Es wird geflaggt

Entgegen der Planung, die noch am Morgen gültig war, sind Sohn I und ich nun doch nicht in Nordostwestfalen, dort sind nur Sohn II und die Herzdame, dazu morgen mehr, die Geschichte ist auch interessant. Heute aber etwas anderes. 

Ich fahre am Vormittag mit dem Fahrrad zwischen zwei Regenschauern schnell in den Schrebergarten, ich muss dringend etwas einbuddeln. Beim Einbiegen in den Hauptweg sehe ich in einer Parzelle eine neue Deutschlandfahne über den Gärten wehen, noch nicht vom Sommerwind zerzaust, noch ganz sauber, noch nicht von der Sommerhitze ausgebleicht. Frisch wie aus dem Laden. Vielleicht hängt sie da WM-bedingt, vielleicht hängt sie da, weil viele so etwas wehen lassen, Fahnen sind in Schrebergärten wirklich nicht unüblich. Fahnen für Länder, Bundesländer, Städte, für längst verlorene Landesteile im Osten. Aber auch für ganz andere Länder wehen da manchmal Fahnen, für Länder im Süden und für Länder im Norden, ich erkenne gar nicht alle, ich habe ein, zwei schon gegoogelt. Aber meistens doch: für Deutschland.

Vielleicht weht diese neue Fahne da auch aus dumpfen Patriotismus nahe am rechten Rand, wer kann das auf den ersten Blick schon ahnen. Es ist so eine Sache mit den Klischees, denn nichts kann man auf den ersten Blick ahnen, gar nichts. Und man tut es eben doch.

Für einen Moment ärgert mich auf einmal dieses blöde Klischee, Schrebergarten und Fahnenmast und Nationallatz, meine Güte, mein Leben im Stereotyp, muss das denn unbedingt so sein? Da hat auch noch jemand etwas auf die Fahne geschrieben, ich sehe es, während ich näher komme. Da wird mir erst recht schlecht, sicher so ein deutschnationales Stolzgeschreibsel oder wieder etwas gegen Ausländer, gegen Flüchtlinge, Schwule, was weiß ich, wir leben in schauderhaften Zeiten. Am besten gar nicht mehr hinsehen! Am besten stoisch vorbeiradeln, das Herz und den Blick immer stur links, wo rechts die Fahne weht. Aber das geht ja nicht, die Neugier, die Chronistenpflicht, das Interesse an gesellschaftlichen Fragen und was mich sonst so alles von der Seelenruhe abhält, da kommt mittlerweile etwas zusammen. Und ich bleibe dann sogar noch stehen, weil ich den Satz da oben auf den ersten Blick nicht lesen kann, der verdammte Wind, der für Juni erstaunlich frisch aufbrisende Wind, er spielt mit der Fahne und lässt sie munter turnen und kapriolen. Es dauert etwas, bis er sie endlich einmal gnädig ausrichtet, glatt strafft und die Schrift schön gerade über die Parzellen stellt: “Keine Handbreit den Faschisten” steht da im goldenen Streifen auf der Fahne der Bundesrepublik.

Es ist so eine Sache mit den Klischees.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ich kaufe garantiert keinen Fahnenmast davon, nur Pflanzen. Und die auch nicht in schwarz oder rot, nicht einmal in gold.

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Hopplahopp

Kein erholsames Wochenende für uns, wir fahren hopplahop nach Nordostwestfalen, Familiendinge. Habe immerhin verhandelt, dass wir irgendwo an einem Gartencenter vorbeikommen, bin gespannt, ob das klappt. Ich habe jedenfalls einen Masterplan und alle mussten zustimmen, ich bin hier der Familienhorst.

Zeit zum Schreiben wird am Wochenende kaum sein, wie überhaupt die nächsten Wochen schlecht aussehen, es sind die letzten vier Wochen vor dem Urlaub, das kennt man. Wir schaffen es irgendwie nicht, einfach entspannt in den Urlaub zu gehen, wir rotieren uns jedesmal in der Zeit davor knapp in den Wahnsinn, also wir Eltern zumindest, in den Berufen geht in diesen Phasen unweigerlich die Post ab, vermutlich ist das sogar in allen Berufen so. Die Kinder werden einfach nur verrückt, weil das lange Schuljahr endet, weil bei einem sogar die Grundschulzeit endet, das ist normal. Kinder kurz vor den Ferien sind ein sehr spezielles Thema, pädagogisch kann man da alle Hoffnung fahren lassen, aber daran erinnert man sich ja auch selbst noch, an diese letzten Tage in der Schule, die einfach nicht enden wollten, die sich quälend zogen und zogen, graue Stunden in XXL – und draußen vor den Fenstern der Sommer, die Verheißung.

