Das gute Gespräch

Da ich nicht davon ausgehen konnte, daß der Sohn meine zarte Andeutung vom Geschwisterchen wirklich verstanden hat, habe ich einen zweiten Versuch gestartet. Immer fair bleiben, dachte ich.

Merlix: „Sohn, hör mal zu, du kriegst ein Geschwister. Super!“
Sohn: [guckt gelangweilt aus dem Fenster und wartet auf spannendere Mitteilungen]
Merlix: „Das wird toll, du bist dann ein großer Bruder!“
Sohn: [bohrt sich im Bauchnabel herum und seufzt]
Merlix: „Mit Geschwistern kann man spielen!“
Sohn: [pustet lustlos Richtung Mobilé]
Merlix: „Spielen! Toll!“
Sohn: [guckt aus dem Fenster und zeigt auf eine Möwe]
Merlix: „Spielen!“
Sohn: „Ball?“
Merlix: „Äh, ja sicher, auch Ball.“
Sohn: [nickt zufrieden und holt für alle Fälle schon mal einen Ball aus der Kiste]

Ich betrachte das dann jetzt als geklärt.

3 Kommentare

  1. Das war aber nur die Hälfte der Wahrheit: kleine Geschwister ziehen die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern auf sich, machen einem die Bauklotztürme kaputt, nehmen einem die Autos weg, aber man darf ihnen keine Bücher auf den Kopf hauen. Ich kann ihn gut verstehen, wenn er skeptisch bleibt…

  2. Vielleicht klingt es bloed, aber waere dieser Blog eine Melodie, es klaenge ruhig, sanft und friedlich wie ein Wiegenlied. Ich mag die Stimmung hier sehr.
    Ich wünsch euch was! 🙂

  3. Na, das ist ja mal ne Neuigkeit! Sitze gerade mit meinen Eltern vorm Rechner und zeige ihnen die bunte Welt des Netzes und dann diese Überraschung! Congratulations, wie der Englisch-Lehrer sagt…

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