Das Blog wird heute 22 Jahre alt. Wie immer der Hinweis für die neuen Gäste, es handelt sich hierbei nicht um einen Aprilscherz. Allerdings habe ich es damals an einem ersten April gestartet, um es zur Not, also bei eklatantem Misserfolg, immer noch kurz darauf als Aprilscherz deklarieren zu können. Dazu kam es dann aber nicht.
Es könnte allmählich eine neue Adresse gebrauchen, dieses Blog. Ein Rebranding, einen Relaunch, einige meiner Kolleginnen im Brotberuf wären da zielsicherer und fachkundiger als ich in der Wortwahl. Da geht es der Seite jedenfalls nicht anders als dem Autor dahinter. Für beide Aspekte fehlt mir aber noch die zündende, die genau richtige Idee. Denn es reicht natürlich nicht aus, nur festzustellen, dass irgendetwas nicht mehr recht passt oder ausgedient hat, aus der Zeit fällt und unübersehbaren Veränderungs- oder wenigstens Renovierungsbedarf hat.
Man müsste im Idealfall auch eine neue Idee entwickeln. Oder ein Ziel, einen Möglichkeitsraum, einen Traum gar oder zumindest eine grobe Richtung. So etwas in der Art.
Buddenbohm und Söhne hat noch diesen mittlerweile überholten Klang des Familienblogs. Dabei ist Familie hier längst kein prominentes Thema mehr. Dabei sind die Söhne den Eltern längst weit über den Kopf gewachsen, sind sie fast schon flügge, werden sie teils kaum noch gesichtet. Und auch für die Eltern ist das mit der Familie gerade eher schwierig, wie neulich bereits erwähnt. Auch bei uns wird neu sortiert, gewichtet und befunden.
Als Overthinker von Format fragt man sich in solchen Lebenssituationen manchmal, ob man nun noch mehr nachdenken sollte, besser vielleicht oder noch tiefer, irgendwie anders als bisher oder auf welche Art auch immer origineller. Wobei man dann leider schnell Managementstimmen im Kopf hat, die irgendetwas mit out of the box faseln, und das macht dann wieder vollkommen unangemessen aggressiv. Aber wie genau hat man nun zu denken?
Man erreicht leicht neue Dimensionen des Overthinkings, die keine frühere Ausgabe des Ichs je betreten hat. Und im Soundtrack läuft leise die alte Enterprise-Melodie. Aber auf diese Art hat die Angelegenheit immerhin einen anständigen Leistungsaspekt. Das ist bei Menschen mit tiefsitzender protestantischer Arbeitsethik auch nicht unwichtig.
Nichtdenken, das wäre selbstverständlich eine weitere Option, auch daran dachte ich bereits. Handeln wäre eine weitere, und haben Sie es gerade auch gehört oder sind es wirklich nur die Stimmen in meinem Kopf, die hier einige Kalauer mit Komfortzone einfordern möchten?



Aber wie auch immer. Die Stimmung steigt nach längerer Durchwanderung interessanter Täler tendenziell wieder, und ich wollte eigentlich nur eben andeuten, dass mein Leben im Computerzeitalter mir womöglich eine vollkommen falsche Vorstellung von der Dauer eines Resets vermittelt hat.
In den nächsten 23 Jahren – so viele habe ich rein statistisch gesehen etwa noch vor mir – wird es sicher noch Raum für etliche Entscheidungen, vermutlich sogar für Neustarts etc. geben. Wichtiger für die Leserinnen und Leser wird aber sein, dass nach allem, was ich von hier aus schon sehen kann, in diesen Jahren auch viel Raum für Notizen sein wird.
Ich werde also berichten.
***
Sie können hier Geld in die virtuelle Version des Hutes werfen, herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch. Die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel.
Falls Ihnen die Idee einer 














Der Frühling ist vorbei, höre ich am Dienstagabend im Wetterbericht. Aber nicht etwa, weil er demnächst freundlich in den Sommer übergeht und wir den Osterspaziergang von Goethe diesmal also passend wie kaum jemals zitieren dürfen, nein. Weit gefehlt!