Hier schnell ein paar Links und dann ab auf die Auotbahn.

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Ich habe drüben bei der GLS Bank sehr passend etwas zum Thema Ferienzeit geschrieben.

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Auch ich bin das Volk.

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Das geistige Leben der Bienen.

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Archäologen graben in Woodstock herum. Falls sich jemand gerade noch etwas älter fühlen möchte … ich meine, das war 1969, da war ich schon auf der Welt!

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Ich lese Allan Jenkins: “Wurzeln schlagen”, übersetzt von Christel Dormagen und ich lese es trotz des wirklich potthässlichen Covers. Kein Gartenbuch, wie man zunächst vielleicht denkt, oder zumindest kein gewöhnliches Gartenbuch. Ein Kindheitsbuch – und weit weg von der heiteren Variante. Hier eine ausführliche Rezension. Wobei ich Bücher über Kinderleid nicht gut ab kann, merke ich gerade wieder. Schwierig.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, Sie überaus sympathischer Gutmensch.

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Im Kino: Love, Simon (ab 28. Juni)

Ein Text von Jojo Buddenbohm, zehn Jahre alt, auch bekannt als Sohn I.

Ich habe den Film Love, Simon im Kino gesehen. Papa hat mir erzählt, dass wir eine Anfrage für eine Filmpremiere nur für Blogger haben, da habe ich ja gesagt und so sind wir dazu gekommen. Ich bin mit meiner Mutter da gewesen, weil das kein Kinderfilm war und der daher abends lief.

Ich denke, der Film ist vor allem für Jugendliche von 15 bis 17 Jahre, nicht weil der gruselig ist oder so, sondern wegen der Handlung. Die muss man erstmal verstehen. Das ist eher für Teenies, weil das auch mit Liebe ist und da ist auch einer schwul. Ich denke, ich habe den Film schon verstanden, aber der Film ist eher für Jugendliche. Der Film ist sicher noch nicht für alle Kinder in meinem Alter interessant.

Da ging es um einen Jungen, der schwul war. Er selbst wusste das schon lange, aber die anderen noch nicht. Auch seine Familie und seine besten Freunde wussten das auch noch nicht. Aber am Ende wussten das alle, weil ein fieser Typ das auf der Schulseite gepostet hat.

Und es gab noch einen anderen Schwulen an der Schule, aber von dem wusste keiner, wer das ist. Mit dem hat sich Simon immer geschrieben und in den hat er sich verliebt. Da hat man erst am Ende erfahren, wer das ist.

Ich fand den Film gut! Am liebsten mochte ich die Handlung, was da alles passiert ist und wie die Gefühle ausgedrückt wurden. Und ich fand es interessant und gut, dass es mal ein etwas anderer Film war und es um einen Schwulen ging und nicht wie immer um eine Liebe zwischen einem Mädchen und einem Jungen. Es ging um eine andere Liebe.

Den Film kann ich schon weiterempfehlen, aber eher so für die Teenies. Meine Kumpels zum Beispiel haben einen ganz anderen Geschmack.

Danke an Carlsen für die Einladung!

Regen

Die Herzdame, die mit den Fingern im Kirschbaum noch so nett wirkt …

… sie macht mit den Kirschen dann Sachen – Krimi nichts dagegen.

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Ich bin extra im Hamburger Hauptbahnhof Wege gegangen, die ich sonst nie gehe, kaum je besuchte Querverbindungen zwischen U- und S-Bahn,. ich dachte, ich würde da etwas an den Wänden finden. Aber die waren weiß, durchgehend weiß, es ist wirklich etwas schockierend. Was ist hier eigentlich los? Ich würde mittlerweile in Bad Salzuflen oder Timmendorf mehr Vandalismus erwarten als hier im kleinen Bahnhofsviertel, das ist doch seltsam. Nichts Neues von Miriam oder Peer also, schon gar nicht von Elsa, aber die war ja eh out, das hatte wir gestern.

