Lernen und lesen

Pflanzen können auch Networking, geben darüber aber keine Workshops. Seid wie Pflanzen!

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Eine interessante Häufung der Vorfälle, gleich dreimal habe ich in der letzten Woche gehört, dass jemand mit der Technik des Fernsehens nicht mehr klar kam, also zwar ein Gerät hat, aber keine rechte Ahnung, wie man damit denn jetzt zu Programmen kommt. Drei völlig verschiedene Menschen, weit auseinanderliegende Altersgruppen. Ich hätte davon auch keine Ahnung, aber ich habe auch keinen Bedarf. Immerhin ist es ein bemerkenswertes Zeichen des Untergangs, diese Ratlosigkeit, da geht gerade etwas über den Jordan. Und machen wir uns nichts vor, wir, die wir noch den Spaß mit der herumgewedelten Zimmerantenne kennen, wir werden für unsere Kinder und Enkel damit zweifellos absurd altertümliche Technik aus dem Museum bedient haben. In einem Land vor ihrer Zeit.

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Ich habe mit Sohn I wieder Mathe gelernt, dann haben wir viel Deutsch und auch noch etwas Englisch gemacht, das dann auch mit Sohn II. Nächste Woche stehen Religion und Bio an, wenn das so weitergeht, mache ich all meine Faulheit und mein enormes Desinteresse zu Schulzeiten auf diese Art wieder wett. Ein perfider Schachzug vom Schicksal, aber es funktioniert. Hätte mir das jemand damals gesagt, dass mich alle Schulthemen in dreißig Jahren in gleich doppelter Intensität wieder einholen werden, ich hätte es sicher für die Horrornachricht schlechthin gehalten. Aber jetzt gerade – ich habe Spaß.

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Das Wiederleseprojekt stockt etwas zur Zeit, was aber kein Problem, sondern ganz im Sinne des Erfinders ist. Denn die wiedergelesenen Bücher sollten ja, wenn es richtig läuft, die besten Bücher aus meiner Sicht sein, wozu ich denn auch Turgenews Väter und Söhne sofort zählen möchte. Und von Büchern dieser Art reichen mir abends ein paar Seiten, dann habe ich schon genug gelesen, um den Rest des Abends darauf herumzudenken (und dabei schnell einzuschlafen, man darf sich das lieber nicht zu geistreich vorstellen). Vollkornlektüre eben.

Nachdem es mir lang Zeit eher egal war, stelle ich jetzt fest, dass mir gut gemachte Bücher, also Buchkunstwerke, doch wieder ziemlich viel Spaß machen. Ein dickes, schön illustriertes Buch in stabilem Einband – dagegen kommt ein E-Book einfach nicht an. Jedenfalls nicht im Herbst, wenn alles irgendwie Gemütlichkeit und Trost und Wärme ausstrahlen soll, was die Schrift auf dem Bildschirm nun einmal nicht kann, die ist immer gleich kalt. Vielleicht sehe ich das im nächsten Frühling schon wieder anders, das mag sein. Auch Kulturgüter wollen eben saisonal passend genossen werden.

Unter dem Turgenew liegt die “Sturmhöhe” von Emily Brontë, das Buch muss dann unbedingt auch noch im Herbst geschafft werden. Herbst mit H wie Heathcliff.

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Übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte. Und zwar pronto.

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Die zweihändige 60

Beim Nachlesen der babylonischen Vorliebe für die 60 stieß ich auch auf das Abzählen an den Fingern bis 60, und ist es denn zu glauben, das kannte ich auch nicht. Nicht alle Völker zählen nämlich stumpf ganze Finger, einige zählen etwas feinsinniger Fingerglieder. Wenn das etwa der Daumen der rechten Hand macht – der auf der linken Seite würde allerdings auch gehen -, dann könnte der auf diese Art bis 12 zählen, denn vier Finger sind neben ihm, jeder mit drei Gliedern, alle einmal antippen, zack, zwölf. Wenn jetzt an der anderen Hand ein Finger gestreckt wird, um sich zu merken, dass bis 12 gezählt wurde, und bei der nächsten 12 ebenso, bis alle fünf Finger gestreckt sind, dann hat man 5 x 12 = 60. Das hat mir in Mathe auch wieder keiner erzählt.

