Der Wirtschaftsteil

Es ist Donnerstag, es gibt den 194. Wirtschaftsteil, heute zum Thema Ernährung – und weil man Traditionen auch mal durchlüften soll, gibt es ihn nur im Blog der GLS Bank, nämlich hier drüben.

Und dazu gleich noch eine gute Nachricht – das Blog der Bank ist bei den Goldenen Bloggern nominiert, das freut mich sehr, denn ein gewöhnliches Firmenblog ist das wirklich nicht.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ernährung, Nachfrage und Produktion, darum geht es in dieser Woche. Es gibt zu diesem Themenbereich manchmal Texte, die werden so gründlich im Internet geteilt, dass sie vermutlich wirklich jeder schon kennt, so etwa gerade bei der Sache mit der Avocado. Aber es wäre auch komisch, den Artikel hier wegzulassen, er ist nämlich wirklich gut und wichtig. Und man kann noch einen Artikel sinnvoll dranhängen, in dem es darum geht, was ein Nachfrageboom mit einem Produkt und seinen Herstellungsbedingungen machen kann, etwa beim Honig, da kommen dann sogar Vorgänge wie in einem Krimi vor (Link gefunden via “Das Filter”, vielen Dank – das ist auch sonst eine interessante Seite).

Aber noch einmal kurz zurück zur Avocado, wenn man den Artikel in der Zeit gelesen hat, kann man noch einmal kurz darüber nachdenken, warum die Frucht hier in der Überschrift vorkommt. Das passt schon.

Eine Frucht weiter, bei der Banane, die wir alle in Mengen essen, dräuen noch ganz andere Probleme, die aber auch mit der Art des Anbaus zu tun haben. Und bei manchen Produkten, da geht es aber nicht mehr um Pflanzen, kann man sich mit etwas Fantasie die Nachfrageprobleme der Zukunft schon einmal vorstellen. Da entstehen ganz neue Fragen, mit denen man so nicht gerechnet hat, dazu zählt wohl auch diese: “Sind Crevetten in der Schweiz lohnender als Schweine?” Das alles berührt auch die Vernunft oder Unvernunft unserer Nachfrage, die bei der Avocado vielleicht noch den einen oder anderen überrascht, beim Fleisch aber längst nicht mehr. Man weiß doch, es gibt ein Problem. Und man weiß auch, dass man mit der Gabel Einfluss üben kann. Bei der BBC kann man übrigens gerade Gedankenspiele nachlesen: Was ist denn eigentlich, wenn alle vegetarisch leben?

Aber eine Fleischsteuer? Ist das denn wirklich richtig? Oder, man kann das zwanglos ergänzen, vielleicht eine Zuckersteuer? Oder, da klingt es dann für Nichtkenner etwas irre, erst einmal ein verordnetes Ende der Wurstketten für Drittplazierte? Viele Maßnahmen zur Regelung des Umgangs mit Nahrungsmitteln werden vorgeschlagen, über alle werden sich Menschen empören, gar eine Frage.

Wobei wir ja bei allem, was unsere Nachfrage ausmacht, davon ausgehen, dass wir immer die Wahl haben, sehr viel Wahl haben sogar, mehr als je zuvor doch wohl – aber da muss man auch etwas länger nachdenken.

Und ganz zum Schluss noch ein wenig Food-Ethnologie, ein Artikel über Mensa-Essen weltweit: “Buffet lieben alle.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Einige Meldungen zum Thema Ernährung, jenem Thema, bei dem wir fast alle irgendwie als stets bemüht durchgehen. Wir überlegen dauernd, was wir warum wie oft und wo kaufen, bei ein paar Produkten sind wir sogar ziemlich sicher, dass sie gesund und richtig sind, etwa bei Avocados. Und was ist? Es ist kompliziert.

Kräuter sind auch gesund, und die kann man vor Ort anpflanzen, wobei vor Ort auch heißen kann: direkt neben dem Einkaufswagen. Auf den ersten Blick eine seltsame Vorstellung, sehr technisch, aber warum nicht, die Technik kommt all unseren Lebensmitteln immer näher. Und die Kräuter aus dem Supermarkt sind auf jeden Fall regionale Produkte, keine Frage, auch wenn das Wort bisher irgendwie anders gemeint war. Vielleicht gibt es im Supermarkt ein paar Meter weiter an der Frischetheke dann ja auch eine vegane Metzgerei? In der dann vermutlich auch Soja verarbeitet wird, worüber man auch ab und zu mal nachdenken kann, immerhin ist das ein spannender Markt geworden.

Auch beim klassischen Metzgerhandwerk gibt es Neuigkeiten, etwa dank Hendrik Haase, den die FAZ als Partisanen im Kampf um den Verbraucher bezeichnet. In diesem Zusammenhang ein wenig zum aktuellen Trend in den USA, das passt schon. Wobei es langweilig ist, immer nur auf die USA zu achten, Trends gibt es auch in anderen Staaten, etwa in Albanien.

Und wenn wir bei Trends sind, dann kann ein Blick auf die Psychologie der Ernährung nicht schaden. Hier ein Interview dazu, man beachte am Ende das Stichwort “Schlabbernahrung” – mit diesem Wort im Hinterkopf kann man ja noch einmal genauer hinsehen, was die KollegInnen so alles zwischendurch essen.

Da kamen eben auch kurz Superfoods vor, eine gute Gelegenheit noch einmal auf die Kompikationen bei Quinoa hinzuweisen, geradezu ein Lehrbeispiel für unübersichtliche Zusammenhänge und ungewollte Folgen. In diesem Zusammenhang lohnt auch ein Gedanke an die Drei-Phasen-Theorie, es macht auch den Einkauf etwas spannender, wenn man sie im Kopf hat und nsich bei den Shampoos umsieht.

Zum Schluss ein Link ins völlig Abwegige (vielleicht nicht für engagierte Minimalisten), denn das ist auch das Schöne beim Thema Ernährung: Egal, was man isst, es gibt immer noch Typen, die sich seltsamer ernähren. Ganz gewiss.

GLS Bank mit Sinn