Währenddessen regnet es in Hamburg, nach all den Wüstenwochen fällt er endlich wieder, der gute alte Regen, der Hamburger Regen, der Heimatregen,es ist ein wenig so, als würde man am Fenster stehen und einen alten Freund kommen sehen, wenn man auf die dunklen Wolkenberge sieht. Fußwege erinnern sich, wo sie Pfützen zu bilden haben. Es ist kühl, es regnet und wenn man die Menschen auf den Straßen sieht, dann fällt etwas auf – die Menschen gehen länger als sonst ohne Schirm und Kapuze, sie gehen sogar ohne Jacke, sie gehen einfach im T-Shirt, sie beeilen sich nicht einmal. Sie werden einfach mal nass, sie frieren einfach mal, weil das hier nämlich mittlerweile eine verdammt nette Abwechslung ist. Nass werden und frieren und sich erinnern, das gab es früher öfter, das war hier Alltag. Vor der Hitze.

Ich gehe durch die Straßen und sehe all die Menschen, die nass werden und dabei ganz normal weiterreden, ich sehe an den Häusern hoch und überlege, hinter welchem Fenster Miriam jetzt wohnt. Der Himmel ist grau, ihre Augen würden bei dem Wetter noch dunkler wirken.

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Julia Karnick über Sommerfeste. Eltern kennen das.

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Ein Integrationsbericht

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Der Ohrwurm des Tages kommt von Gilbert O’Sullivan. Lange nicht mehr gehört, aber dann gleich mehrfach.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann kaufe ich mehr Stauden mit lilafarbenen Blüten für den Garten. Ich war heute kurz bei Regen dort und sah, dass ich beim Pflanzen richtig lag – lila Blüten vor grauem Himmel. So muss das. Ich habe da eine reich blühende Malve in ganz dunklem Lila, die strahlt bei Regenschauern und bei drängendem Wind eine zerzauste aber entschlossene Dennoch-Schönheit aus – es ist ein Traum. Es wird natürlich eine ganze Weile dauern, bis da alles üppig und lila blüht, vielleicht dauert es auch drei Jahre, aber es wird sich hoffentlich lohnen. Oder Mohn in einem hellen Lila, der hat sich selbst ausgesät, im letzten Jahr war er noch nicht da. Da vor der Blüte stehen und wissen -die hält keine halbe Stunde mehr, die macht der Regen jetzt fertig und der Wind gibt ihr den Rest, der wüste Nordwest. Aber ich habe sie gesehen. Hat doch was.

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Neues von Miriam

Sven fragt nach den guten Nachrichten. Ich sehe an den Wänden der Häuser im Stadtteil nach, das mache ich gerade immer so; da steht “Elsa ist out”, das hilft uns nicht weiter. Ferner steht da “Miriam P. ist eine Schlampe”, wobei der Nachname voll ausgeschrieben wurde, aus Datenschutzgründen wird der hier aber selbstverständlich nicht wiedergegeben, es ist in Wahrheit auch kein P., so viel Diskretion muss schon sein. Die Erkenntnis zu Miriam P. hat jemand an die Wand der Technischen Fachhochschule geschrieben und zwar mehrfach, fünfmal, zehnmal, immer wieder, die Schrift wirkt hektisch, das war ein Getriebener. Und das mit Miriam kann er jetzt auch vergessen, so viel steht wohl fest. Keine guten Nachrichten.

Habe ich übrigens schon erzählt, wie ich mal eine Miriam ins Leben gerufen habe? Das war kurz bevor ich endgültig gar nicht mehr dazu kam, Geschichten zu schreiben, also “richtige” Kurzgeschichten meine ich, damals hatte ich in Wahrheit nicht nur Mühe, überhaupt noch ausreichend Zeit zum Schreiben zu finden, damals wurde es mir auch entschieden zu magisch. Ich schrieb gerade an einer Geschichte, eigentlich an einem Romankapitel, aber das war in diesem Fall austauschbar. Und alles, was ich schrieb, begegnete mir tatsächlich, angefangen bei dieser Miriam. Miriam ist dann später im Manuskript eine andere geworden, es ist die, die man jetzt in der Geschichte “Alles kann übers Meer kommen” findet. Das ist die letzte Geschichte gewesen, die ich geschrieben habe, mit der habe ich dann wenigstens einen Preis gewonnen, im Grunde war das ein schöner Abschluss, fällt mir gerade erst auf. Lange Leitung, Herr Buddenbohm, ganz lange Leitung!

