Spaß mit Ratgebern

Wenn ein Baby nicht aufhören will zu schreien“, stand da in dem Buch, „kann es helfen, ihm leicht über die Wange zu pusten. Es kann dann durch dieses überraschende Gefühl so abgelenkt werden, daß es das Schreien ganz vergißt.“

Liebe Leserinnen und Leser aus Hamburg, wenn Sie eben das unglaubliche Geräusch gehört haben, diese befremdliche und infernalisch laute Mischung aus Tarzan, Scooter und Alarmsirene, keine Unruhe bitte. Das war nur die Reaktion unseres Sohnes auf „leichtes Pusten über die Wange“.

Toller Tipp, wirklich.

19 Kommentare

  1. Ach so, na dann bin ich beruhigt.
    Achja, haben sie es schon mal mit einem Fön versucht, das hat bei meinem Monster manchmal gewirkt. Zumindest habe ich das Kind dann nicht mehr so laut gehört….

  2. So ein Schwachsinn … klingt nach einem kinderlosen Autor. *grml*
    Aber haben Sie schon mal in Erwägung gezogen, dass dem Kleinen fad sein könnte ? Meiner Tochter hab ich ein Mobile über das Bett gehängt, damit sie was zu schauen hatte, und auch mit einem „Baby-Trapez“ [NEIN, Herr Merlix, dies ist KEIN Turngerät für Säuglinge ! 🙂 ] war sie zunächst optisch und später auch haptisch sehr beschäftigt. Man unterschätzt gerne, dass auch sehr junge Kinder sich langweilen können – wenn ich mal ganz unverschämt von mir auf andere schließe.

  3. „Wenn ein Baby nicht aufhören will zu schreien, kann es dem Vater helfen, seine (die väterliche!) Faust gegen den Türrahmen zu rammen. Er kann dann durch dieses überraschende Gefühl so abgelenkt werden, daß er das Schreien ganz vergißt.”

  4. Ein Föhn ist aus Sicht des Sohnes das Gerät, mit dem wir es nach dem samstäglichen Bad grausam zu grillen versuchen, findet er entsprechend eher nicht so stoll. Ein Mobilé und einen faxenmachenden Vater (dessen Nase das Kind haptisch übrigens sehr begeistert) hat das Kind, es langweilt sich garantiert nicht. Es schreit trotzdem manchmal. Kommt mir auch so ungewöhnlich gar nicht vor 🙂

  5. Ihren Text habe ich allerdings diesfalls falsch interpretiert – für mich stellte sich die Lage dergestalt dar, dass Julius ständig schreit und nicht mehr zu beruhigen ist. Steht ja auch im Ratgeber: „Wenn ein Baby nicht aufhören will zu schreien“, und darunter verstehe ich für meinen Teil deutlich mehr als ein paar Minuten Geschrei. Scheint, als würden männliche und weibliche Wahrnehmung hier stark divergieren. 🙂

  6. Es ist natürlich so, daß die Definiton der Zeitspanne von „will nicht aufhören“ in meinem Ermessen liegt. Das variiert daher nach Tageszeit, Stimmung und Aufgaben, das Gefühl der Endlosigkeit kann also auch nach 15 Minuten erreicht sein 😉

  7. Das Babytrapez sorgt nur für noch mehr Geschrei. Jedenfalls wenn man nicht stundenlang daneben sitzt und für Bewegung sorgt. Sonst ist dem Lütten das zu langweilig, nur doofe Holzklötze an Strippen anzugucken. Und zum selbst bewegen sind die Arme noch zu kurz. So ein Pech. Aber vielleicht könnte der Papa die Beine vom Trapez ein bisschen absägen….

  8. Oh ja, bitte alles absägen (mindestens 20 cm) und dann alle 2 Monate wieder 2-cm-Stückchen drunter leimen. Ich bitte um Fotos!

    Aber mal ernst: kurzzeitig in den Nebenraum gehen und das Radio lauter stellen. Wenn man aufhört, sich mit der Frage zu beschäftigen, wo die nächste Babyklappe ist, kann man wieder ins Kinderzimmer zurück. Ich habe beste Erfahrungen damit gemacht, das brüllende Kind in ein Tragetuch (oder ähnliches) zu packen und einfach mit Kind das zu tun, was anlag. Nach anfänglichem extralauten Geschrei (ca. 2-3 min.) war Ruhe.

  9. Frau Herzdame, bei „unserem“ Trapez konnte man die Aufhängungen der einzelnen Teile beliebig verlängern oder verkürzen – was mir in Anbetracht der Zielgruppe auch die einzig logische Variante zu sein scheint.

  10. Gerade nochmal geprüft: Die Variante, die uns zugeflogen ist, scheint nicht veränderbar zu sein. Seltsam. Am Ende ist es ein Modell für Papageien?

  11. Wie wäre es dann damit, das Kind einfach höher zu legen? Das Trapez muß doch zu knacken sein. 🙂

  12. Also ich kann das jetzt gerade wg. Kind auf dem Arm nicht lange erklären, aber das mit dem Höherlegen, das klingt nur einfach. Besser wäre wohl eine Vertiefung im Fußboden…

  13. geschwisterchen zulegen. das „kümmert“ sich dann an so morgenden wie heute seit 4:07 uhr um die kleine. (dann hat man zwar früher oder später zwei schreiende kleinstkinder, aber immerhin war mal kurz ruhe.)

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