Perlen der Lebensweisheit

Diese beiden, die Urgroßeltern unserer Söhne, feiern morgen ihre Diamantene Hochzeit, sind also 60 Jahre verheiratet. Wir sind deswegen im Heimatdorf und ich habe natürlich, das Wohl meiner Leser immer im Sinn, genau gefragt wie man es denn macht, solange zusammen zu bleiben. Immerhin schaffen es heute nicht mehr allzu viele Paare über solche Zeiträume – wer weiß, was es da zu lernen gibt.

Ich: Und, wie geht das nun, daß man sich solange nicht trennt? Was ist das Geheimnis?

Uropa Heinrich: Och. Dat steht man eben so durch.

Eine andere Antwort kann man in dieser Gegend hier auch nicht erwarten. Aber vielleicht ist es auch tatsächlich das Geheimnis.

8 Kommentare

  1. Danke. Jetzt habe ich einen Zitat für unserer Silberhochzeitsfeier diesen Sommer (Zwei Jahre zu spät, also nennen wir das „25 Plus“).

  2. Ich mag ja den Spruch: „Die Ehe ist ein Kampf, der mit Ringen beginnt.“
    Aber die älteren Semester, die so lange Zeit verheiratet sind, geben ja meist solch eine Antwort. Die Aussage von Uropa Heinrich wundert mich wahrlich nicht!

  3. Und Recht hat er 🙂 Es steckt auch immer ein gutes Stück Arbeit in einer langen Ehe. Das kann ich nach 22jähriger Erfahrung schon sagen! Aber oft lohnt es sich 🙂

  4. Ich denke, genau DAS ist es!

    Viele werfen vielleicht zu schnell das Handtuch in der Ehe… allerdings stellt man dann mit einem neuem Partner rasch fest, dass man seine Probleme einfach mitgenommen hat!

    „Liebe Dich selbst, und es ist egal, wen Du heiratest“
    Zurhorst

    Gruß, Papagena

  5. Ich hab das vor meiner eigenen Hochzeit mal jemanden gefragt, wie man denn möglichst lange und glücklich verheiratet bleibt. Und die Antwort war: „Seid nett zu einander!“ Bisher tuts.

  6. denke auch es gibt keinen Tipp der für alle greift aber die vorherigen Generationen hatten oder mussten einfach durchhalten und heute tun sich die meisten schwer länger bei einer Sache zu bleiben ( mich eingeschlossen) und da ist es dann schon ein Stück Arbeit – aber seid nett zueinander trifft es schon gut den der Umgangston macht sehr viel aus..

  7. Meine Großeltern hatten 50 Jahre zusammen geschafft, bevor einer starb. Mit den Kindern, den Nachbarn und Verwandten, auf dem Dorf und in der Landwirtschaft war das ein Leben, was auf mehrere Generationen ausgerichtet war. Das machte Sinn, gab Sicherheit und fühlte sich gut an.
    Die beiden verkörpern ja auch noch eine Generation, die nicht die Chance zur individuellen Verwirklichung hatte, sondern zum Leben für die Gemeinschaft erzogen wurden. Und Adolf und die katholische Kirche hatten da ja wohl auch ein Wörtchen mitzureden. So gesehen verstehe ich den Urgroßvater gut,Liebe und nett sein hin oder her.

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