Im ersten Entwurf zu dieser Geschichte ist mir Miriam viel zu dominant geraten, zu wütend ohne Grund, zu übergriffig, zu psycho, ich kam erst nach einer Weile darauf, welche unselige Erinnerung ich da verarbeitet habe, und die wollte ich doch gar nicht verarbeiten. Ich habe Miriam auf einer Seite genau beschrieben, ihre schwarzen, langen Haare, ihren stets grundlos drohend wirkenden Blick, sie trug in dieser Szene einen seltsam unmodernen und etwas zu groß geratenen Mantel, dicker Tweed wie aus den dreißiger Jahren, ein Mantel, um darin zu versinken, eine Rüstung. Das habe ich alles wieder gestrichen, das wollte ich so nicht.

Am Abend dieser Überarbeitung fuhr ich S-Bahn und eine Frau setzte sich neben mich. Lange schwarze Haare, sie trug einen seltsam unmodernen und etwas zu groß geratenen Mantel, dicker Tweed wie aus den Dreißiger Jahren, eine Rüstung. Sie setzte sich hin und sah mich an, ein seltsam bedrohlich wirkender Blick, ernst und lang. Dann sah sie aus dem Fenster und wirkte empört. Es gibt Menschen, und das sind gar nicht viele, die können Empörung so dermaßen heftig ausstrahlen, dass man es schon auf zehn, zwanzig Meter fühlt und dabei aber gar nicht benennen kann, woran man das eigentlich merkt, man ist in ihrer Nähe und hat sofort Schuld. Pauschal. So eine war Miriam. Ein schwieriger Mensch.

Und es ist ja so, wenn man Autor ist und etwas in der Art erlebt – man schreibt am nächsten Tag nicht mehr unbefangen weiter. Denn was macht diese Miriam jetzt da draußen in der Wirklichkeit? An der Frage kommt man einfach nicht vorbei. Wird sie jetzt nicht noch wütender, so ohne Geschichte, aus der sie ohne Gnade gefallen ist, bevor sie auch nur richtig losging? Muss man andere vor ihr warnen oder was? Und Jahre später findet man dann einen Satz an einer Wand und denkt sich so: “Miriam. Ich habe da einen Verdacht.”

Das ging aber damals noch so weiter. Ich habe kurz darauf eine Büroszene beschrieben, eine ziemlich unwahrscheinliche und etwas klamaukhafte Szene, weit am Alltag vorbei, aber unerläßlich für die Handlung, denn meine Hauptfigur brauchte einen gewissen Schubs. Mich rief dann kurz darauf ein Kollege aus unserem Büro in München an: “Du wirst nicht glauben, was hier gerade passiert ist …” Da habe ich dann ernsthaft darüber nachgedacht, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, viel, viel vorsichtiger zu schreiben.

Schließlich habe ich noch der männlichen Hauptfigur zu einem Aussehen verholfen, zu einer Figur, einer Frisur, einem Gesicht und einer Haltung, nur bei der Kleidung, da war ich mir nicht ganz sicher, da überlegte ich lange drauf herum. Aber kein Problem, er stieg dann in den Bus, mit dem ich nachmittags fuhr, setzte sich vier Reihen weiter vorne hin – und winkte mir freundlich zu, wobei er sich ans Revers seines Jacketts fasste, als wollte er sagen: “Guck mal, gerade gekauft.” Ich hätte jeden Eid abgelegt, diesen Mann nie vorher gesehen zu haben, also außer in meiner Story natürlich. Ich habe nicht zurück gewunken, ich bin ausgestiegen. Aus dem Bus und aus der Geschichte.

Und seit diesem Vorfall, er ist schon bald ein Jahr her, kann ich mich nicht entscheiden. mit welcher Szene ich bloß jemals weitermachen soll. Das will verdammt gut überlegt sein, glaube ich.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann grabe ich mich weiter durch den Garten, bis das ein richtig toller Platz zum Schreiben wird. Und dann suche ich mir neue Ausreden.

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Des Holzes Hüter

Ich habe drüben bei der GLS Bank Links zum Thema Konsum, Regeln und Erlösung gepostet. Ja, drollige Mischung.

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Gestern hat das Teilen eines Youtube-Video nicht geklappt, wenn das heute auch so ist, dann werfe ich diesen Absatz gleich wieder raus. Aber zum Thema Erlösung bitte ich – hoffentlich erfolgreich! – um 5 Minuten Gehör für den verehrten Großmeister Georg Kreisler: Du hast ja noch Dein Grab. Sehr feiner Text.

