Eloquenz

Der Sohn sitzt neben mir auf dem Sofa, gibt mir in einem seltenen Anfall von Gönnerhaftigkeit einen Keks ab und sagt:

Sohn: Danke.
Ich: Nein, das heißt bitte.
Sohne: Danke!
Ich: Nein, bitte. Wenn Du mir etwas gibst, sagst Du bitte,
Sohn: Bitte.
Ich: Genau. Kluges Kind.
Sohne: Danke!
Ich: Gern.

Der Sohn hat währenddessen seine Kekse alle aufgegessen und möchte den von mir doch gerne wiederhaben. Er zieht probeweise daran.

Sohn: Danke!
Ich: Nein, wenn Du etwas haben willst, sagst Du auch bitte.
Sohn: Bitte!
Ich: Genau! Da ist der Keks.
Sohn: Bitte!
Ich: Nein, wenn Du es dann hast, sagst Du wieder danke.
Sohn: Bitte! Danke! Hunger! Gib! Keks! Mehr!

Das ist aber auch kompliziert.

5 Kommentare

  1. Trial and error: no bitte, no keks. Lernt er plötzlich ganz schnell! Vielleicht kann er erst niederländisch lernen. Da sind sind Bitte und Danke zum Glück nur ein Wort.

  2. Da allerdings irrt Madame Monique. Nicht bei t&e sondern im Niederländischen. Bitte heisst „alstubelieft“ – ein wenig anders ausgesprochen als geschrieben – und danke „bedankt“ oder „dank-U-well“!
    Met vriendelijke groeten! (oder „groetjes“)
    Joachim

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.