Beifang vom 12.01.2018

Bei der GLS Bank habe ich einige Links zum Thema Fahrradverkehr zusammengestellt.

Ein Akt der Rebellion.

I’m too young to start nuclear disposal because it’s dangerous and I don’t have the proper gloves.

Über Byte.fm. Gleich mal wieder hören, ich vergesse so etwas immer phasenweise, bis der Name mal wieder irgendwo steht.

New York verklagt fünf Ölkonzerne. Man findet es gar nicht mehr erstaunlich, oder? Noch vor zwei, drei Jahren hätte man das für Science-Fiction gehalten, für eine völlig irre Idee.

Baut Deiche, sonst sauft ihr ab. Irgendwann wird es Diplomarbeiten darüber geben, wie die Sprache in den Überschriften der Klimaartikel in kurzer Zeit, etwa in den Jahren 2016 bis 2018, immer drastischer wurde, wie immer häufiger und von immer mehr Leuten auf den Zeitdruck hingewiesen wurde, wie Beispiele immer plastischer beschrieben wurden. Und es wird dann aber auch nichts genützt haben, so viel kann man sich jetzt schon vorstellen. Ohne allzu pessimistisch zu sein.

Danach etwas Positives! Zum Beispiel Peggy Lee.

Beifang vom 09.01.2018

Die Herzdame hat unter ihrem Werbetext von gestern den vermutlich längsten Kommentar gepostet, den sie je geschrieben hat, es ging wieder um die Sinnhaftigkeit dieser kommerziell ausgerichteten Artikel.

Ein Pfeifhase. Niedlich!

Eine einzige reife Frucht wurde mit den Kosten für eine Kutsche gleichgesetzt.Etwas Weiterbildung zur Ananas.

Ein höchst spezieller Nachruf auf France Gall.

Hier kann man ganz gut verstehen, warum man als Elternteil manchmal etwas länger auf eine Matheaufgabe guckt. Bevor es einem dämmert

Klebsormidium! Auch nur ein Mensch.

Macht nix, dachte ich, Hauptsache ich muss hier nicht allen die Zähne putzen!” Wer kennt es nicht.

Und nun ein junger Nat King Cole. Das Störgeräusch am Anfang ist nach ein paar Sekunden weg. 

Jahresanfang (enthält Beifang)

Der Weihnachtsbaum ist mittlerweile von unserem Balkon geflogen, das ist natürlich immer eines der wenigen Highlights im Januar, der Monat hat ja sonst meist nicht viel zu bieten. Wir haben den Rest von Weihnachten in den Keller geräumt. Ich verschreibe mich, nanu, schon nach drei Werktagen nicht mehr beim Datum und die erste Arbeitswoche wurde allgemein mit großer Tapferkeit ertragen, zumindest sahen die Leute in der morgendlichen S-Bahn danach aus, so bleich und doch gefasst.

Aus unklaren Gründen habe ich das Jahr übrigens im Anzug begonnen, das fühlt sich ganz seltsam an, wenn man lange keinen Anzug getragen hat, ganz fremd – aber auch nicht schlecht. Oder, wie die Söhne sagen würden: “So viele Taschen sind doch toll.” Daraufhin prompt am ersten Werktag mit dem Anzug ins Büro gegangen, wo mich dann alle irritiert fragten, was ich denn jetzt wieder vorhätte, mit diesem seltsamen Unterton, der mir die wildesten Eskapaden zutraut, warum auch immer. Dabei kennen mich diese Kollegen erst ein paar Jahrzehnte! Schlimm. Wobei mir einfällt, dass einige wenige mich sogar noch in der Mode der Achtziger Jahre erlebt haben, da darf man gar nicht länger drüber nachdenken, man möchte sonst sofort Zeugen beseitigen. Die einzige Kollegin, die noch Fotos aus der Zeit hat und diese gelegentlich sogar herumgezeigt hat, ist allerdings gerade in Rente gegangen. Manches erledigt sich quasi von selbst, man muss nur etwas warten.

Egal, bei näherem Hinsehen brauche ich eh einen neuen Anzug oder zwei, die Modeentscheidung 2018 wird also erst einmal einfach verschoben. Ich sage dann schon noch Bescheid, was jetzt Trend ist, das bleibt hier selbstverständlich serviceorientiert.

Wie das Jahr 2018 überhaupt zu nehmen ist, das ist auch anderweitig vollkommen unklar, es scheinen gerade recht viele etwas irritiert innezuhalten, zumindest in meiner kleinen Filterbubble. Es ist eine seltsame Welle, da denken so viele gerade z.B. über das Bloggen an sich nach, etwa hier, es wird einem ganz retro zumute. Und an anderer Stelle dann diese kleine Randbemerkung: Vermutlich müsste ich eigentlich in einer Punkband spielen. Oder Bloggen. Ja, Bloggen, das wärs.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Journal, also ein eher klassisches Tagebuch, mit einer App führen wollen würde, aber vielleicht ist das in Bezug auf den Garten gar keine schlechte Idee? Da mal drüber nachdenken! So ein Journal in Papierform neigt nämlich dazu, nicht da zu sein, wo ich gerade bin, habe ich in den letzten Wochen gemerkt. Das ist für beliebige Notizen natürlich egal, weil ich mittlerweile in jeder Tasche ein Notizbuch habe, nahezu wahnhaft, aber bei einem Journal zu einem bestimmten Thema ist das doch eher blöd. Außerdem probiere ich neue Apps gerne aus, quasi Spieltrieb. Bei diesem Herumspielen schon gesehen: wenn man bei der im Artikel erwähnten Momento-App die Streams von Instagram und Twitter reinliest und nur ein, zwei Stichwörter pro Tag ergänzt, dann ist das als gut sortierte Erinnerungsliste nur für den Privatgebrauch schon mal ganz fein. Wenn man so etwas denn braucht.

