Adventskalender

Adventskalender

Gibt es eigentlich ein Patentrezept, wie man Kindern im Alter von fünfzehn Monaten erklären kann, daß es wirklich, wirklich nur ein Geschenk pro Tag gibt und alle anderen leider hängenbleiben – oder dauert der Tobsuchtsanfall des Nachwuchses einfach bis Weihnachten und man gewöhnt sich im Laufe des Dezembers dran? Lernen die Kinder im Januar oder Frühjahr wieder, die Eltern zu lieben, die in den Wochen vor Weihnachten nur noch als gnadenlose, kaltblütige Schokoladenverweigerer wahrgenommen werden?

„Stille Nacht“, ja sicher – weil die täglich enttäuschten Kinder dann endlich fertig gebrüllt haben. Allmählich komme ich dahinter.

7 Kommentare

  1. Es wird wohl jedes Jahr besser… Heftig wird es erst am 25.12., denn da hat sich das Kind daran gewöhnt, jeden Morgen ein Türchen zu öffnen und warum jetzt auf einmal nicht mehr?

  2. Tja, blöd gelaufen, Adventskalender besser erst ab zwei. Aber ich schätze, das Kind gewöhnt sich dann schon.
    Und die Eltern gewöhnen sich an die Rolle als grausame Schokoladenverweigerer, Handyverweigerer, IPod-Verweigerer, Alles-Verweigerer; ich schätze, das geht dann erstmal auf unabsehbare Zeit so weiter. Ich übe schon zu sagen: „Das ist mir egal, wenn alle deine Freunde ein eigenes Auto haben, wenn du eines möchtest darfst du dir das Geld dafür selbst verdienen.“ Vielleicht kann ich das dann nachdrücklich genug, wenn die Frage in zwölf (oder elf) Jahren akut wird.

    (Ja, mein noch nicht ganz sechsjähriger Sohn ist sauer, weil ich ihm weder ein Handy noch einen iPod gekauft habe.)

  3. Solange Kinder noch nicht sprechen können, kein Zeitgefühl für Tag, Woche, Monat (mein Sohn wusste erst mit 7 Jahren die Anzahl der Wochentage und wie lange so etwas ungefähr dauert) und sowas wie eine eigene Identität haben, also auch argumentieren können, ist es zwecklos ihnen Frustrationstoleranz per Adventskalender beibringen zu wollen. Mal ehrlich, habt ihr euch als Kinder an die Regel gehalten? Und wenn ja, wie alt wart ihr da?

  4. Hallo,

    warten Sie mal ab, bis Ihr Nachwuchs erkannt hat, dass man den Adventkalender hintenrum aufoperieren kann. Dann laesst sich die ganze Fuellung dieben, ohne dass dem Erziehungsberechtigten etwas auffaellt. Zunaechst. Das wird ein Fest. Wiederum nur zunaechst. Die Erkenntnis, dass die Schokolade nicht ueber Nacht nachwaechst, kommt erst im Jahr darauf zumWirken.

    Gruesse

  5. das nennen Sie jetzt schon Tobsuchtsanfall ?
    das sind doch bestimmt nur erste Pröbchen, Stimmbildung sozusagen.
    Tobsucht nannte ich es bei meinen mit 3 und 4 und dann wieder von 11 bis 15 . Aber man gewöhnt sich tatsächlich recht schnell daran. Besonders ab dem 3. Kind.

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