Gesehen:
Die irische Serie „How to get to heaven from Belfast” sah ich auf Netflix und fand zunächst angenehm, andere Schauspielerinnen und Schauplätze als sonst zu sehen. Das Genre ist wohl als Krimikomödie richtig bezeichnet, bei epd heißt es „Mix aus Thriller und Comedy“, bei der Wikipedia „Comedy thriller“. Es klingt alles recht positiv und auch beim Standard war man angetan. Überhaupt sind keine Verrisse zu sehen, weit und breit nicht.
Und ich war dann auch einverstanden mit dieser Serie und sah sie erstaunlich schnell und interessiert durch, was nicht allzu oft vorkommt. Vielleicht brauchte ich Ablenkung und Berieselungsmodus, mag sein.

Gelesen:
Felix legte an, und zwar an meinen im letzten Linkwerk erwähnten Foucault einen staunenden Derrida. Es geht bei uns Bloggenden nämlich zu wie im Regal mit den Suhrkamp-Taschenbüchern.
Und hier wird die so seltsam anmutende Logik der Bahnhofsabkürzungen kundig erklärt. Es geht bei uns Bloggenden nämlich auch zu wie in der Sendung mit der Maus.
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Bei Open Culture kann man etwas über die Bedeutung von Robert Johnson nachlesen, mit einem eingebetteten Hörbeispiel, das es in sich hat. Und, wie oft bei Open Culture, nerdig-kundige Kommentare darunter. Ich kannte Robert Johnson nicht, er war ein besonders einflussreicher Blues-Musiker der Frühzeit: King of the Delta Blues (hier auch Wikipedia über ihn).
Und hinweisen wollte ich einmal allgemein auf die Seite „Lyrictranslate“. Ein Spielplatz für den Freundeskreis Sprache und Songs, der sich hier als Community austobt. Liedtextübersetzungen in etliche Sprachen, mit Diskussionssträngen zu einzelnen Formulierungen und allem. Amüsant oder anregend, vielleicht auch absurd, wenn etwa auf Englisch die Übersetzung ins Deutsche eines Chansons von Jacques Brel diskutiert wird. Aber eben auf die gute Art absurd.

Es geht immerhin um etwas Wichtiges, denn es geht darum, was geschrieben, gesagt und gesungen wurde. Und wir erinnern uns an den goldenen Satz von Sven Regener, der natürlich auch aus einem Song von Element of Crime kommt: „Ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg.“
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Gehört:
In der Reihe „Der Soundtrack meines Lebens“ hörte ich die Folge mit Niels Frevert (1:31). Ich brauche lange für diese Folgen, weil ich manchen erwähnten Bands etc. hinterherrecherchiere, mir etwas oder auch viel von denen anhöre und manchmal noch auf weitere musikalische Abwege gerate. Und ich finde das sehr gut so. Danach die Folge mit Bosse.
Bei „Alles Interpretationssache“ gab es die Folge über „Enjoy the silence“ von Depeche Mode (32 Min.) sowie die Folge über „Danny Boy“. Zu „Enjoy the silence“ hätte ich gar keinen Bedarf an Interpretationen gehabt, das ist für mich im Original gut und richtig, im Grunde nicht variabel. Bei Danny Boy dagegen kann und muss man über Varianten reden, da es kein Original in diesem Sinne gibt. Und die Geschichten der Melodie und des Liedes, die sind auch interessant und werden in der Sendung ausführlich nacherzählt.
Ich habe dann etwas unruhig abgewartet, ob die für mich verbindliche, endgültige Version von Danny Boy, nämlich die von dem alten Johnny Cash, ausgewählt wurde, und ja, sie ist dabei. Überhaupt bemerkenswert, zwei der ausgewählten Versionen singen Männer ein Jahr vor ihrem Tod: Elvis und Johnny Cash. Könnte man fast schon wieder etwas daraus machen, aus dem Gedanken.
Zum Thema KI und Tech noch einiges. Etwa diese Sendung „Riskante Clouds – Europas Daten auf amerikanischen Servern“ (19 Min.). Ein Thema, bei dem ich mir ein krückstockfuchtelndes „Ich habe es doch immer schon gesagt“ nicht verkneifen kann und will.
Bei „Neugier genügt“ (WDR) spricht die mittlerweile allgemein bekannte Alke Martens über KI (26 Min). Auch für Anfängerinnen beim Thema ist diese Sendung geeignet, und ich fand es gut und richtig, dass hier noch einmal Grundsätzliches in aller notwendigen Klarheit wiederholt wird, etwa dass die großen Sprachmodelle sämtlich auf gestohlenen Daten beruhen. Das ist alles nur geklaut und gestohlen, nur gezogen und geraubt, falls Sie mitsingen möchten.
Man vergisst oder verdrängt es doch leicht.
Zum Mit- und Weiterdenken eignet sich eine Frage beim BR im Wirtschaftsteil: Was machen wir eigentlich mit der durch KI eingesparten Zeit? Also wenn wir denn tatsächlich doch noch Zeit sparen sollten. Immerhin soll das hier und da mittlerweile wohl ernsthaft vorkommen? 26 Minuten jedenfalls darüber.
Bei der Süddeutschen: „Palantir & Co: Big Tech is watching you“, 29 Min. Dabei noch etwas gelernt, wenn auch nicht gerade gerne.

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