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Und mehr Schreibzeit ist heute auch nicht. Ein hektischer Tag, ganz furchtbar. Ich habe auf Verlangen von Sohn II nach seinem Schulschluss größere Mengen Holz durch die Gegend getragen, dessen Verwendungszweck mir nicht klar war, ich wollte ihn immer fragen, wozu denn nun das Holz und gleich so viel und so groß und wohin eigentlich – aber es war so irre kompliziert, den Verlauf des Nachmittages mit ihm und seine Freund zu klären, wir kamen von der Frage nach dem Holz immer weiter ab und verstiegen uns in aberwitzige Termindiskussionen und Date-Optionen, wer wann mit wem und wo und so, die Herzdame war dabei per Handy zugeschaltet, das war vermutlich schon sketchreif, wie wir da lange und lösungslos diskutierten, während ich immer weiter wie der alte Holzmichel (jaaaa …), also man gerät aber auch in Szenen, so als Vater! Furchtbar.

Und nein, ich weiß es im Grunde immer noch nicht, aber das Holz steht jetzt jedenfalls vor unserer Wohnungstür und es ist mir eigentlich auch völlig egal, wozu es ist, ich kann mich auch nicht mit jedem Details dieses Familienalltags hier befassen, wo komme ich denn da hin, er kann doch selber sehen, was er mit seinem Holz anfängt, also Sohn II meine ich, der ist immerhin schon ziemlich groß, der Autor macht an dieser Stelle fuchtelnde Anglergesten. Soll ich denn seines Holzes Hüter sein?

Ich war damit aber jedenfalls zwischendurch auf einem Termin, was sollte ich auch machen, ich konnte es ja schlecht an der nächstbesten Ampel liegenlassen, das ist hier immerhin eine halbwegs gepflegte Großstadt, da legt man keine Holzstapel einfach so im öffentlichen Raum ab, wenn man nicht gerade im Tiefbau beschäftigt ist und Kanalbaustellen verschalt, was mir aber keiner abnimmt, ich sehe einfach zu sehr nach Büro aus. Auf einem Termin war ich also, wo mich erwachsene Menschen fragten, was ich denn mit dem ganzen Holz da unter meinem Arm wolle und ich sagte wahrheitsgemäß und etwas überrascht, denn ich hatte es schon verdrängt, dass da dieses ganze Holz unter meinem Arm klemmte, Verdrängung kann ich ganz gut: “Keine Ahnung, wozu das Holz ist, ich trage es nur durch die Gegend.”

Und dann guckten wieder alle ganz komisch und ich glaube, ich möchte jetzt irgendwo auf den Arm. Aber nicht bei der Herzdame, denn die würde dabei vermutlich wieder über Termine reden wollen.

So ein Tag war das. Schlimm.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann mache ich Termine mit dem Garten und mit einzubuddelnden Pflanzen. Das sind die allerbesten Termine.

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Herzen und Schach

Am Morgen habe ich diesen Satz auf Twitter und FB gepostet und ganz unerwartet viele Reaktionen erhalten, quasi dramatisch viele. Ich möchte fast sagen, wir haben ein massives Sommerfestproblem im Sendegebiet, die Unzufriedenheit ist groß, das bewegt also “die Leute da draußen” wirklich, nein, in diesem Kontext müsste man eher sagen “die kleinen Eltern auf der Straße”. Endlich ein drängendes Problem, das wir lösen müssen, also politisch lösen müssen, versteht sich, wir haben nämlich sonst keine politischen Probleme in diesem Land, wie ein flüchtiger Blick in die Nachrichten lehrt, in denen ältere Männer aus einem gewissen Freistaat unrund laufen, warum auch immer, nachvollziehen kann das eh längst keiner mehr. Ältere Männer, die sich eigentlich beruflich um große und größte Probleme kümmern sollten. Na, das ist nur ein Vorschlag von mir, grob angedacht. Details dann später, beim Sommerfest.

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In Wandsbek hat jemand “Liebe” auf eine kleine freie Stelle einer Plakatwand in der U-Bahn-Station Wandsbek-Markt geschrieben und drumherum viele Herzchen gemalt. Mit schwarzem Filzstift. Wenn das eine politische Forderung ist – bin sofort dabei. In St. Georg dagegen liest man das hier:

