(Der Buddenbohm zwar auch, aber der hat überhaupt nichts verstanden. Und Sohn 1 war schon x-mal da.)

Hier kommt jetzt erst einmal Sohn 2 zu Wort, und zwar mit seinem ersten komplett selbst getippten Text:

Mein erster Besuch in der Goblinstadt

Heute war ich mit meiner Familie in der Goblinstadt. Das ist eine Fäntesiewelt, da kann man Rätsel lösen. Man sucht sich einen Charakter aus. Jeder bekommt eine Ausstattung mit der er spielen kann. Wenn man einen Auftrag gelöst hat, bekommt man als Belohnung Rohstoffe. Die kann man mit anderen tauschen. Wenn man genug hat, kann man sich aufleveln. Und so immer weiterspielen. Man kann die Charaktere und die Rohstoffe auch mit nach Hause mitnehmen und ein anderes Mal weiterspielen. Die Goblinstadt hat mir sehr gut gefallen.

Boff! Ende Gelände!

Und jetzt die Herzdame:

Bei Sohn 1 gab es Zeugnisse und weil er sich so richtig angestrengt hatte, musste das gebührend mit einem Familienevent gefeiert werden. Er durfte aussuchen, also musste nun die ganze Familie mit in die Goblinstadt.

Die Goblinstadt ist eine Rollenspiel-Anlage, wo Kinder ab 7 Jahren in einer „Fäntesiewelt“ – wie Sohn 2 bereits schrieb – Aufgaben lösen müssen. Dafür gibt es dann Belohnungen in Form von Rohstoffen. Das Regelwerk der Goblinstadt umfasst 20 PDF-Seiten und ist für Erwachsene ungefähr so einleuchtend wie die Spielregeln von Pokémonkarten oder diese ganzen Apps wie „Monster Legends“ & Co. Sohn 1 war aber schon ein paar Mal dort gewesen und ist absoluter Kenner. Für alle anderen gab es am Anfang eine Spieleinführung.

Und was wäre ein Rollenspiel ohne Rollen? Sohn 2 wurde Krieger (was sonst), Sohn 1 Magier, der Gatte Heiler (auch wenn er nichts kapiert hat) und ich Schlitzohr (nun ja). Wir bekamen entsprechend der Rollen unsere Ausrüstung, die uns helfen sollte, die Aufgaben zu lösen. Sohn 2 bekam ein Schwert, um uns gegen Monster zu verteidigen, der Gatte eine Umhängetasche mit Verbandsmaterial, Sohn 1 eine Lampe, um uns in der düsteren Stadt zu leuchten und ich einen Schlüssel, um verschlossene Türen zu öffnen.

Sohn II in der Goblinstadt

Außerdem bekamen wir erst einmal einen Grundstock an Rohstoffkarten. Weitere Rohstoffe gibt es später als Belohnung für eine gelöste Aufgabe. Diese Karten benötigt man, um sich „aufzuleveln“ wie Sohn 1 uns erklärte. Mit jedem „Aufleveln“ gibt es bessere Fähigkeiten. Uff! Ich versuchte dem Ganzen zu folgen, während der Gatte schon komplett abgeschaltet hatte und nur noch Schritt für Schritt das tat, was man ihm sagte: „Gib den Verband!“, „Nimm deine Rohstoffe!“, „Halt mal die Lampe!“, „Komm jetzt mit!“.

Dann mussten wir unsere erste Aufgabe lösen. Dafür mussten wie durch die Gänge und Häuser der Stadt wandern und im Dunkeln mögliche Hinweise finden. Die Söhne rannten aufgeregt vorweg, ich hinterher, weil ich Rätsel lösen eigentlich ganz gut finde. Der Gatte blieb irgendwo in den Gängen zurück und starrte Löcher in die Dunkelheit. Nach gelöster Aufgabe, sammelten wir den Gatten wieder ein und holten unsere Belohnungen bzw. Rohstoffe ab.

Aufgabenkarten n der Goblinstadt

Danach das nächste Programmhighlight. Wir suchten uns einen freien Tisch und bereiteten unsere Rohstoffe aus. Es dauerte keine Sekunde, schon standen Tausende Ritter, Magier, Heiler und Schlitzohren um uns herum und wollten mit uns Karten tauschen. Der Kartentausch ist wichtig, damit man sich schneller „aufleveln“ kann. Und es fühlt sich so ähnlich an, wie Paninibildchen tauschen bei der Fußball-WM.

Nach erfolgreichem Tausch konnten wir uns alle „aufleveln“ und uns den neuen Auftrag abholen. Wir zogen den Gatten hinter uns her und weiter ging es, die nächsten Rätsel lösen.

Als Eltern muss man nicht mitspielen, sondern kann auch entspannt am Tisch sitzen bleiben, Automaten-Cappuccino trinken und die Rohstoffe bewachen. Am besten bringt man sich aber ein Buch und eigenen Kaffee mit, weil es zum einen keinen Empfang oder WLAN gibt und zum anderen der Pulvercappuccino unterirdisch schmeckt.

Aber sonst ist die Goblinstadt eine feine Sache. Rundum glückliche Kinder, moderate Preise, sehr nettes Personal und irgendwie waren wir am Ende viel länger da, als wir eigentlich wollten.