Und jetzt nehmen wir das Handy, werfen die Stoppuhr an und zählen auf die eben beschriebene Weise eine Minute lang gelassen die Sekunden mit, schon haben wir den Lerninhalt verfestigt und körperlich erfahren, das vergisst jetzt keiner mehr.

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Ich habe Sohn I zu einem Kindergeburtstag gebracht, auch diesen Weg macht er dann beim nächsten Mal alleine. Im Grunde ist das ein Loslassen und Flüggewerden in ÖPNV-Stationen, alle paar Wochen wird ein neuer Punkt auf dem Stadtplan erobert und ist damit ein für allemal abgehakt. “Eines Tages”, sage ich zu ihm vor dem U-Bahnplan und zeige vage auf den Gesamtbereich, “eines Tages wird das alles Dir gehören.” Das stimmt zwar nicht exakt, aber ab und zu drängt es mich doch, diesen Satz zu sagen.

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Für den Wirtschaftsteil bei der GLS Bank führe ich eine lange Liste von möglichen Artikeln, viel mehr, als da jemals erscheinen können, denn ich gehe jeden Morgen für dieses Format auf längeren Beutezug, da kommt mit der Zeit etwas zusammen. Nicht alle Texte lese ich sofort, das wäre auch gar nicht zu schaffen, manche lese ich nur kurz an oder quer. Dann wird es irgendwann Zeit, sie ganz zu lesen, zu beurteilen und korrekt zu verschlagworten, denn ohne Schlagworte würde ich nie zu thematischen Päckchen kommen, irgendein System braucht man dabei. Ich verwende gerade Pocket und Tags, nachdem ich irgendwann Evernote wegen technischer Fehler wieder verworfen habe. Das ist eine sehr besinnliche Arbeit für lange Winterabende und graue Herbstsonntage. Musik hören und dabei lesen, sortieren, taggen, verwerfen, bewahren. Was bei anderen das Stricken, das ist bei mir das Verschlagworten. Ab und zu sehe ich die Schlagwortliste durch, alles was vier und mehr Treffer aufweist, könnte theoretisch noch genauer gesichtet und verarbeitet werden. Zum Schlagwort Faulheit etwa habe ich zwei Artikel, wenn das jemals vier werden sollten, es wird der entspannteste Wirtschaftsteil ever,

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Musik!

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Bedarf überall

Die nachgereichte Auflösung zur vorgestrigen Überschrift, das war, Sie haben es natürlich sofort gemerkt, im Zusammenhang mit den weiter unten im Text erwähnten albernen Reimen natürlich eine Anspielung auf die goldenen Zeilen von Robert Gernhardt:

Die Basis sprach zum Überbau:

“Du bist ja heut schon wieder blau!”

Da sprach der Überbau zur Basis:

“Was is?”

Haben wir das auch geklärt. Diese Zeilen übrigens hat mir damals im Gymnasium ein Mitschüler während einer sterbenslangweiligen Stunde ohne Erwähnungs des Autors ins Matheheft geschrieben. Das ist mir noch gut erinnerlich, weil ich diese Zeilen spontan sehr mochte und mir also gleich lebenslang gemerkt habe. Den Namen des Mitschülers weiß ich auch noch, das liegt aber daran, dass er heute ein Kollege von mir ist. Ob er das Gedicht wohl ebenfalls noch kennt und parat hat? Im nächsten Meeting mal wieder anbringen, den Kracher!

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Drüben bei der GLS Bank habe ich etwas zum Thema “Wege, Städte, Dörfer” zusammengetragen, das klingt fast wie ein Thema für einen Besinnungsaufsatz.

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Das Folgende verstehen vermutlich nur die, die seit damals dabei sind – Abschied von Robert Basic.