Und mein innerer Drehbuchautor denkt natürlich in Wahrheit nicht an Politik, der denkt sich die beiden wieder zusammen. Da haben sich zwei gerade erst kennengelernt und vielleicht ein, zwei Nächte miteinander verbracht, der eine voll im Rausch, der steigt Wandsbek Markt aus und schreibt also “Liebe” an die Wand, mit diesem unabwendbar leicht debilen Grinsen der Frischverliebten im Gesicht, der andere, es sind diesmal zwei Männer, warum auch nicht, der merkt schon, dass das von seinem Herzen vielleicht nicht gerade der besten Schachzug aller Zeiten war, mit dem leicht verrückten Typen da, aber Herzen und Schach, herrje. Desaster Hilfsausdruck. Und er schreibt das also lächelnd an die Wand, why did I fall in love with you, mit so einem Lächeln, in dem der Schmerz schon ganz leicht anklingt, der Schmerz, der garantiert bald kommen wird, er weiß das, und gute Schauspieler kriegen das auch hin, die legen das einfach so in einen Gesichtsausdruck, warum auch nicht, die machen das ja beruflich. Ich gucke allerdings gar keine Filme, deswegen fallen mir leider keine passenden Schauspielernamen ein, denken Sie sich halt selber einen. Sie gucken doch alle dauernd Filme, gucken Sie nicht? Ebent.

Und dann, in einem ganz schnellen Zusammenschnitt, sieht man noch gerade eben, wie beide ihre Eddingstifte synchron wieder wegstecken und weitergehen, der eine durchs nächtliche Wandsbek, der andere durchs nächtliche St. Georg. Die nächste Szene spielt dann auf einmal zwei Jahre später, aber das merkt man erst nach einer Dialogminute.

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Der Tweet ganz oben liest sich zwar wie ein Scherz, ist aber tatsächlich keiner, weswegen in dieser Woche hier etwas weniger Text als sonst erscheinen könnte. Ich laufe eben dauernd hin und her, dabei schreibt es sich so schlecht. Pardon.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann fahre ich am Wochenende in ein Gartencenter und widme mich der Liebe zu den Pflanzen. Auch schön. 

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Hartpuckern

Das Ihnen vielleicht nicht geläufige Wort in der Überschrift ist das plattdeutsche Wort des Jahres, bitte sehr, hier. Wieder was gelernt! Wenn man es als Verb liest, es könnte auf den ersten Blick auch etwas mit Eishockey zu tun haben, nicht wahr? Eine besonders ruppige Spielweise vielleicht, die gegnerische Mannschaft hat übel hart gepuckert. Und dabei ist doch Hartpuckern so ein schönes Gefühl, wenn es korrekt ausgelöst wird.

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Gleich noch mehr Weiterbildung: Wie Regenwürmer essen. Man kann ja nicht alles wissen. Vielleicht habe ich damals auch ein paar Bände “Was ist was” ausgelassen, so etwas rächt sich.

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Für die GLS Bank habe ich Links zum Thema Kinderarbeit zusammengestellt.

Und wenn wir schon bei Kindern sind – ich finde es ja einigermaßen entmutigend und zermürbend, nein niederschmetterend, dass die Menschheit es ist ein paar tausend Jahren Kulturgeschichte nicht auf die Reihe gekriegt hat, dass so etwas hier generell einfach nicht in Ordnung ist. Niemals und nirgendwo, unter keinen Umständen. Und wenn man dann noch die Begründungen liest – dass man mit so etwas überhaupt noch oder schon wieder durchkommt! Dass man das in einem Staat wie den USA nicht mal eben wegklagen kann, dass die Öffentlichkeit es einfach aushält, dass es so etwas gibt. Grauenvoll.

Nun ja. Der Traum ist aus, hm?

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Ich habe ein neues Montagsproblem, das ein schönes Beispiel dafür ist, wie sich ein Vorteil in einen Nachteil verkehren kann. Seit ich nämlich am Wochenende mehr oder weniger komplett offline und im Garten bin, fühlen sich diese Wochenenden erstaunlich nach Urlaub an, obwohl ich da doch die ganze Zeit arbeite wie ein Irrer. Aber ich bin so weit weg vom Büro, von bezahlter Arbeit, von jedem Computer, von Nachrichten, fast von allem, sagen wir ruhig, es ist Urlaub. Erholung pur ist das also, trotz erheblicher körperlicher Belastung, aber da gab es ja neulich gerade eine schlaue Studie, die noch einmal neu erwiesen hat, dass körperliche Belastung total super und gesundheitsfördernd ist, wenn man sie sich denn freiwillig sucht. Und übrigens nur dann. Vorsicht also bei der Berufswahl! Der Nachteil an diesen Urlaubswochenenden ist jedenfalls, wenn ich am Montagmorgen aufwache, fühle ich mich nach einem ganz gewöhnlichen und handelsüblichen Zweitagewochenende mitten im Jahr jetzt auf einmal wie andere nach drei Wochen Club-Urlaub auf einer Südseeinsel. Genauso schlecht gelaunt, unwillig, unvorbereitet, vom Alltag beleidigt, schon der Wecker, den ich sonst gar nicht brauche, ist eine unfassbare Zumutung, was erlauben Umstände? Wieso, um Gottes Willen, muss ich da jetzt hin? Es ist tatsächlich ein wenig belastend. Man hat aber auch Probleme!

