dann auch, es ist sehr faszinierend, mit welcher Kraft Begabungen über die Menschen kommen können.

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In der FAZ war ein kurzer Text über eine der Glaubensfragen im Garten, über “EM”. Effektive Mikroorganismen, die Kennerinnen verwenden stets nur die Abkürzung, das gehört zum Spiel. Es ist sehr kompliziert und etwas esoterisch.

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Außerdem habe ich mich bei der abendlichen Lektüre in einem Buch über den Gemüseanbau verlesen, denn der Satz “Halten Sie den Boden fest, bis die ersten Blätter sprießen”, der stand da gar nicht wirklich, da stand natürlich feucht, nicht fest. Danach aber das Licht ausgemacht und im Geiste immer weiter den Boden festgehalten, dabei sehr gut eingeschlafen. Besser als die Nummer mit den Schafen!

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Herr M. macht nicht mehr mit.

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“Papa, warum steht da ein Buch “Kinder verstehen” im Regal?”

“Was?”

“Warum das Buch da steht?”

“Ich verstehe dich nicht?”

“Papa! Das ist nicht lustig!”

“Was?”

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