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Am Donnerstag habe ich das Büro mittags verlassen, um außerplanmäßig an einer Schule mit Lehrerinnen zu diskutieren, so etwas kann vorkommen und es war sogar ungemein sinnvoll. Als ich zurück ins Büro wollte, ging am Hauptbahnhof gerade nichts mehr. Unfassbar viele komplett ratlos guckende Menschen, sich überlagernde Lautsprecherdurchsagen, keine Züge. Doch, immerhin ein Zug. In den quetschte ich mich noch rein, es passierte dann allerdings ziemlich lange nichts weiter. Der S-Bahn-Fahrer sagte nach einiger Zeit über Lautsprecher: “Wir fahren weiter, sobald wir ein Signal kriegen. Also ich. Aber ich bin ja die unwichtigste Figur im Zug hier.” Wir hätten ihn daraufhin alle gerne kurz mal tröstend gedrückt, aber die Tür zu ihm war zu.

Neben mir stand ein Pärchen, beide etwa sechzig Jahre alt, die hielten Händchen und drückten sich und sie hatte Tränen in den Augen und beide guckten sich immer wieder so an, so mitfühlend und unendlich traurig, das sah schwer nach schlechter Nachricht oder etwas in der Art aus, auch da hätte man gerne getröstet, Bedarf überall. Aber man umarmt ja nicht einfach fremde Leute, zumindest nicht in einer Hamburger S-Bahn, schon gar nicht in einer Hamburger S-Bahn. “Crying in my whisky” von Turner Cody shuffelte mir Spotify da gerade in meine Kopfhörer, manchmal passt es ja. Die S-Bahn fuhr los, an ebenfalls vollkommen trostlosen Hochhäusern vorbei und da weiß man manchmal auch nicht, warum man überhaupt noch halbwegs gut gelaunt ist. Aber es gibt schlimmere Fragen, schon klar.

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Apropos Musik aus Kopfhörern, ich stelle wieder fest, dass ich über Spotify nicht genug Musik finde, die ich nicht eh schon kenne, das kriegen die Algorithmen da irgendwie nicht vernünftig hin. Deswegen höre ich jetzt erst einmal eine Weile byte.fm über die App, vielleicht komme ich da auf mehr, wenn Menschen mir etwas vorsortieren. Wie früher!

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Im Matheunterricht auf dem Gymnasium werden heutzutage Apps eingesetzt, damit kann man vom Lehrpersonal eingestellte Matheaufgaben in excelartiger Umgebung lösen und sich geradezu wunderbar auf Mathearbeiten vorbereiten. Also zumindest sehen das Kinder so, die erst einmal alles gut finden, was als App daherkommt. That was easy! Der Lernerfolg in dem Fach nimmt damit eine außerordentlich verblüffende Wendung und ich lerne dabei natürlich mit, weswegen ich jetzt auch wieder weiß, was ein überstumpfer Winkel ist. Toll! Das Wort überstumpf kam in meinem Leben jahrzehntelang nicht vor, obwohl es doch auch auf einige Menschen zutrifft. Dabei kam außerdem die Frage auf, warum wir bei Kreisen ausgerechnet (!) von 360 Grad sprechen, das wusste ich nicht mehr, aber das kann man ja fix nachlesen. Und zwar liegt das an den Babyloniern, die ihr obskures Rechenwesen damals in verschrobener Extravaganz auf die 60 abgestellt haben, weswegen wir uns bis heute bei der Zeit und den Kreisen immer noch mit den Folgen herumschlagen müssen und ein Kreis nicht elegante hundert Grad hat. Dafür konnten die Babylonier keine Null, dafür hat es dann doch nicht gereicht, sie konnten sozusagen nur Probleme, keine Lösungen, da haben wir es wieder. Wenn die Babylonier jemanden so richtig erbärmlich fanden, mussten sie daher mangels anderer kleiner Zahl “Du bist doch eine völlige Eins” zu ihm sagen, was dann oft mit einem ratlosen “Na und?” beantwortet wurde. Erst ein paar hundert Jahre später konnte man sich mathematisch nachvollziehbar und sicher beleidigen. Die Babylonier aber verstanden sich nicht einmal beim Schmähen, siehe auch babylonische Sprachverwirrung. Es hängt ja alles mit allem zusammen!

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Dieses Video hatte ich schon einmal, ich weiß. Aber es passt einfach so gut zu meiner S-Bahnfahrt und das Lied ist schön.