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Überhaupt, das Garten-Update: Wir kommen der Laube, so wie wir sie uns vorstellen, was eine sehr diplomatische Ausdrucksweise für “Die Herzdame will das so” ist, allmählich etwas näher:

Unsere Arbeitsteilung hat sich dabei bisher bewährt, wir teilen ja fast den ganzen Alltag so auf, dass wir uns nicht oder möglichst wenig abstimmen müssen. So auch im Garten, sie innen, ich außen, das ist einfach, das kann sich jeder merken, da läuft man sich nur zufällig über den Weg, das ist beziehungsfreundlich und im Gesamtergebnis ein Knaller. Finden wir jedenfalls.

Sohn II hilft weiterhin oft im Außenbereich, hier beim Bau einer Bank aus Holzresten, wir cyceln nämlich up, wir Überzeugungstäter.

Und es gibt neue Ernten, hier etwa eine ungewohnt stachelige Freilandgurke. Etwas süßer als die gewohnten Salatgurken, sehr gutes Zeug.

Der größte Knaller bleiben aber weiterhin die Zuckererbsen. Heute haben wir zwar auch die ersten Kartoffeln geerntet, gerade genug für ein Abendessen, die waren auch gut – aber geschmacklich sind die Zuckererbsen bisher klar der Jahressieger, da gibt es nichts.

Demnächst reif und also bald im Topf: Dicke Bohnen. Die habe ich zum letzten Mal vor zig Jahren gegessen, das ist auch spannend.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann werden die nächsten drei Meter Staudenbeet, die ich an diesem Wochenende mühsamst freigelegt habe, nachdem sie jahrelang von den Vorpächtern ignoriert wurden, mit frischem Blühzeug eingedeckt. Danke!

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Für fünf Minuten

Hier, man muss auch gönnen können: Reiche werden reicher. (Und mein innerer Fundi so: Ich muss überhaupt nichts.)

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Dafür gibt es bald Strohhalme aus Äpfeln. Immerhin.

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In diesem Zeit-Text etwas gelernt, nämlich die Sache mit dem Thomas-Theorem. Kannte ich nicht.

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Ich bin hin- und hergerissen zwischen einem unentwegten Starren auf die Nachrichtenseiten, das aber eine gewisse Ähnlichkeit mit der höchst verwerflichen Schaulust bei Unfällen hat, einerseits – und einer stoischen, nein, einer verbissenen Ignoranz gegenüber aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, die sich allerdings moralisch auch nicht mehr vertretbar anfühlt, andererseits. Ich bin komplett fassungslos angesichts der grandiosen Fehlleistungen deutscher Medien, die sich mit einer geradezu widerlichen Lust absichtlich oder doch immerhin fahrlässig versehentlich am Rechtsruck beteiligen, als gäbe es dabei ausgerechnet für Journalistinnen etwas zu gewinnen, was eine so hirnverbrannt dumme Rechnung ist, es fehlen einem die Worte. Pardon, es geht gleich wieder! Aber man möchte doch auch hingehen und theoretisch linken Parteien wie etwa der SPD so etwas wie “Sechs, setzen!” oberlehrerhaft entgegenbrüllen, ob ihrer selten schwachen Reaktion gerade. Kein Personal, keine Klasse, keine Meinung. Nein, man möchte dieses Brandt-Bild von damals aufhängen, das mit der Mandoline, die Älteren erinnern sich, das gibt es übrigens als Poster im SPD-Shop für 9,90, kein Scherz, man möchte es aufhängen und dann ein Lichtlein drunter gestellt und von alten Zeiten geträumt und wenigstens kurz mal glauben, für fünf Minuten!, dass früher irgendetwas tatsächlich besser war, was natürlich auch dummes Zeug ist Man möchte … ach, umsonst. Sela.

