Woanders – diesmal mit einem Textgenerator, Bredstedt, Mathematik und anderem

Ein total praktischer Textgenerator für Chefredakteure etc., die Food-Content ankündigen müssen.

Oliver Driesen lernt etwas in Bredstedt. Und lustig ist das nun wirklich nicht. Aber hey, es ist November.

Ein Text aus dem Oktober, klingt aber nach November. Rosi.

Was die Simpsons mit Mathematik zu tun haben. Viel mehr als Sie denken, darf man wohl annehmen.

Die Wissenschaft kümmert sich um den Stammbaum von Rotkäppchen.

Ein Schäfer schreibt, warum er twittert. Via Tillmann auf Twitter.

Im Lawblog geht es um befremdliches Verhalten einiger Polizisten. Lesen und staunen.

Amerikanische Meldung: “Jugendliche schreiben so viel wie noch nie.” Deutsche Reaktion darauf vermutlich: Dann machen sie ja noch mehr Rechtscheibfehler! Weltuntergang!

Bilder: Das ist definitiv nichts für mich.

Bilder: Menschen in Sibirien.

Bilder: Schönheitspflege in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts.

Bilder: Und nun noch etwas Architekturgeschichte.

Die Wurzel allen Übels

Viele Menschen beklagen sich, dass wir in diesem Land immer griesgrämiger werden. Die Höflichkeit nimmt ab, schlechte Laune wird immer hemmungsloser ausgelebt. Jeder muffelt vor sich hin und Rücksicht, Charme und Freundlichkeit sind akut vom Aussterben bedroht. Stimmt doch, nicht wahr? Aber ja. Und wie das stimmt.

Es gibt viele Theorien, warum das so ist, es gibt Annahmen von Soziologen, Politikern und Geistlichen, die sich berufen fühlen, die Welt zu erklären. Ich halte nichts von all diesen Theorien. Ich glaube, man muss, um das Phänomen zu verstehen, dahin gehen, wo die Unfreundlichkeit entsteht. Man muss also, Sie werden es sich als mitdenkender Mensch bereits gedacht haben, zum Pfandautomaten.

Denn dort entsteht schlechte Laune, dort wird Aggression erzeugt, dort vergeht einem die Nettigkeit. Es sind diese desaströs schlecht funktionierenden Geräte, die noch den duldsamsten Kunden in die Verzweiflung und die Bitternis treiben. Es sind diese Elendsmaschinen, die aus friedfertigen Menschen böse Nachbarn, missmutige Kollegen und giftige Eltern machen. Mit jeder unverarbeitet wieder ausgespuckten Flasche geht es weiter bergab mit diesem Land, mit jedem verweigerten Einlesevorgang wird uns Höflichkeit entzogen, nähern wir uns unaufhaltsam der Barbarei.

Früher, die Älteren erinnern sich, gab es noch echte Menschen, die Leergut angenommen haben.  Das war ein normaler Job. Diese Menschen  waren manchmal schlecht gelaunt, aber die haben immer funktioniert. Tadellos haben die funktioniert! Und es war ihnen egal, wie herum man ihnen die Flaschen gereicht hat und man musste ihnen auch nicht alle Flaschen neunmal in die Hand drücken, bis sie sie endlich angenommen haben. Sie haben alles einfach genommen, sie haben ihren Job gemacht und man ging dann fröhlich hüpfend und bestens gelaunt seines Weges. So war das. Damals.

Und jetzt alle: War! Das! Schön!

(Dieser Text erschien als Sonntags-Kolumne in den Lübecker Nachrichten und in der Ostsee-Zeitung)