Russisch Brot (mit Veranstaltungshinweis)

Zwei spannende Möglichkeiten, kostenlos an Russisch Brot, diese spaßige Gebäckspezialität mit den Buchstaben, zu kommen: Man kann versuchen, es der zweieinhalbjährigen Tochter einer Freundin durch Schmeicheleien oder auch schlichten Mundraub zu entwenden (viel schwerer, als man denkt, habe ich kürzlich erst probiert) – oder man kann morgen bei “8 Minuten Eimsbüttel”, einem Poetry-Slam teilnehmen, wo es Russisch Brot als Siegesprämie gibt. Herr Paulsen und ich versuchen morgen die zweite Möglichkeit (die irgendwie auch nicht wie eine richtig einfache Option klingt).

Siehe auch: Ankündigungstext von Herrn Paulsen.

8 Min. Eimsbüttel
Javahouse
Osterstr. 4, 20259 Hamburg.
Freitag, 29. September 2006
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt frei

Vorbereitung ist alles

Als ich gestern vom Büro nach Hause kam, standen zwei junge Männer vor unserer Haustür und unterhielten sich. Als ich auf sie zuging, merkte ich, daß es eine ziemlich bewegte Unterhaltung sein mußte, so heftig gestikulierten die beiden herum. Einer der beiden hatte ein Fahrrad dabei und schlug gelegentlich mit der Faust auf den Lenker. Als ich nahe genug war, sagte er gerade mit einer Stimme, die deutlich nach Tränen klang, den wenig originellen Satz: „Ich kann so einfach nicht leben!“, wobei er wieder auf den Lenker einhämmerte, dem Rhythmus der Silben folgend.

Sein Freund schüttelte nur den Kopf, sah ihn nachdenklich an und sagte: „Nein nein, viel zuviel. Das glaubt sie dir niemals.“