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Ich werde ja dauernd von Melodien geplagt, die mir so dermaßen hartnäckig durchs Gehirn spuken, dass es für meine Mitmenschen etwas seltsam sein muss, weil ich tagelang immer wieder dieselben Zeilen singe. Aktuell gerade: “Woran, meine Liebe, glauben wir noch?” Ja, woran? Bloß nicht drüber nachdenken.

Der olle Danzer. Passt schon.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann werde ich auch endlich reicher, nicht immer nur die Reichen. Und das ist doch was. Na gut, nur der Garten wird in Wahrheit reicher, und zwar an Blüten. Auch schön.

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Die uralte Sonne

Deutschland, so scheint es, wird von einem Verein der Verzagten regiert, der in Sachen Klimaschutz den Mumm verloren hat.

Siehe dazu auch: “Sie schmilzt”.

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Nicht weit weg von dem nun sattsam behandelten Text über Peer und seine sexuellen Vorlieben hat übrigens jemand etwas mit blauer Kreide auf den Boden geschrieben, es ist sicher nur Zufall, dass es farblich exakt zum Peer-Text passt. “Leiharbeit verbieten!” steht da, es sieht eher schnell geschrieben aus, im Gehen kurz innegehalten, schnell gebückt und da kann man es jetzt kurz vor einer Ampel an einer wüst befahrenen Durchfahrtsstraße lesen, und so lange kann man es lesen, bis es in Hamburg einmal regnet, also verdammt lange. Nicht weit weg von diesem Satz ist ein Gebäude, in dem ein deutscher Konzern Räume für eher schlecht bezahlte Mitarbeiterinnen in Uniform gemietet hat, es könnte da einen Zusammenhang geben, muss aber nicht. Die Passanten bleiben nicht stehen, um so etwas zu entziffern, die Passanten gehen da drüber weg, die wollen zum Hauptbahnhof und haben keine Zeit für Fußwegpolitk.

Beim Lesen der Aufforderung fällt mir auf, dass hier im Moment gar nicht viel Politik an den Wänden oder auf den Fußwegen zu finden ist, das war schon eimal mehr. Ich weiß gleich um die Ecke einen Zaunpfeiler, an dem lacht immer noch die uralte Sonne aus der “AKW Nee”-Zeit, das ist schon ein Museumsstück, Kulturgeschichte des Nachkriegswiderstandes. Aber ich will in der nächsten Woche mal genauer hinsehen, was ich noch an den Wänden etc. so finden kann, das ist ja immer auch geschichtsbuchrelevant.

Im Nachbarstadtteil Borgfelde steht an einer Garagenwand ein eher dezentes “Wieso?”, und wenn das eine politische Aussage ist, dann möchte ich mich nach kurzer Sichtung der heutigen Nachrichtenlage vollinhaltlich anschließen. Wieso? Was noch milde ausgedrückt ist.

An einem U-Bahngleis unter dem Hauptbahnhof ist eine Baustelle mit weißem Holz verschalt, große Wandaufsteller, auf denen steht fast nichts drauf, ich habe das Objekt komplett umkreist und gestaunt. Weiße Flächen mitten in der Stadt, wie in einer gated community. Ist das Sicherheitspersonal da neuerdings so gründlich und allzeit bereit? “Tina ist doof” steht da mit Edding immerhin ganz klein in einer Ecke, das ist fast schon wieder rührend. So ein Text, den auch schon die alten Römer an Wänden in dieser Art hinterlassen haben, die Formulierung zieht sich so über mehr als tausend Jahre. Siehe auch: “Wer das liest, ist doof”, was natürlich nicht für diesen Text hier gilt, wer den liest, der ist schlau, schön und karmisch ausgeglichen. Eh klar.

Aber apropos Leiharbeit, man guckt ja heute schon dreimal hin, wenn man so eine Schlagzeile sieht, aber das steht da wirklich, dass sich nämlich Menschen um andere Menschen sorgen, das gibt es also noch und vielleicht malen die da am Ende sogar noch was mit Kreide auf den Boden? Quasi Revolution.

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Ich: “Was hast Du heute noch vor?”

Sohn II: “Tanzen und chillen. Mehr findet nicht statt.”

Nehmen Sie sich bitte ein Beispiel, das Kind wirkte am Abend nach diesem Dialog recht gut gelaunt, das Programm scheint zu wirken. Hier gleich ein paar Tanzschritte für Ratlose:

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, dann freue ich mich, kaufe mir bunte Kreide und dichte auf Fußwegen weiter. Nein, stimmt gar nicht, ich kaufe nur Pflanzen für den Garten davon. Immer ehrlich bleiben!

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