Voll stolz

Die Herzdame bildet sich gerade pädagogisch weiter und ich möchte dem Publikum nicht vorenthalten, mit welchen Perlen der Weisheit sie gelegentlich von diesen Veranstaltungen nach Hause kommt. Gestern Abend ging es im Elternkurs zum Beispiel um den Unterschied zwischen Lob und Ermutigung.

Man soll nicht so viel loben, sondern viel mehr ermutigen, übrigens auch die Partner, nicht nur die Kinder. Bei den Ehemännern sagt man dann also nicht mehr „Toll, dass Du gestaubsaugt hast, Du bist doch der Beste!“, sondern man formuliert korrekt: „Ich sehe, Du hast gerade gestaubsaugt. Bestimmt bist Du jetzt sehr stolz auf Dich.“

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der ehelichen Anwendung.

12 Kommentare

  1. hmmmm. Ich verfolge ja mehr die Taktik des aktiven Lob-Einforderns. Schaffe ich es mal, eine Aufgabe ungewöhnlich fristgerecht zu erledigen oder in mich gesetzte unrealistische Erwartungen zu erfüllen (beispielsweise eine „Wir fahren um Punkt xy Uhr los, bis dahin musst Du fertig sein!“ Terminforderung) stelle ich mich schonmal gerne hin und sage zu meinem Mann „Schatz! Ich bin abreisefertig, 5 Minuten vor der Zeit! Jetzt lob mich doch mal!“
    Meistens tut er auch es auch. Aber irgendwie fühle ich, dass er das Lob nicht immer ganz aufrichtig meint *seufz*.

  2. Das schreibt http://amzn.to/vpXo6g Richard Wisemann in seinem ziemlich sehr guten Buch mit dem ziemlich sehr schlechten Titel „Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern“ so ähnlich:

    Man solle ein Kind nicht loben wie klug es ist, sondern, wie sehr es sich angestrengt hat. (Steht glaube ich in einer der ganz letzten Kapitel)

  3. Das sind wahre Perlen der Pädagogik, diese Weisheiten. Und da erzähle ich meinen Studenten immer, es gäbe keine Patentrezepte… Das wird sofort geändert. 😉

  4. Ich so als Ehemann fühle mich nach so einem Satz (bestimmt biste gezz stolz auf dich) wie üblich völlig unverstanden und nicht ernst genommen.
    Da gibt man sich mal einen Riesenruck, nimmt nach Feierabend oder gar am Wochenende das Haushaltsgerät in die Hand, um der Gattin was von der vielen Arbeit abzunehmen – und zum Dank erntet man Hohn und Spott. Pah!

  5. Mir scheint, es könnte diesbezüglich – wie schon in anderen Kommentaren angeklungen ist – zu schweren Missverständnissen kommen. „Bestimmt bist du sehr stolz auf dich“ habe ich hier in Österreich nämlich bislang fast ausschließlich mit negativer Konnotation gehört …

  6. Oh ja, haltet die Kameras griffbereit wenn die jeweiligen Herzdamen das ihren Herzkönigen SO kommunizieren. Die fotografierten, gesammelten Werke tät ich dann gern mal sehen .
    *kichergiggelschmeissmichwechvorlachen*

  7. und mein Herzkönig fühlt sich schon nicht ernstgenommen, wenn ich ihm lobend übers Haupt streichle mit den Worten „Hast du gut gemacht!“ – warum nur?? 😉

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