Aufklärung schadet nie

Es kann unangenehm sein, mit einem kleinen Kind in eine sehr volle S-.Bahn einzusteigen. Das Kind wird zwischen Koffer, Rucksäcke und Handtaschen gequetscht, es ist zu schwach, um sich seinen Platz zu erkämpfen und schafft es mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht bis an ein Fenster, was die Laune in der Regel nicht hebt.

Da hilft es ungemein, wenn das Kind während der Fahrt ein buntes Blatt Papier aus der Tasche zieht, und den Vater bittet, den Zettel vorzulesen.

Sohn I: „Papa, hier, das ist aus der Kita, das haben die heute verteilt. Lies mal vor, bitte.“
Ich: „Murmelmurmelmurmel.“

Sohn I: „Was? Ich versteh nichts, Du redest so leise.“
Ich: „Murmelmurmelmurmel.“

Sohn I: „Papa, das geht nicht, ich höre ja gar nichts!“
Ich: „Okay: LÄUSE-INFO FÜR ALLE ELTERN. WAS TUN, WENN LÄUSE GEFUNDEN WERDEN?“

Und ringsum wurde spontan sehr freundlich Platz gemacht, es lichtete sich zusehends um uns herum, bis der Sohn in Frieden an einer Stange turnen konnte. Diese handlichen Info-Zettel sind wirklich sehr praktisch.

4 Kommentare

  1. Die Berliner Erwachsenen erkämpfen ihren eigenen, großzügig bemessenen Platz damit, dass sie vorher entweder Unmassen an Knoblauch oder Döner mit einer Extraportion Zwiebeln essen. – Tipp für später, wenn Sohn I größer wird, soll er es so probieren.

  2. Hi hi hi ich war als junge Studentin mal in Paris untergebracht und wollte in der Apotheke was gegen Wanzen kaufen – ich sag Ihnen, in einem relativ feinen Arrondissement war man da ganz schnell eine Aussätzige. Und die Apotheke no-go Land, bei SOLCHEN Kunden ….

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