Erfahrungswerte

Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal mit einem IT-Chef zusammengearbeitet, der immer dann, wenn jemand mit hysterischer Schnappatmung zu ihm gelaufen kam und fiepend und mit fliegenden Händen von Katastrophen und Desastern auf seinem PC berichtete, sich erst einmal langsam eine Pfeife stopfte, diese dann mit mehreren Streichhölzern anzündete, sich genüsslich paffend in dichten Rauch hüllte und aus der allmählich dichter werdenden, angenehm duftenden Wolke heraus leise murmelnd verkündete: „Gehen Sie zurück in Ihr Büro und beobachten Sie die Situation.“ Dann lehnte er sich bequem zurück und wartete ab. Der Satz war natürlich ein Running Gag in der Firma.

Heute, nach dem ich selbst viele Jahre auf die eine oder andere Art Software-Support geleistet habe, weiß ich erst – der Mann war gut. Nur bleibt die Frage, was nehme ich bloß statt der Pfeife?

17 Kommentare

  1. Ne Sellerie-Stange evtl.?
    Gibt dem ganzen so etwas Revoluzzer-Ökomäßiges….
    find‘ ich.
    Und unterstreicht Ihre persönliche vegetarische Note.
    😉

  2. An Ihrer Stell würde ich am Schreibtisch ein Cape tragen. Sie wissen schon, so etwas Seidenes, Christopher-Lee-artiges. Bei Bedarf könnten Sie dann den Kragen hochstellen und sich in den Kokon des Capes zurückziehen.

    Sollte der Effekt nicht ausreichen, könnten Sie unter den Schreibtisch womöglich noch einen Treteimer mit Trockeneis stellen, den Sie im Eintrittsfall links- oder rechtsfüßig bedienen könnten.

  3. Sie könnten anfangen, Sushi zu rollen. Dauert eine Weile und man könnte auch ein einträgliches Nebengeschäft eröffnen, je nach Menge der Anfragen, die am Tag so auflaufen. Kann man ja nicht alles selber essen.

  4. Der Mann war offensichtlich sehr gut, denn der Fragende wusste sofort woran er ist.

    Ich kenne leider nur die Art Computer- oder Softwaresupport, die darauf hinweist, das man das Problem nur im Dialog mit Herrn oder Frau xy (z.T. mit dem Zusatz „von der Firma yz“) lösen könne. Was einem zumindest suggeriert, es gäbe eine Lösung.
    Der Dialog wird dann sofort aufgenommen, führt dann aber noch nicht zu Ziel. Besagter Computer- oder Softwaresupport und Herrn oder Frau xy (z.T. mit dem Zusatz „von der Firma yz“) verabreden sich darauf wieder miteinander zu sprechen, wenn jeder seine „Hausaufgaben“ gemacht hat.
    Frage ich 2 Wochen später beim Computer- oder Softwaresupport nach, sagt der „ich habe meinen Teil fertig aber Herrn oder Frau xy (z.T. mit dem Zusatz „von der Firma yz“) hat sich noch nicht gemeldet“. Nachgefragt bei xy wurde natürlich nicht. Wenn ich dann selbst xy anrufe, erhalte ich zu 100 % die Aussage „ich habe meinen Teil fertig aber Herrn oder Frau Computer- oder Softwaresupport hat sich bei mir nicht gemeldet“. Auch hier hat man nicht nachgefragt.
    Auf meine Anregung hin telefonieren nun Computer- oder Softwaresupport und Herrn oder Frau xy (z.T. mit dem Zusatz „von der Firma yz“) und stellen fest, dass trotz der gegenseitigen Korrekturen das Problem nicht gelöst ist, und man verabredet sich zu einer nächsten Runde Korrkturen auf beiden Seiten.
    Inzwischen ist mir klar, dass dieses in einer Endlosschleife endet und mein Problem nicht zu lösen ist. Hätte ich diese Info schon am Anfang, wahlweise in Pfeifen- oder Räucherstäbchenrauch verpackt bekommen, hätte ich mich nur einmal geärgert.
    Mein Reümee: Ein großer Teil der „EDVer“ sind kleine Autisten, die Probleme mit der Kommunikation untereinander, zum Kunden und zum Anwender haben. Die Variante mit der Pfeife ist da nur konsequent.

    Natürlich gibt es bei den „EDVern“ auch löbliche Ausnahmen. Manche von denen schreiben sehr amünsante, anregende Blogs.

    *ich ducke mich schon mal vor den Schlägen, die mich nun von allen EDV-Seiten treffen werden*

  5. muss es etwas sein, dass dich in Rauch hüllt? Dann plädiere ich wie frauziefle für Räucherstäbchen – gibts sicherlich auch in einer Art Pfeifenduft ;-), ansonsten Wasserpfeife, aber die ist wohlmöglich im Büro nicht erlaubt, könnte aber für entspannte Stimmung sorgen.
    Oder einer Sanduhr beim Versickern der Zeit zuschauen, während der MItarbeiter wieder in sein Zimmerchen zurückgelaufen ist.

    Frohes Entspannen am Home-Office-Tag wünscht,

    Sven

  6. Ein Pralineé, eingepackt in diesem glitzernden Alu, mit einer extra Klarsichtfolie drumherum und bevor der Satz fällt, noch genüsslich zurücklehnen und das Einpackmaterial mit einer Hand zusammen Knüllen, dass es noch knistert, dabei langsam auf die Praline beissen….

  7. Oder auch schön: Borgen Sie sich eine Piraten-AUgenklappe von Sohn I und besorgen Sie sich eine weiße Perserkatze und ein Aquarium mit Piranjas!

  8. Nur bleibt die Frage, was nehme ich bloß statt der Pfeife?

    Viel Geld für diesen Tipp???!?!?! 😉

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