Woanders – diesmal mit Neusprech, einem Beatboxer, Helgoland und anderem

In der NZZ geht es um Neusprech. Das wird inhaltlich nicht jedem gefallen, interessant ist es aber allemal. Ich enthalte mich einfach noch ein paar Jahre dezent der Meinungsbildung, ich weiß nicht recht. Ich habe aber neulich doch sehr gelacht, als ich am Kiosk einen Text über mich in einer großen deutschen Frauenzeitschrift suchte. Denn in der beginnt das Editorial tatsächlich mit der Anrede “Liebe Leser”. Kein Scherz.

Anders-anziehen über eine Restauratorin.

Film: Ein wirklich erstaunlicher Beatboxer.

Bilder: Das Flugzeug von Led Zeppelin.

Bilder: Ich habe tatsächlich in diesem Happy-Family-Blog hier noch nie irgendwas gelesen, ich sehe mir da immer nur die Bilder an. Klingt nicht so, als würde es für das Blog sprechen, ist aber doch so. Und obwohl ich meine Kinder nie so im Internet präsentieren würde, bin ich oft gerade von den Familienszenen da fasziniert. Wie gekonnt die aufgenommen sind, wie wenig inszeniert die oft aussehen, wie schön viele sind. Und dann frage ich mich, warum ich so etwas nicht auch aufnehme, wenn schon nicht für die Öffentlichkeit, dann doch für die private Erinnerung? Das wäre doch toll? Die Antwort ist natürlich ganz einfach: Weil ich es schlicht nicht kann. Aber ab und zu neidisch hingucken, das kann man ja. Man versteht wahrscheinlich, was ich meine, wenn man da im Blog etwas zurückblättert. Da ist auch vieles dabei, das ich eher kitschig finde, aber gerade die eher alltäglichen anmutenden Bilder gefallen mir.

 

 

Auf Eiderstedt

Eiderstedt ist das Gegenteil von Hamburg-Mitte, deswegen müssen wir da ab und zu mal hin. Um uns daran zu erinnern, dass es menschenleere Wege auch noch gibt. Dass es die gute Luft noch gibt, den unverbauten Horizont und den ungeheuren Himmel, dass es noch frei vagabundierende Wolkengebilde und absurd viel Gegend gibt.

Unbenannt

Einmal zum Leuchtturm von Westerhever laufen, durch Salzwiesen und Schafschiet. Am Parkplatz steht der freundliche Mann, der den ganzen Tag an jedem Autofenster “Moin Moin, drei Euro” sagt, immer wieder. Ein Tourist fragt ihn nach der Uhrzeit. Der Parkplatzwächter schiebt die Dienstmütze hoch und fragt zurück: “Machen sie hier Urlaub oder wat?” “Ja”, sagt der Tourist. “Na, dann ist die Uhrzeit auch egal”, sagt der Parkplatzwächter und wendet sich dem nächsten Autofenster zu.

Unbenannt

Immer wieder Gegend angucken. Das macht man als Hamburger im Alltag eher nicht so, aber hier muss man das dann. Das kennt das Auge gar nicht mehr, dass es so weit kommt.

Unbenannt

Und immer gucken, wer guckt. Das macht man als Hamburger natürlich auch, aber hier ist es anders.

Unbenannt

Das Bodenständige an den Nordfriesen lieben, den Sinn für das Praktische und Sinnvolle.

Unbenannt

Da müsste man öfter hin, in die Gegend. Denke ich jedes Jahr. Und dann klappt es wieder nicht.