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Trinkgeld September/Oktober 2018, Ergebnisbericht

Wir haben vom Trinkgeld aus dem virtuellen Hut im Garten zwei herbstschöne Aronien und einen schon fortgeschritten großen Schneeball gepflanzt, mehrere Gräser und zwei, drei Stauden. Und damit endete dann auch die Gartensaison, über die hier zum Schluss wenig stand, was natürlich daran liegt, dass ich im Garten gerade nichts machen kann, außer mehr oder weniger dekorativ herumzustehen, die fortschreitende Gartenverzwergung des Buddenbohms.

Die Blumen zum Hochzeitstag im September, die ich der Herzdame wie immer besorgt habe, sie wurden ausdrücklich mit einer Summe gefördert, dafür besonderen Dank. Außerdem habe ich vom Trinkgeld die Diktiersoftware abonniert, sonst würde hier auch nach wie vor fast gar nix stehen. Kaffeegeld wurde natürlich entsprechend umgesetzt, und zwar in bester Qualität. Buchgeld ging in den letzten Band von Gerhard Henschel (“Erfolgsroman”) und für Jojo in zwei Bücher von Fabian Lenk: “Darklands – Im Reich der Schatten” und “Darklands – Höhle des Schreckens”, er sagt, die sind beide super. Die Söhne haben außerdem etwas von dem Geld in Halloween-Masken angelegt, nach ihrer Beute zu beurteilen war das ein gutes Geschäft.

Die alljährlichen Tickets für das Barcamp Hamburg haben wir auch mit dem Trinkgeld bezahlt, darüber werden wir sicher wie immer etwas schreiben.

Tja, und sonst? Und sonst muss ich leider vertagen. Ich schreibe nach wie vor jede Summe und jeden Verwendungszweck mit, es geht wirklich nichts verloren, aber ich bin krankheitsbedingt nach wie vor so dermaßen unlustig, unmotiviert und wenig einsatzbereit, ich warte auf besser Zeiten für Action und Contentvermehrung. Aber dann! Dann mache ich mit dem Geld tausend Sachen und schreibe tausend Artikel darüber.

Bis dahin wird es leider eher nicht ganz so spektakulär und berichtenswert ausgegeben. Pardon.

Basis ohne Überbau

Etwas norddeutsche Kulturgeschichte von Rina, es geht um Schützenfeste in Niedersachsen. Da wo ich herkomme, Richtung Lübeck/Ostholstein, ist mir so etwas nicht oder nur ganz am Rande begegnet, aber die Herzdame als Nordostwestfälin könnte da ähnlich wie Rina erzählen. Bei uns im Garten steht folgerichtig die Schützenscheibe ihres Großvaters. Eine seiner Schützenscheiben. 

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Den ganzen Tag John Martyn gehört, nichts bereut, der passt gerade. Und es war eine interessante Entwicklung, die er genommen hat.

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Bei den Büchern mit dem Nachttisch weitergemacht, wo nach wie vor, wie schon mehrfach erwähnt, der Turgenew ganz unten liegt, quasi als Basis für alles. Den also wieder hervorgekramt und endlich weitergelesen, Turgenew ist lohnend, wirklich lohnend. “Väter und Söhne” in der unbedingt lobenswerten Übersetzung von Annelore Nitschke, herrlich illustriert von Matthias Beckmann, eine weitere Glanztat der Büchergilde Gutenberg. Ich schlage irgendwo auf, zufällig ist es eine großartige Stelle:

