Was man nicht tut

Ein Bericht über die Regionalwert AG und die Hobenköök.

Apropos: Nachschub besorgt.

 

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Ein Beitrag geteilt von maximilian buddenbohm (@buddenbohm) am

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Schlafend in die Revolution. Vielleicht ruht die eine oder andere ja besser, wenn sie sich dabei nur widerständig genug fühlt? Vermutlich ist das tatsächlich ein guter Ansatz und viel weniger albern, als man zunächst denkt.

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Als ich vorgestern in der Bibliothek war, ich berichtete, habe ich eher unachtsam zwei, drei Bücher mitgenommen, ohne sie lange und sorgsam auszusuchen, eher so das, was mich sofort und im Vorbeigehen anlachte. Eigentlich wollte ich mich dort gar nicht mit Lektüre versorgen, aber ich gehe einfach nicht gerne ohne Bücher aus einer Bibliothek, ich habe da ein ausgesprochen starkes Gefühl von “Das tut man nicht.”

Ich nahm also anstandshalber zwei, drei Bücher mit, ging nach Hause und bloggte etwas über Menschen, die in der Bibliothek sitzen, lesen, lernen und schreiben. Danach schlug ich das erste mitgenommene Buch auf, es war von Hanns-Josef Ortheil: “Das Element des Elephanten – Wie mein Schreiben begann”, und da ging es auf den ersten Seiten doch tatsächlich um Menschen, die in Bibliotheken sitzen, lesen, lernen und schreiben.

Na, das nur als schnelle Randnotiz für den Freundeskreis Zufall. Läuft bei uns, ne.

In dem Lübecker Stadtteil, in dem ich als Kind wohnte, gab es eine ganz kleine Stadtteilbücherei neben der Grundschule, in Travemünde, wo ich als größeres Kind und als Jugendlicher wohnte, gab es dann eine etwas größere Stadtteilbücherei. Die war zwar etwas größer, aber doch nur als Steigerung von klein, sie war nicht groß an sich. Ich erinnere mich noch an meine Erleichterung, als ich in der Gymnasialzeit zum ersten Mal in der großen Lübecker Stadtbibliothek in der Innenstadt war, als ich dort einen Leserausweis bekam, durch die vielen Gänge ging und dachte: Okay, das reicht jetzt erstmal eine Weile. Das war ungeheuer beruhigend.

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Im Vorübergehen gehört:

“Alter, du kannst doch keinen rohen Fisch essen, roher Fisch ist roh!”

“Nein, ist er nicht.”

“Doch!”

“Nein.”

Das ging noch eine Weile so hin und her und ich habe leider nicht erfahren, warum roher Fisch nicht roh ist.

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Der Leihhund ist seit ein paar Stunden da, er ist sehr aufgeregt und läuft viel herum, er hat Krallen und wir haben Laminat, das klingt so:

“‘’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’”’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’’”

Man muss es sich nur viel lauter vorstellen.

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Ansonsten war die Woche etwas anstrengend, to say the least, ich fühle mich wie von einer Walze überfahren. Es ist immer wieder erstaunlich, wie der Januar so dermaßen zehrend sein kann und dabei doch immer noch ein besseres Image als November hat. Wie macht er das nur? Ich finde ja, gegen den Januar ist der November nur eine leichte Aufwärmübung für die seelische Widerstandskraft.

Nächste Station Februar, und da weiß man schon, der taugt traditionell auch nicht viel. Aber immerhin darf man ihn wegen seiner Kürze verspotten, denn es hilft doch ein wenig, dass man ihn als Monatsimitat, Talmimonat oder kalendarische Notlösung schmähen kann, das kleine Miststück von Wintermonat.

Seit -zig Jahren denke ich zu diesem Monatswechsel insgeheim immer: „Los, Februar, überrasch mich“, und warte gespannt ein, zwei Tage der ersten Woche ab. Und dann wird er doch wieder wie immer.

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Musik! Rosanne Cash.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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