Fahrstuhlfreuden

Normalerweise spricht man im Fahrstuhl nicht, wenn Fremde zusteigen. Da man dort unmöglich überhören kann, was geredet wird, ist es allgemein üblich, Gespräche abzubrechen und erst nach der Fahrstuhlfahrt wiederaufzunehmen. Man debattiert vor Fremden und auch vor nur entfernt bekannten Kollegen keine Firmenintrigen und man klärt auch keine Ehe- oder Beziehungsprobleme. Um so verblüffter war ich heute mittag, als vier Damen zu mir in den Firmenfahrstuhl stiegen und ihr Gespräch untereinander nicht beendeten, sondern ungeachtet meiner Anwesenheit fortsetzten mit einer Frage, die unmißverständlich hieß: “Was macht denn eigentlich dein Hengstproblem?”

Man hört es und staunt. Der Reitsport ist doch verbreiteter als man denkt.

Kaffe.Satz.Lesen 33: Veranstaltungshinweis

Kaffee.Satz.Lesen.32

Schon wieder ein Termin: Ich habe die wirklich große und nervös machende Ehre, am Sonntag dem 29.10. beim Kaffee.Satz.Lesen, der Lesereihe der Rederei Hamburg in der Baderanstalt in Hamburg Hasselbrook mitzumachen. Es lesen Mirko Bonné, Matthias Keidtel, Bov Bjerg, Kerstin Brockmann und ich. Man kann außerdem sehr schöne Fotografien von Kerstin Schlitter sehen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung, die übrigens immer einen Besuch lohnt, findet man hier.

Frühes Erscheinen empfiehlt sich, nach aller Erfahrung wird es ab halb vier knapp mit den Plätzen und man braucht vorher schon fünf Minuten, um die Funktionsweise des Fahrstuhls zu verstehen. Menschen, die etwas praktischer veranlagt sind als ich, schaffen das allerdings vielleicht auch in ein paar Sekunden. Man kann gerne hungrig kommen, es gibt Kuchen (und es gibt hier zumindest einen Leser, der wohl schon deswegen hingehen wird).

Ich freue mich sehr darauf!