“Anna Sergejewna war ein recht merkwürdiges Geschöpf. Frei von jeglichen Vorurteilen, ja sogar von starken Glaubensüberzeugungen, scheute sie vor nichts zurück und strebte nichts an. Sie sah vieles klar, vieles beschäftigte sie, und nichts befriedigte sie ganz; auch wünschte sie sich wohl kaum völlige Befriedigung. Ihr Verstand war wissbegierig und gleichgültig in einem: Ihre Zweifel flauten nie so weit ab, dass sie vergessen waren, und wuchsen sich nie zu innerer Unruhe aus. Wäre sie nicht reich und unabhängig gewesen, so hätte sie sich vielleicht ins Schlachtgetümmel geworfen und die Leidenschaft kennengelernt … Doch sie lebte ein leichtes Leben, zwar langweilte sie sich mitunter, verbrachte ihre Tage dennoch weiterhin beschaulich und ließ sich nur gelegentlich aus der Ruhe bringen. Manchmal sah auch sie Regenbogenfarben vor ihrem Auge aufleuchten, aber sie atmete auf, wenn sie erloschen waren und trauerte ihnen nicht nach. Ihre Fantasie schwang sich sogar über die Grenzen dessen hinaus, was nach den Gesetzen der herrschenden Moral als statthaft galt; doch auch dann strömte ihr Blut still wie zuvor durch ihren bezaubernd gewachsenen, ruhigen Körper. Es kam vor, dass sie dem duftenden Bad entstieg, innerlich ganz warm und weich, und sich träumerischen Gedanken über die Nichtigkeit des Lebens überließ, über sein Leid, seine Mühsal und Unbill … Jähe Kühnheit schwillt in ihrer Brust, ihr Herz entbrennt in edlem Trachten; doch ein Luftzug streift durch halb geschlossene Fenster herein, und Anna Sergejewna fährt zusammen, klagt und ärgert sich beinahe und hat in diesem Augenblick nur einen Wunsch: dass es nicht so garstig ziehen möge.”

Ein starkes Buch, gar keine Frage. Turgenew bleibt und ich habe hier also den anderen Fall, verglichen mit dem gestern verhandelten Novalis: Konnte der bleiben, weil er mich souvenirhaft an alte Zeiten erinnert, steht der Turgenew weiterhin als Meister im Regal, bei dem ich mich völlig zu Recht immer wieder fragen kann – wie hat er das gemacht? Bücher, die einen davon abhalten, das eigene Geschreibsel gut zu finden, die braucht man nämlich auch.

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Ein Bankkaufmann aus Hammerbrook,

der beim Rechnen recht gerne betrog,

fuhr sein Notebook herunter

und sein Leben ward bunter

als er sich nach Guernsey verzog.

(Was einem auf dem Arbeitsweg so einfällt. Ich denke immer noch über den Satz von Manfred Maurenbrecher nach, laut dem man mit Reimen gedanklich Stellen erreicht, an die das prosaische Denken nicht rankommt. Bei mir scheinen das allerdings eher alberne Stellen zu sein. Hm.)

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Bleiberecht für Novalis

Ich habe den letzten Band von Gerhard Henschel durchgelesen, ich habe gestern das letzte Büchereibuch zurückgegeben, ich kann also mit dem großen Winterprojekt Wiederlesen beginnen. Wozu ich mich sinnend wie son Intellektueller vors halbwegs aufgeräumte Regal stelle und erst einmal abwäge. Wir haben gerade sechs Kartons Bücher verkauft, es ist jetzt hier und da tatsächlich etwas Luft zwischen den Büchern, man sieht sie alle recht gut, die Verstecke sind rar geworden, selbst das Unterholz der Reclambändchen wirkt zugänglich. Ganz oben links die bereits erwähnten vier Bände Novalis, die Ausgabe von Kluckhohn und Samuel, erschienen mutmaßlich 1928 in Leipzig bei Meyer in der Klassikerreihe, gedruckt in einer Type, die mir heute eher nicht mehr lesefreundlich vorkommt, um es betont milde auszudrücken. Leinen in stark verblichenem Grün mit Goldprägung, es gibt eingeheftete Facsimilia der Handschrift und anderes Bomusmaterial. Schon schick. Die Wiederlesewahrscheinlichkeit ist allerdings nicht im messbaren Bereich, schon gar nicht in dieser Schrift, da brauche ich bald eine Lupe. Kurz reingesehen, Die Lehrlinge von Sais beginnen so:

“Mannigfache Wege gehen die Menschen. Wer sie verfolgt und vergleicht, wird wunderliche Figuren entstehen sehn; Figuren, die zu jener großen Chiffernschrift zu gehören scheinen, die man überall, auf Flügeln, Eierschalen, in Wolken, im Schnee, im Innern und Äußern der Gebirge, der Pflanzen, der Tiere, der Menschen , in den Lichtern des Himmels, auf berührten und gestrichenen Scheiben von Pech und Glas, in den Feilspänen um den Magnet her, und sonderbaren Konjunkturen des Zufalls erblickt.”

