Immer wieder schön: Fachpersonal

Wenn man ein großes Kaufhaus in der Hamburger Innenstadt so umgestaltet, daß es nur noch hochpreisige Ware dort gibt und alles nach fein bis sehr fein aussieht, dann wäre es vielleicht auch hilfreich und nützlich, ein wenig in den Kenntnisstand und die Umgangsformen des Personals zu investieren.

Die Frau an der Kasse der Süßwarenabteilung, die meine Ware an den Scanner hält und dabei liest, was auf der Packung steht, mit Staunen und ehrlicher Überraschung im Gesicht: “Schokolade mit Pfeffer?! Ist das nicht voll eklig?”

Die Frau an der Information, die wir nach Umstandsmode gefragt haben, mit deutlich pikierter Stimmlage: “Nein, SO ETWAS haben wir hier nicht mehr.” Ihren Tonfall darf man sich dabei in etwa so vorstellen, als hätten wir nach praktischen Zehnliterfässern Gülle gefragt.

Vorsicht Falle

Nicht daß ich übertrieben wasserscheu wäre, nein. Nur ein klein wenig. Hätte ich aber gewußt, daß die Herzdame auf gemeinsamen Geburtsvorbereitungskursen ausgerechnet im Schwimmbad bestehen würde, wäre mein Kinderwunsch vielleicht doch nicht ganz so ausgeprägt gewesen. Allmählich verstehe ich ja, was mit “die Schwangerschaft stellt auch Männer vor ganz neue Herausforderungen” gemeint ist.