Das kultivierte Kind

Ich: „Was war denn mit Deiner Freundin heute?“

Sohn I: „Die konnte nicht kommen, die war krank. Sie hat sich übergeben müssen.“

Ich: „Oh, das hast du aber gut ausgedrückt, tolle Wortwahl. Gefällt mir. “

Sohn I: „Ja, übergeben. Weißt Du, voll so KOTZ KOTZ.“

Und dann machte er mit schnell in den Mund gestopften Brotbissen sehr plastisch vor, was da genau passiert ist.


6 Kommentare

  1. Tja, so genau ist es in der Pädagogik nie abschätzbar wohin Verstärkung führt!!!
    Die Vieseitigkeit des Sohnes ist auch ein kultureller Wert :Er kann so und kann auch anders…

  2. Tja, so sind sie. Unser Sohn macht das immer noch, diese sehr bildlichen Beschreibungen über körperliche Zustände, bevorzugt beim Essen.

  3. In beispielhafter Weise hat unser junger Freund das unermessliche Leid seiner Gefährtin, das in den Worten „voll so KOTZ KOTZ“ zunächst zaghaft und poetisch-verspielt angedeutet ist, nachempfinden wollen.
    Guter Junge.
    Ein Held.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.