Aber braucht man das? Also abgesehen von Spezialthemen, bei denen das ziemlich klar der Fall sein kann? Ändert das denn was, wenn man alles so nachlesen kann? Ich könnte eigentlich ganz gut im Blog nachsehen, was ich wann gemacht habe, das habe ich den letzten dreizehn Jahren genau nullmal gemacht. Hm.

Dieser Text hat gar keinen vernünftigen Bogen und kein ordentliches Ende, merke ich, aber ich lasse das jetzt so, warum auch nicht, ich kann hier ja so unausgegoren sein, wie ich möchte, nicht wahr. Das Jahr ist es immerhin auch noch, das passt schon.

Zum Schluß nur noch – und auch das ohne jeden Zusammenhang – die Haifischbarpolka, mir ist gerade so. Leichtes Schunkeln nicht unangemessen!

Beifang vom 04.01.2018

Der steigende Meeresspiegel vor St. Peter-Ording. Also quasi um die Ecke.

Neues zum Bahnhof Altona. Es bleibt spannend. Die Argumente der Umbaugegner klingen nicht direkt völlig unlogisch, to say the least.

Ich folge beim Thema Garten mittlerweile ziemlich vielen englischen Quellen, faszinierend sind etwa die Gartenseiten des Guardians. “If you believe trend forecasters, ultra violet is the colour of 2018. Now it’s probably complete coincidence, but three of the most exciting fruit and veg varieties in the seed catalogues right now also happen to come in this dazzling shade.” Dass es überhaupt “most exciting veg” gibt! So schön. Hätte mir vor einem Jahr auch keiner erzählen können.

Und apropos Garten: Am Wochenende ist die “Stunde der Wintervögel”, da machen wir diesmal natürlich mit.

Auch interessant für mich: Kiki denkt übers Bloggen nach.

Danach etwas Blues Blues. Und wie.

Beifang vom 30.12.2017

Ich hatte drüben bei der GLS Bank einen Wirtschaftsteil zum Thema Wasserstandsmeldungen zusammengestellt.

Passend dazu hier noch eine Warnung vor dem schwarzen Schwan.

An diesen Herren gehe ich jeden Tag vorbei: die Schachspieler am Hamburger Hauptbahnhof.

Alle haben einen an der Hacke bis auf Bov Bjerg.”

“Der Hund mag mich am meisten, wenn ich mir ein Brot schmiere.” Ich mag solche Artikel, in denen andere von ihrer Erholung und ihren herrlich leeren Tagen erzählen. Ich glaube, ich nehme beim Lesen etwas parasitär Anteil an diesen Ruhephasen. Es sieht nicht so aus, als würde ich selbst entspannte Tage in absehbarer Zeit hinbekommen, aber es ist doch besser als nichts, davon zu lesen. Viel besser.

Hallelujah.

Wader, Mey, Brassens. Das kann Hannes Wader natürlich auch selbst erzählen:

Beifang vom 23.12.2017

Bei Sounds & Books geht es um das neue Album von Manfred Maurenbrecher. Sie sollten das auch mal hören, die Songs sind saugut getextet. Das gerät ja leicht in Vergessenheit, wie gute Lieder geschrieben werden und was einen Liedtext mit Kawumm eigentlich ausmacht – beim Hören kann es einem wieder einfallen. Einmal hören wird allerdings nicht reichen, ganz und gar nicht. Songs wie “Zu früh” brauchen ein paar Wiederholungen.

“Warten auf den letzten Sturm.”

Für die Freunde des norddeutschen Tonfalls, man kann hier einmal hören, wie das Heimatdorf der Herzdame klingt. Das ist ein Artikel über eine Dame, die in diesem Jahr vierundfünfzigmal Frankfurter Kranz gebacken hat, wenn das keine stolze Leistung ist. Das liest man doch und fragt sich unwillkürlich: Was bitte habe ich denn in diesem Jahr fertiggestellt? Und dann geht man sich schämen. Unter dem Text jedenfalls ein Audiofile, Margret fängt darin beim Rezept hochdeutsch an und verfällt dann mehr und mehr ins Platt der Region. Das sich erheblich von dem Platt meiner Kindheit unterscheidet, welches wiederum eine Mischung der Plattvarianten aus Mecklenburg, Vorpommern, Lübeck, Holstein und Hamburg war und wesentlich breiter klingt.

Ich kann Platt nicht flüssig sprechen, aber komplett verstehen, im Heimatdorf der Herzdame verstehe ich allerdings nicht alles. Und die Herzdame versteht “hier oben” nicht alles. Die Söhne verstehen natürlich hier wie dort noch weniger als wir, aber auch deutlich mehr als gar nichts – ich müsste dringend mal Plattdeutsch vorlesen, um da noch mehr zu vermitteln.

Wo wir schon dabei sind, hier noch zwei alte Stücke vom Kiesewetter, seine beiden bekanntesten Herbst-/Wintersongs. Einer plattdeutsch gesungen, einer hochdeutsch, für jeden was dabei. Diese Musik lief in meiner Familie früher so oft und so selbstverständlich, die ist mir geradezu ein Stück Heimat, ganz ohne Schlagerpeinlichkeit.

Wenn de Wind dreiht, vun Nord weiht,
Un Reg’n geg’n de Finster neiht,
De Schieb’n dahl rennt, denn föhl ik mi wohl.
Wenn dat Füer in Kamin brennt,
Un jeder di bi’n Vörnam nennt,
Weil he di kennt, denn is uns Hus vull.

Und das muss ich auch noch irgendwann hinkriegen, einen langen Winterurlaub in Nordfriesland. Mit Kamin und allem. Man hat ja so Ziele im Leben.