Wer kennt es nicht, wie man da so unter uns Bloggern sofort anfügen möchte, nicht wahr, die große Chiffernschrift, wir lesen ja quasi nichts anderes und haben genau zu diesem Zweck Eierschalen und ähnliches Zeug auf den Schreibtischen herumliegen oder strolchen durch wimmelige Fußgängerzonen und stehen konzentriert entziffernd in überfüllten S-Bahnen, so läuft das doch. Vielleicht könnte ich da entgegen der ersten Erwartung noch weiterlesen, wenn ich so drüber nachdenke, aber dann in anderer Ausgabe. Diese hier kann aber dennoch gerne bleiben, da sie mich freundlichst an meine Zeit im Antiquariat erinnert, in der ich noch Bücher als Gehalt bekommen habe. Der Geruch des Laden steigt immer noch aus den Seiten auf, wenn ich einen Band irgendwo aufschlage. Und so schlecht sind die Erinnerungen nicht, die sich mir da schwankend nähern (mehr dazu, kurzer aber hier notwendiger Werbeblock, in meinem Buch “Marmelade im Zonenrandgebiet”). Novalis bleibt also, Novalis riecht gut.

Frontispiz Novalis

 

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Der Ellenbogen des Urologen

Kiki kritisiert Hörbücher und Bücher, bevor sie sie gelesen oder gehört hat, das könnte man auch schön zu einem Format ausbauen und jeden Monat die ganze Bestsellerliste auf diese Art verwerfen. Wunderbare Idee eigentlich, man kommt fast in Versuchung. 

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Die Söhne haben gerade erst gemerkt, dass die Läden neuerdings und mutmaßlich für immer dank der neue Feiertagsregelung an Halloween geschlossen haben werden, das finden sie gar nicht mal so witzig. Das findet im ganzen Stadtteil vermutlich sogar jedes Kind ziemlich empörend. Die kostümierten Kinderhorden sind hier nämlich immer am frühen Abend schön im Zuckerrausch marodierend und plündernd durch die Geschäfte gezogen, das war viel einfacher und gewinnbringender, als mühsam an einer Privatwohnung nach der anderen zu klingeln, wo sie dann eh an Gegensprechanlagen scheiterten oder auf wer weiß wie verstockten Leute stießen, die Halloween gar nicht kannten und auch nicht kennen wollten, Ignoranten überall. Das Verkaufspersonal in den Läden war gut beraten, sich an diesem Tag recht großzügig zu zeigen, denn Kinder können bei so etwas wirklich ungemein nachtragend sein, wie man es in dem einen Geschäft, wo man einmal, haha, zu Halloween ach so gesunde Äpfel verteilt hat, noch heute an mangelnder Kundschaft unter einer gewissen Größe merkt.

Aber egal, das ist nun alles Vergangenheit und die größeren Kinder des Stadtteils haben gegenüber den ganz Kleinen einen wunderbaren ersten Fall von “Früher war alles besser”. Es wird nicht lange der einzige bleiben.

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Ich habe mich mit einem Urologen über Ellenbogen unterhalten und nein, das war keine Verwechslung der Fachrichtung. Das war auch kein Versuch, eine besonders originelle zweite Meinung zu meinen orthopädischen Problemen einzuholen, nein, der Urologe, bei dem ich eigentlich wegen dieses männerspezifischen Vorsorgedingens war (Vorbildfunktion, ne! Jetzt Sie! Oder Ihr Mann, Freund, was auch immer, egal), der hatte nämlich auch das, was ich habe, also am Ellenbogen, versteht sich. Und er war damit immerhin ganze sechs Monate lang außer Gefecht. Da habe ich ja noch was vor mir, wenn ich es ihm nachmachen möchte. Aber wer will schon Urologen nachmachen?

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Musik! Man kann ja nicht immer nur Jazz hören. Ab und zu muss man einfach neue Saiten aufziehen. Was ich von John Martyn gar nicht kannte, das ist sein spätes Album “Glasgow Walker”. Kann man auch mal hören, stelle ich gerade fest, das ist vermutlich auch gut für Hamburger Stadtspaziergänge brauchbar. Aber hier erst einmal etwas von damals:

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Und übrigens bin ich heute noch ein klein wenig überzeugter als gestern der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Bemerknisse eines ehemals Sechzehnjährigen

Vorweg ein Dank an den Leser Michael S. für die Zusendung eines Adventskalenders mit Bio-Saatgut. Stark! Faszinierend auch die Entgeisterung der Söhne, denn die Eltern haben jetzt bereits einen Adventskalender, sie noch nicht. Noch lange nicht.

