Auf dem Arbeitsweg

Seit Jahren frage ich mich, was da eigentlich heißen soll. „Die eigene Geschichte“ – ist das Kunst, war das mal eine Botschaft in irgendeinem Kontext, kann das weg? Hinter dem Schriftzug steht die Kunsthalle, Objekte in ihrer Nähe stehen natürlich unter Generalverdacht.

Man könnte es sicher einfach googeln, aber das vergesse ich regelmäßig und wenn ich einmal daran denke, scheint es mir, dass es vielleicht als Rätsel auch ganz nett ist- und ich lasse es.  Die eigene Geschichte. Und dann der Gedanke, dass Tausende Reisende jeden Tag aus ihrem Zugfenster im Vorbeirollen diesen Schriftzug lesen und „Die eigene Geschichte? Ja was jetzt?“ denken, der Gedanke hat natürlich etwas.

Ich habe weiterhin überhaupt keine Ahnung, was das da soll. Aber ich schreibe auf Verdacht weiter eigene Geschichten, am Ende ist es eine Anweisung?

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14 Kommentare

  1. Ich erinnere mich dunkel, daß das in den 90ern oder Anfang des Jahrtausends ein Projekt einer Künstlerin war, aber habe ihren Namen vergessen. Da gab es mehrere dazugehörige Installationen im öffentlichen Raum, vorwiegend von den Gleisen aus zu sehen. Da ich aber fast nie Bahn fahre, schon gar nicht in der Gegend dort, habe ich das nicht mehr so vor Augen bzw. im Gedächtnis. Und zum Googlen bin ich zu faul. 🙂

  2. Nachdem 2010 die A40, also die Autobahn quer durchs Ruhrgebiet sich selber feierte fahre ich regelmäßig unter dem schönen Satz „Ich bin eine von wir“ drunter her. Steht auf einer Brücke in Richtung Dortmund und ist bestimmt irgendwie gemeint.

    Ach guck, Pointe vergessen, jetzt habe ich einen „Ich auch“-Kommentar geschrieben. Man hats nicht leicht.

  3. Finde ich schön, dass du es nicht nachschaust. Dann vielleicht dabei belassen und nicht auf den Link oben klicken. So wie es aussieht, macht der Schriftzug mit dir genau das, was er soll … gefällt mir 🙂
    (@Christian: Dieser olle Schriftzug im Pott hingegen ist sicher irgendwie gemeint. Denke ich mir auch immer, wenn ich drunter her fahre. Blöd nur, wenn keiner weiß wie. Da krieg ich die Piselotten, echt jetzt.)

  4. Vor allem nicht einfach die eigene Geschichte, sondern die eigene GESCHICHTE. (Übrigens ein sehr merkwürdiges Wort, wenn man es lange genug anstarrt…)

  5. Mir fällt der Schriftzug (die eigene GESCHICHTE) auch immer auf und ich muss sagen, ich mag das leicht Rätselhafte daran. Wenn vielleicht (fast) jeder wenigstens für einen Moment mal über seine eigene GESCHICHTE nachdenkt…

    Der Spruch aus dem Ruhrpott hat aber auch was, ganz klar!

  6. Nicht nachgucken! Mich hat dieser Beitrag gerade nämlich dazu angeregt, endlich mal zu googeln, was es mit einem Satz an der Weserburg in Bremen auf sich hat, der da auf Deutsch und Englisch steht… und musste feststellen, dass er keine weitere Aussage hat sondern bedeuten soll, dass man Kunst nicht immer verstehen muss.. „die Bedeutung des Textes entzieht sich letztlich einer genauen Definition.“
    Ziemlich desillusionierend…

  7. Unbedingt.

    Und alles Gute zum Geburtstag!
    „Kummer sei lahm, Sorge sein blind – es lebe das Geburtstagskind“
    (Mein derzeitiger So-schlecht-dass-er-schon-wieder-gut-ist Geburststagsspruch)

  8. Ups… Geburtstag? Was manche hier alles wissen… na denn:

    „Er lebe hoch!“

    Zum Foto: Trotz Kunsthalle hat mein müdes Hirn jahrelang „Museum für Hamburgische Geschichte – dort müsste ich eigentlich auch mal wieder hin“ assoziiert. Das Ganze dann so lange, bis ich den Schriftzug nicht mehr wahr nahm und nehme. Vermute, dass ich ihn morgen wieder bewusst sehen werde 🙂

  9. Ich hab das Ding erst gestern aus dem ICE raus fotografiert und dann zu Hause gegoogelt und dabei gelernt, dass mir der Schriftzug noch an zwei anderen Stellen und sowieso schon vor Jahren hätte auffallen können.

  10. Ok, ich geb’s zu: Ich habe es gerade eben gegooglet. Ich sage nichts, aber finde den Hintergedanken treffend und freu mich jetzt noch mehr auf Hamburg.

    Und auch ohne persönliches Erfahren des Schriftzugs, widme ich mich nun dem Hintergedanken. Gute Nacht allerseits!

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