Trinkgeld März, Ergebnisbericht

Ungewöhnlich, aber die Herzdame hat auch schon Danke gesagt.

Ungewöhnlich, dieser Monat März, aber das wird Ihnen auch aufgefallen sein, nehme ich an. Bei uns war es so, dass ich etwa am Freitag, dem 13.3., der damit dann doch einmal seinem finsteren Image gerecht wurde, einen finanziellen Shutdown beschlossen habe, da absehbar wurde, dass in den nächsten Monaten, sagen wir bis September, hier ein gewisses Problem entstehen würde. Deswegen dachte ich, okay, gibste einfach gar nichts mehr aus, also abgesehen von Lebensmitteln, versteht sich. Aber sonst – erst einmal alles gestrichen, bis hin zu solche Randaspekten wie der Monatsfahrkarte, für die es im Moment ohnehin wenig Verwendung gibt. Und nachdem ich das jetzt seit zwei Wochen  mache, stelle ich fest, dass Konsumenthaltsamkeit auch interessante Seiten hat, stellt man dabei doch einmal fest, welches Geld man sonst aus purer Gewohnheit ausgibt. Das war keine selbstgesuchte Lektion, aber es war doch eine, und allzu böse bin ich darüber gar nicht. Vielleicht werde ich es noch, mag sein.

Kurz vor dem 13. hatten wir noch einmal einen Bestellbutton gedrückt und Heckenpflanzen bestellt, es wachsen im Garten nun nett nebeneinander Weißdorn, Schlehe, Eberesche, Holunder und Pfaffenhütchen, auf dass es bald viele Beeren für Vögel geben möge. Ebenfalls kurz vor dem Shutdown haben wir noch Kompost und Erde besorgt, um die neuen Hochbeete zu befüllen, da gingen mehrere Summen mit Betreff “Garten”, “Grün” etc. hinein. Wenn Sie das mit den Hochbeeten nicht kennen, das ist so: Man bastelt einen Kasten, und der Kasten kommt einem, egal, wie groß er tatsächlich ist, unweigerlich klein vor. Dann fängt man an, ihn langsam zu befüllen und nach wenigen Minuten denkt man: “Oh mein Gott, da passt ja die halbe Welt rein! Und dann noch eine Kiesgrube!” So ist es wirklich immer. Aber wir haben sie befüllt, alle acht. Randvoll.

Es gab zugunsten der Söhne noch eine weitere Kaufentscheidung. Wir haben wegen des Homeschooling-Elends in aller Eile ein günstiges Tablet erworben, da wir hier alle sonst erheblich mit unseren Aufgaben und Geräten kollidiert wären – und die Lage ist so schon unschön genug ist. Es gab bei den Trinkgeldern Betreffzeilen wie etwa “Hausfrieden” – das wurde so verwendet, das passte.

Nach meinem Bericht über die Suppengruppe (ein Update dazudemnächst) kam eine Summe speziell für die in meinem Text erwähnte freundliche Bettlerin, dieses Geld kam direkt und in bar bei ihr an, versteht sich. Und ich war so frei, selbst auch für die Suppengruppe aus dem Hut zu spenden, in der Annahme, es würde Ihnen sicher recht sein. Es gab außerdem Geld für Eis für die Söhne, das wurde auch sachgerecht umgesetzt (Stracciatella und Schokolade).

Ansonsten habe ich aber im März tatsächlich ganz schlicht normale Einkäufe mit dem Geld bezahlt, sofern der Betreff es nicht anders vorsah, versteht sich. Und dafür muss ich besonders danken, denn es ist ja nicht selbstverständlich, auf diese Art aufgefangen zu werden. Es ist ganz außerordentlich schön und tröstlich und, auch wenn das Wort komisch klingt, erbaulich.

Ihre Betreffzeilen bei den Paypalzahlungen und Überweisungen waren übrigens in einem Ausmaß liebreizend, ich habe mich quasi davon ernährt. Herzlichen Dank auch dafür, beste Leserinnenschaft der Welt, aber das wissen wir ja schon.

Wie geht es nun weiter? Ich werde in absehbarer Zeit mehr Stunden fürs Bloggen zur Verfügung haben. Das ist in diesem Fall zwar durchaus kein selbstgewähltes Schicksal, aber das soll mich nicht davon abhalten, dabei etwas Sinniges zu versuchen und das irgendwie möglichst konstruktiv umzusetzen. Sie sollen ja Texte bekommen für Ihren Einsatz und es ist schon auch so, dass ich Spaß dabei habe, wenn ich mehr schreibe.

Noch einmal, vielen Dank für jeden Euro und jeden Cent. Der März war für fast alle ein ungewöhnlich desaströser Monat, aber ich habe doch eine speziell schöne Erinnerung daran, die ganz entscheidend dazu beiträgt, dass ich nach wie vor vergleichsweise gut gelaunt bin.

Wie ich neulich in einem Text schrieb: “Ich bin nur ich, das aber beruflich” – nie hat es so gepasst wie in diesem Monat März. Eine wunderbare Erfahrung.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Sie können hier Geld für in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Merci!

Ein Dank zwischendurch

… von Maret Buddenbohm.
Bei uns hat der Gatte den Hut beim Hutgeld auf, deshalb weiß ich meist nicht, was drin ist. Gerade hat er mich aber reinschauen lassen… Ihr seid ja der Wahnsinn! Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Außer Danke, Danke, Danke! Das ist so toll.
Da kann ich dann ja doch noch etwas weiter werkeln und mich vom Gatten in der Laube bekochen lassen.
(Der übliche Trinkgeldbericht des Gattens kommt natürlich noch)
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Ihr könnt hier Geld für in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Solltet Ihr den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu findet Ihr hier. Merci!

Links am Morgen

Ein Tänzchen. Gefunden via Chestnut and Sage.

 

 

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Burnout Fugue by @alexstreliski

Ein Beitrag geteilt von Nicholas Palmquist (@napalmquist) am

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Kommt kein Mann in die Bar – Scherze in der Corona-Krise. Gefunden va Kaltmamsell.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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