Woanders – diesmal mit Märchen, digitalem Spielzeug, Spaghetti und anderem

Bei der lieben Nessy ein Text über die traumatischen Folgen der ersten Bühnenrollen, die man gemeinhin im Kindergarten übernimmt. Vor diesem Hintergrund bin ich gespannt, was Sohn I aus seiner Rolle als „Erster Zwerg“ bei Schneewittchen macht. Leider werden wir wohl nicht erfahren, was er dann später seinem Therapeuten darüber erzählen wird.

 

Bei Antje Schrupp ein Text über Facebook und die Facebook-Gegner und Twitter und überhaupt. Unterschreibe ich so.

 

Wie Zalando und Amazon gegen Gentrification helfen. Ein interessanter Hinweis bei der Sopranisse.

 

Nico Lumma über Kinder und digitales Spielzeug – bei diesem Thema sehe ich meistens alles genau wie Nico. Und, wie ich leider immer wieder feststelle – man ist deutlich in der Minderheit, wenn man das so sieht wie Nico, oder wie ich. Furchtbar viele Eltern halten nach wie vor Vermeidung, Abschottung und Verbote  tatsächlich für eine zeitgemäße und zielführende Medienerziehung. „Er spielt doch so schön mit den Holzklötzchen!“ Hilf Himmel. Nichts gegen Holzklötzchen, versteht sich, alles zu seiner Zeit. Wenn Ihr die dümmsten User aller Zeiten heranziehen wollt, dann macht nur weiter so.

 

Ein Text über ein Ende.

 

In der Zeit schreibt der Wader unser etwas über das Träumen.

 

 

MC Winkel erstattet Anzeige gegen einen Abmahnanwalt. Sehr, sehr gut.

 

Ich lese gerade ein Buch, das in Russland spielt (dazu in Kürze mehr), da komme mir solche Bildstrecken wie die hier über den Jenissei gerade recht. In der Sprache der sibirischen Stämme hieß Jenissei übrigens „Großwasser.“ Passt schon.

 

Und zum Schluss das beste Essen der Woche, das entgegen aller Gewohnheit und Wahrscheinlichkeit schon wieder von der Herzdame gekocht wurde: Spaghetti Carbonara. Die passende Musik dazu nicht vergessen, man muss es ja gerade auch Jüngeren richtig nahebringen, was beim Kochen gesungen werden muss.  Wie schmeckt denn das sonst!

Kurz und klein

Um wieder einmal eine neue Rubrik einzuführen. Ich muss meinem Jäger- und Sammlerdasein ja irgendwie online gerecht werden, wenn ich nicht vor die Tür gehen möchte, und wer will das schon, im November. Viele Blogger posten einmal im Monat ihre Lieblingstweets, ich lese das immer gerne – und mache das jetzt auch. Allerdings monothematisch. Siehe Titel.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie es wird

In Kürze beginnen die Weihnachtsmärkte. Genau genommen schon morgen. Man kann also bald wieder Tannenbäume, Mistelzweige und Deko-Engelchen kaufen, Glühwein trinken und sich an jeder Ecke mit „Last Christmas“ beschallen lassen, eine typisch deutsche Vorweihnachtszeit bricht an. Die Kinder werden mit kleinen Tütchen nach Hause kommen, in denen selbstgebackene Kekse sein werden, in der Kita oder der Schule gebacken.  In deutschen Bildungseinrichtungen ist gemeinschaftliches Backen zu dieser Jahreszeit Pflicht, daran kommt man nicht vorbei. Sie werden uns die Tütchen freudig präsentieren, die lieben Kleinen, wir werden einen Keks essen und er wird wie Kistenholz mit Zucker schmecken, aber wir werden strahlend hm! sagen und den Rest für später aufheben. Wir werden nach der Arbeit in brechend vollen Innenstädten fluchend Geschenke kaufen gehen. Wir werden dieses verdammte Last Christmas so hassen, wie man ein Lied nur hassen kann, dann werden wir uns doch wieder dabei erwischen, es selbst zu pfeifen. Wir werden im Weihnachtsmärchen einschlafen, wir werden uns auf Weihnachtsfeiern gehen lassen, wir werden billige Schokoladenweihnachtsmänner auf dem Schreibtisch haben. Wir werden mehr essen als uns gut tun kann und es werden keine gesunden Sachen sein. Wir werden uns mit der Verwandtschaft anlegen, weil wieder nicht klar ist, wer nun eigentlich zu wem kommt. Wir werden uns um das Festessen streiten, ich muss doch bitten, Kartoffelsalat?  Geht’s noch? Wir werden uns schließlich, wenn fast alles geschafft ist,  noch panisch an Silvester erinnern, das gibt es ja auch, Du lieber Himmel. Wohin? Was? Mit wem?

Und wir werden zwischen den Jahren irgendwann eine Stunde tatsächlich frei haben, richtig frei, ganz frei. Und es wird nicht mehr Last Christmas gespielt werden, denn Weihnachten wird vorbei sein, und es werden auch noch keine Böller zu hören sein. Die Kinder werden mit neuem Spielzeug spielen und uns gar nicht brauchen. Wir werden da einfach nur sitzen.  Pappsatt und matt werden wir sein, während wir da so sitzen, nicht mal einer  dieser furchtbaren Kinderkekse würde noch hineinpassen. Vielleicht wird draußen ein wenig Schnee liegen. Und wir werden uns ein wenig strecken, eine Hand auf dem vollen Bauch, und leise sagen: „Ach ja. Irgendwie doch schön.“

Genau so wird es sein.

Dieser Text erschien in etwas kürzerer Form als Kolumne in den Lübecker Nachrichten und in der Ostsee-Zeitung.


Der Rest von Hamburg (19) – Update mit Hamm und reichlich München

Raventhird schreibt einen längeren und sehr lohnenden Text zu Hamm. Auf der Übersichtsseite finden sich jetzt schon sechs Texte zu München – alle hier in der Übersicht zu finden.

Die Ruhrgebietssammlung bei Anne gedeiht auch, dort kann man sogar eine Karte anklicken. Düsseldorf kommt noch nicht in Schwung, aber das kann ja noch werden.

Aus gut unterrichteten Quellen wird mir die in Kürze zu erwartende Lieferung von Texten u.a. zu der Uhlenhorst und zu Istanbul gemeldet. Ja, Istanbul.  Ich freue mich.