Es bleibt textil

Eine der Spielplatzmütter fragte mich heute, während wir gerade an der Rutsche ein Knäuel von Babys entwirrten, nach meinem Beruf. Sie sah mich verblüfft an, nachdem sie die Antwort gehört hatte: “Das ist ja seltsam – für mich siehst Du ganz eindeutig nach einem IT-Beruf aus!”

Ich fühle mich gewarnt und werde mich doch wieder etwas ordentlicher anziehen.

Neu auf dem Nachttisch

Ignazio Silone: Fontamara. Aus dem Italienischen von Hanna Dehio. Der Roman erschien zuerst 1930 und beginnt so:

“Die seltsamen Ereignisse, von denen ich erzählen will, haben sich im Laufe eines Sommers in Fontamara zugetragen. Diesen Namen habe ich einem alten, unbekannten Dorf gegeben, das in der Marisca im Norden des trockengelegten Fucino-Sees auf halber Höhe zwischen Hügeln und Bergen liegt. Später habe ich erfahren, daß derselbe Name, manchmal mit kleinen Veränderungen, mehrfach in Süditalien vorkommt und, was schwerer wiegt, daß auch die merkwürdigen Begebenheiten, von denen in diesem Buch wahrheitsgemäß berichtet werden soll, sich an mehreren Orten zugetragen haben, wenn auch nicht zur gleichen Zeit und in derselben Reihenfolge. Das scheint mir aber kein ausreichender Grund dafür, die Wahrheit zu verschweigen. Auch gewisse Personennamen, wie Maria, Carlo, Lucia, Antonio und viele andere kommen ja häufig vor, und ebenso sind die entscheidenden Ereignisse des Lebens: Geburt, Liebe, Leiden, Tod, immer dieselben, und dennoch werden die Menschen nicht müde, davon zu erzählen.”