Post! Viel Post!

Semantische Sättigung. Man beachte den letzten Absatz, bevor man wieder stundenlang ein Wort murmelt.

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Gärten des Grauens.

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Ein langer Text über Integration. Aber es ist eben auch ein langes Thema – und für Schlagzeilen eigentlich ganz ungeeignet.

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Ich habe doch glatt vergessen, mich für Post zu bedanken, schlimm. Das fällt mir erst jetzt auf, da ich schon wieder Post bekomme, die der ersten auch noch seltsam ähnlich sieht. Es handelt sich in beiden Fällen um handschriftliche Briefe mit beigefügten Artikeln aus Zeitungen, die meine Interessen treffen, der eine Brief aus Schweden, der andere aus Schwerte. Ja, kann man nicht vergleichen, Stadt und Land, schon gut. Das passt mir aber gerade gut, siehe weiter unten. Beide Briefe wurden jedenfalls auffällig hübsch gestaltet, mit Mühe und durchdacht und auch noch mit lesbarer Handschrift und allem, also wirklich, die setzen beide Maßstäbe, ich schreibe jetzt nie mehr Briefe, auf dem Niveau kann ich gar nicht mitspielen. Ich halte zwischendurch aber als neue Regel fest, wenn auf der Absenderangabe etwas mit Schw… steht, dann werden die Briefe sehr hübsch. Immer empirisch vorgehen, ich bin da ja auch beruflich belastet. Leserinnen aus Schweinfurt z.B. könnten das jetzt natürlich sportlich nehmen. Schwachhausen, Schwarmstedt, Schwerin anyone? Schweiz?

Also vielen Dank jedenfalls den Absenderinnen, das war sehr sinnvolle und liebreizende Post, in beiden Fällen.

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Außerdem ein Dank an Britta F., die den Söhnen Sportausstattung geschickt hat, ganz großartig!

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Durch einen bizarren Zufall morgens eine S-Bahn erwischt, in der niemand auf ein Gerät guckte. Kein Smartphone, kein E-Bookreader, kein Notebook, kein Tablet im ganzen Wagen, nichts. Sämtliche Passagiere guckten, nein, starrten einfach nur vor sich hin, überall um mich herum diese typischen Werktagsmorgengesichter, ausdrücklich unfroh, müde und genervt von allem. Lauter Blicke, die ins Leere gingen. Oder in die Architektur von Hammerbrook, was nicht viel besser ist. Alle natürlich deutlich bemüht, sich bloß nicht gegenseitig anzusehen, jetzt nur ja keinen Augenkontakt, höchstens so von der Seite mal kurz rübersehen, aber auch das eher vorsichtig. Hier und da auch bemüht geschlossene Augen, wenigstens noch drei Minuten gnädiger Dämmerzustand, noch zwei, noch eine, nächste Station Hammerbrook, da müssen alle raus. Fast alle.

Und da merkt man dann erst, dass diese Leute ohne Geräte ja nun auch kein schöner Anblick sind, Nostalgieliebe hin oder her und von wegen früher war alles besser. Wenn die Leute auf die Messages ihrer Lieben oder auf Twitter oder auf Serien in Streamingdiensten gucken, dann lächeln einige wenigstens ab und zu, oder sie nicken oder wippen im Takt, das ist doch eigentlich ganz nett so.

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Im Garten ist der Bagger weg und was erlauben Wetterbericht? Da steht etwas von minus sieben Grad, ich kann so nicht arbeiten. Aber ich werde dennoch ab und zu in den Garten fahren und mir völlig enthusiasmiert die freie Fläche ansehen.

Freie Fläche im Garten

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