Ein Arschmops von Woche

So würde es Sohn II jedenfalls vermutlich ausdrücken, wenn er diesen Blogeintrag hätte betiteln müssen. Er ist faszinierend kreativ mit Schimpfwörtern, wir zählen das zu den sinnvolleren Begabungen. Die Woche war jedenfalls so unentspannt und von Terminen und Arbeit zerfieselt, dass die zwei Stunden auf dem Zahnarztstuhl mit Abstand der ruhigste Moment waren, da gewinnt man doch glatt ein ganz neues Verhältnis zu diesem Berufsstand.  Man darf liegen und muss nichts sagen, manchmal ist das schon viel.  Keine Zeit für Blogeinträge, aber wenn ich Zeit hätte, dann würde ich dominomäßig an diesen Text drüben bei Anne noch etwas anlegen, denn die Benennung von Kindergartengruppen scheint mir ein thematischer Abgrund von besonderer Tiefe zu sein.  Wie auch die Benennung von Kindergärten. Vielleicht möchte der eine oder andere drüben in den Kommentaren noch faszinierende Beispiele beisteuern?

Ich ziehe mich auf der Suche nach der seelischen Wiederaufknuspertaste aufs Land zurück und sehe mir verregnete Landschaften ohne Höhepunkte, Schönheit und Charme in nasskaltem Wetter an.  Das gibt immer so ein heimeliges Gefühl, für uns Bewohner der norddeutschen Tiefebene.


11 Kommentare

  1. Ich lebe in Dubai und der – von einer Österreicherin – geleitete Kindergarten meiner Tochter hieß tatsächlich „Children’s Garden“, einfach mal Kindergarten aus dem Deutschen übersetzt. Die Gruppennamen waren dagegen eher gewöhnungsbedürftig: Arabian Oryx, Gekko, Falcon oder Arabian Hare – immerhin alles Tiere, die im Mittleren Osten ansässig sind….;-)

  2. Arschmopsgruppe. Gnihihi.

    Ansonsten wünsche ich mir mehr diesen Artikel dann halt später. Wenn die seelische Wiederaufknuspertaste ausreichend oft erfolgreich gedrückt wurde dann eben.

    Gute Erholung!

  3. Die kleinen sind bei den Marienkäfern („Marinis“), dann die Igelkinder. Und Vorschulkinder dürfen sich ein Tier aussuchen, aktuell Tiger…

  4. Sohn II sollte doch auf jeden Fall jetzt schon auf einem der seltenen Gymnasien mit „Wortfindungs-Kreativitäts-Klassen“ angemeldet werden, denn solch eine außergewöhnliche Begabung gehört natürlich entsprechend gehegt und gepflegt 🙂 – irgendwo muss ja unser Journalisten- und Schriftstellernachwuchs trainieren.
    Kindergartengruppennamen könnte ich nur sehr langweilige und unkreative beisteuern, lasse ich also.

  5. Ich war damals in der Schmetterlingsgruppe, nebenan waren die Marienkäfer. An meinem Jackenhaken klebte ein Zebra, das ich jahrelang vehement für mein Sternzeichen hielt. Was das wohl über mich aussagt?
    Bei der Abschlussfeier habe ich in den Stuhlkreis gekotzt und musste deshalb, statt an der Geister-Nachtwanderung teilzunehmen und im Kindergarten zu schlafen, zu Hause das Bett hüten. Abschlussfeiern sind seitdem mit einem schlechten Gefühl behaftet.

  6. bei uns gibt es die Raupen (Als Krippenkinder) und die Schmetterlinge.
    Ebenso weitere tiernamen, die scheinbar willkürlich gewählt sind und nicht thematisch zusammenpassen (also nur urwaldtiere oder so).
    ich finde es gar nicht schlecht, dass die kinder die namen selber wählen können, aber ist das nicht eine überforderung? vor und nachnamen sucht man ja auch nicht aus und muss mit jeweiligen stigmata und spitznamen leben…

  7. @Coco Lores: Best Kommentar Ever!

    Zum Thema: Bei mir hieß es früher (80er) rote/ grüne/ gelbe/ blaue Gruppe. Als jemand, der situationsbedingt die Namensentwicklung nicht weiter verfolgt hat, hätte ich vermutet, heute hieße es einfach „team red“, „team blue“ etc….

  8. Moin 🙂 Die KiGa Gruppen unseres Kleinsten heissen ebenfalls nur ROT, GRÜN, ORANGE… das Ganze allerdings „Im Schlösschen“!
    Nun in der Schule wird’s lustig, statt einfach 1a, 1b usw. gibt’s JETZT ENDLICH Tiernamen, jeah! Naja, wir haben die Hund-Klasse erwischt, besser als die „Elefanten“?!

  9. Unglaublich, dass ihr euch alle an diese Namen erinnern könnt.
    Ich weiß das alles nicht mehr. Ich erinnere mich lediglich daran aus Gewürzen wie Nelken, getrockneten Orangenscheiben oder Sternanis so komische Gewürzbilder gebastelt zu haben Und daran, dass ich mir beim Schukeln fürchterlich die Birne angestoßen habe, weil der Schaukelaufbau Metallbeine hatte. Aber Namen? Nein, da muss ich mal meine Eltern fragen.

    Davon abgesehen finde ich „Arschmops von Woche“ einen ganz grandiosen Ausdruck, den ich jetzt, hier und sofort adoptieren will. Genauso wie die seelische Wiederaufknuspertaste. Großartig!

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