Kodachrome

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Wie die steigenden Meere im Alltag ankommen, hier am Beispiel meiner Heimatgegend.Man bereitet sich so langsam vor, die ersten können nachsehen, wann ihre Dörfer weg sind.

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Zwischendurch ein besonderer Dank an die Leserin S.Z., aus Gründen und für Sie wissen schon. Ich freue mich.

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Und mehr Zeit ist heute nicht, war heute nicht, wie auch immer. Im Büro gewesen, Kind von A nach B gebracht, aufs Kind gewartet, dabei brav an Texten gearbeitet, die aber nicht fürs Blog waren, Kind wieder von B nach A gebracht, zack, Tag vorbei, nein, gleich noch eine Kolumne abschicken! Ich glaube, es war gutes Wetter, aber egal, der Tag war untertunnelt. Ich glaube, ich kann schon wieder Urlaub gebrauchen. Ich glaube, ich finde den Zugriff des Alltags geradezu empörend belästigend.

Aber! Es gibt auch etwas, das schön ist. Und zwar sitze ich hier gerade im Wohnzimmer, nicht an meinem gewohnten Schreibtisch, denn im Wohnzimmer ist mehr Ruhe, also zumindest nachdem ich alle anderen hinausgeworfen habe. Vor mir stehen drei bunte Tulpen, das Zeichen des Tages. Das Notebook liegt auf dem Esstisch und wenn ich hier eine Taste antippe, dann vibriert links neben mir ein metallener Kerzenständer, eher eine Kerzenschale, die da auch auf dem Tisch steht. Und dieses fein klappernde Geräusch gibt jedem Tastenanschlag so ein würdevolles Vintage-Feeling, als würde ich hier an einem altertümlichen Gerät wichtige Texte morsen oder als hätte ich wenigstens eine Steampunk-Tastatur, es klingt so, als sei jeder Buchstabe auf eine irgendwie nicht digitale Art bedeutend stop. Das ist zwar grob irreführend, aber doch sehr nett. Es sind die kleinen Dinge, ich sage es ja.

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Musik!

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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