Merlix sucht

Ich habe ein kleines Problem. Am Sonnabend, dem 26.04.2008 habe ich für den Abend eine wunderbare Bloglesungsbesatzung organisiert, mit fabelhaften Gästen: Lu aus Düsseldorf, Mek aus Berlin und Isa aus Hamburg. Leider ist uns aber zwischenzeitlich der eigentlich geplante Lesungsort durch terminliche Überschneidungen überraschend abhanden gekommen.

Sind hier eventuell Menschen an Bord, die gute Kontakte zu Kneipenbesitzern in Hamburg etc. haben, lesen vielleicht Menschen mit, die in einem Kulturclub oder ähnlichem arbeiten, hat jemand eine räumliche Möglichkeit für diese Lesung? Ich kann leider nicht Tage mit der Suche zubringen und hoffe sehr auf eine schnelle Lösung – im Rahmen des interkulturellen Austausches zwischen mehr oder weniger befreundeten Großstädten wäre es doch sehr erfreulich, wenn wir den Gästen eine nette Bühne bieten könnten. Weiß jemand was? Rettende Hinweise werden selbstverständlich mit freiem Eintritt und lobender Erwähnung vergütet!

Wie damals im Mai

Die Westfalen als solche haben keinen rechten Begriff von Romantik, die Nordostwestfalen erst recht nicht. Das bereitet mir im Umgang mit der Herzdame gelegentlich Schwierigkeiten, denn ich bin des öfteren von romantischen Wallungen geplagt und versuche entgegen aller Erfahrung immer wieder, diese trotz aller Sinnlosigkeit mit ihr zu teilen.
Als wir neulich unter naßgrauem Himmel spazierengingen und die dramatisch übermüdete Herzdame sichtbar schlecht gelaunt neben mir herschlich, dachte ich mir, es wäre doch sicher eine helle Freude, sie durch Liebesbekundungen nachdrücklich frühlingsfrisch aufzuheitern. Ich nahm sie also in den Arm und fragte, ob es ihr vielleicht besser ginge, wenn ihr Mann sie sie mal eben in Grund und Boden knutschen würde, wie damals, als unsere Liebe erst wenige Tage alt war, in unserem ersten Mai, als wir zum ersten Mal Hand in Hand an der Alster standen. Die Herzdame sah mich skeptisch an und sagte, es würde ihr vermutlich deutlich mehr Spaß machen, einem beliebigen Passanten ein paar in die Fresse zu hauen.

Es ist aber doch so, daß die Jahre mit mir Wirkung zeigen, denn sie hat sich, wenn auch knurrend, immerhin noch für mein Angebot bedankt. Die Lage ist nicht gänzlich hoffnungslos.

Veranstaltungshinweis: Zug der Erinnerung

Der „Zug der Erinnerung“ besteht aus mehreren Waggons, in denen eine Ausstellung über Schicksale von Deportierten im Dritten Reich zu sehen ist. Noch bis 29. März im Bahnhof Altona, täglich bis 19 Uhr. Mehr dazu hier.