Antrieb

Sohn I hängt in einem Klettergerüst auf dem großen Spielplatz in Hagenbecks Tierpark. Obwohl er normalerweise turnt wie ein Affe, läßt er sich hier nur lustlos baumeln und guckt genervt den anderen beiden kleinen Jungs zu, die gerade unter ihm herumklettern. „Was ist los“, frage ich ihn, „heute keine Kletterstimmung? Oder zu hoch für dich?“ „Nein“, sagt er ernst und sieht sich von da oben auf dem Spielplatz um, „warte ich auf mehr Mädchen.“

Und er hängt und guckt und bewegt sich erst dann weiter fort, als endlich drei kleine Mädchen johlend am Klettergerüst ankommen, auf die unteren Streben steigen und zu ihm nach oben sehen.

Ich kann übrigens mittlerweile in einem Satz zusammenfassen, was mich in meiner Zeit als Vater bisher am meisten überrascht hat –  es fängt alles, wirklich alles, viel früher an, als ich dachte.

4 Kommentare

  1. Wie wahr! Bei uns kriegen die „Kinder“ in der 8. Klasse (13-14 J.) diese schreienden Babypuppen für ein paar Tage mit nach Hause.
    Und das nicht, weil sie testen sollen, wie Kinderlieb sie sind, wie meine Tochter, seiner Zeit noch in der 6. Klasse, glaubte! Jetzt ist sie in der 7., wir haben also noch ein Jahr (ruhe).

  2. ääääääääääääh ihr sohn ist nicht zufällig mit meinem jüngsten verwandt?
    der große fand mädels doof, der kleine ist ständig hahn im korb…

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