Die Gesellschaft wird älter und ich mache mit

Nachdem ich nun schon mehrere Stunden Erfahrung mit einem ganz neuen Zustand gesammelt habe, möchte ich als Gutmensch vom Dienst insbesondere meine jüngeren Leser, die für die Zukunft sicher noch etwas lernen möchten, gerne an meinen Erkenntnissen teilhaben lassen.

Es ist nämlich so, daß es rein gar nichts nützt, sich wochen- und monatelang intensiv damit zu beschäftigen, daß man vierzig Jahre alt wird. Lassen Sie das sein, wenn Sie mal in die zeitliche Nähe kommen. Es hat gar keinen Sinn, diesem befremdlichen Wort „vierzig“ nachzufühlen, das so eigenartig seriös klingt, so graumeliert und gestanden. Man wacht trotz aller Vorbereitung dennoch eines Morgens auf – und ist es verblüffend schlagartig. Ein sehr seltsames Gefühl.

Ein wenig ist es so, als wäre man über Nacht befördert worden und hätte einen neuen Titel bekommen, man weiß nur gar nicht recht, wofür.

Na, doch, schon klar: Dienstjahre.

Damit es hier aber nicht nur mit dem Jahreszähler, sondern auch inhaltlich aufwärts geht, war die Herzdame so freundlich, mir ein Mikro für Podcasts zu schenken, daher gibt es hier sehr bald auch etwas zu hören. Vielleicht ja die nervenzerfetzende Geschichte, wie unsere kleine Reisegesellschaft in der letzten Woche dank einer gewissen Ignoranz gegenüber dem Begriff „Höhenstieg“ fast in den Bergen abhanden und zuschanden gekommen wäre. Österreich ist, soviel vorweg, ein wildes und gefährliches Land.

12 Kommentare

  1. Alles Gute zum Geburtstag, kleiner Bruder!
    Es ist schön, zu wissen, dass auch andere älter werden…

  2. Danke sehr! Und, großer Bruder, dank des sehr subtilen Hinweises komme ich auch darauf, Dir nachträglich zu gratulieren. Tut mir leid, die herzlichsten Wünsche natürlich auch für Dich!

  3. Herzlichen Glückwunsch!
    Ach sehen Sie, bei mir war das ganz anders. Eines morgens wachte ich auf und es war so weit. Ich hatte gar keine Zeit drüber nachzudenken, weil ich grad furchtbar krank war. Und im Nachhinein: fühlt sich an wie vorher 🙂

    @Susanne: definitiv nicht! Oder wenn, dann ist alt kein bedohlicher Zustand 🙂

  4. Ich hoffe der imaginäre, dazugewonnene Titel ist freundlicher Natur. Als ich Dreißig wurde, hat mich meine Freundin nur noch als „alten Sack“ bezeichnet. Man fragt sich dann, ob sich die Situation mit 40 irgendwie bessert.

    Bin gespannt auf die Podcasts. Habe die Lesung ja noch als sehr positiv in Erinnerung.

  5. Danke für die Glückwünsche! @Angel: Nein, ich finde schon, es fühlt sich anders an. Aber ich weiß noch nicht genau, WIE anders.
    @Susanne: Aber nein. Das ist bei Damen natürlich ganz anders zu bewerten.
    @Gunnar: Die Herzdame hat mich schon als alten Sack kennengelernt, insofern ist vierzig keine dramatische Verschlechterung. Aber die Hinweise auf Faltencreme häufen sich neuerdings doch deutlich.

  6. Alles Gute wünsche ich ihnen auch!

    @Gunnar: Schon mit dreizig ein alter Sack? Uhi, mein Vater bekam von seinen Kumpels erst mit 50zig diese „Auszeichnung“.

  7. Ois Guade! Das solltest du ja jetzt als Österreichkenner problemlos verstehen 😉 Und bedenke: Man ist immer so alt, wie man sich anfühlt! 😉

    Schön, dass du wieder da bist!

  8. @Etosha: Ich verstehe jetzt sogar Ribiseln, Fisolen, Karfiol und Paradeiser, Reisen bildet doch ungemein. Danke für die Wünsche!

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