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Lenz Jacobsen über die öffentliche Erregung.

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Wie berichtet verlief die Woche für mich eher nicht so erbaulich, was mir dann am Freitagnachmittag doch noch seelisch auf die Beine geholfen hat, war für meine Verhältnisse recht originell, das war nämlich ein Musikstück, das an der S-Bahnstation beworben wurde, und ich neige ja dazu, alles nachzuschlagen, nachzusehen, nachzuhören, was mir unterwegs so begegnet, es könnte immerhin ein sinnvoller Zufall dabei sein. Obwohl es Zufälle dieser Art gewiss gar nicht gibt, schon gut, geschenkt, ich beliebe da von der Wissenschaft abzuweichen. Die H-Moll-Messe vom ollen Bach war das jedenfalls, deren Aufführung in einer der Hamburger Kirchen da per Plakat am Bahnsteig angekündigt wurde. Ich kann Musik dieser Art dummerweise nur höchst selten ab, für einen kurzen Moment kann sie dann aber geradezu beglückend und seltsam aufrichtend wirken. Dank moderner Technik kann man jedes Musikstück sofort und überall hören, auch an einer zugigen S-Bahnstation am Freitagnachmittag, das ist eine erfreuliche Entwicklung, die man eigentlich öfter würdigen sollte. So stand ich also im schaurigen Hammerbrook, hörte Bach und es war gut. Nur reproduzierbar ist das Trostphänomen leider nicht, schon am nächsten Tag geht Bach bei mir wieder gar nicht mehr, es ist fast ein wenig bedauerlich.

Immerhin weiß ich aber in etwa, wann Bach bei mir sein kann, nämlich verlässlich immer kurz nach Herbstbeginn, an den ersten richtig dunklen Regentagen, wenn es wieder kalt und stürmisch ist und die Kollegen vom Stadtrand schon von wieder was von Bodenfrost munkeln, wenn das Übergangsjäckchen allmählich etwas unzureichend wirkt, wenn ich also auch wieder Lust auf Tee bekomme, auf Mandarinen und Herzensternebreuzeln und dergleichen. Bach ist bei mir mit anderen Worten nichts als ein Saisonartikel, das hat er ganz sicher nicht verdient und das tut mir auch angemessen (haha! gemerkt?) leid. Aber was soll ich machen.

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Am Straßenrand liegt wieder ein Karton voller Bücher, diesmal sind viele Krimis dabei, die gehen schnell weg, auch die Herzdame nimmt sich einen mit. Ein paar Stunden später ist der Karton schon geleert, ein einziges Buch nur ist noch übrig, in kirchlich anmutendem Rot leuchtet der Umschlag und der Titel heißt: “Die Regeln des Managements”. Das also interessiert dann doch eher keinen, vielleicht liegt es daran, dass hier so viele erfolgreiche Menschen um mich herum wohnen, für die wäre es ja geradezu peinlich, so etwas mitzunehmen, es könnte jemand sehen. Oder das Buch ist allgemein als unzureichend und schlecht bekannt, das kann natürlich auch sein, ich kenne mich bei Managementratgebern nicht mehr aus. Mir fällt aber wieder der im letzten Artikel erwähnte Manager ein, der mit dem selten blöden Satz, denn das war einer von diesen Typen, über die ich eigentlich mehr schreiben könnte. Was man einerseits nicht tut, versteht sich. Was andererseits aber doch verlockend ist, schon wegen eines Satzes von Anne Lamott.

Das ist eine Dame, die ich abgesehen von einem Auftritt bei einer Ted-Talk-Veranstaltung gar nicht kenne, sie macht irgendwas mit Kreativem Schreiben. In diesem Talk, den sie kurz nach ihrem sechzigsten Geburtstag gehalten hat, hat sie zwölf Dinge aufgelistet, die sie ganz sicher weiß. Also aus ihrer Lebenserfahrung heraus. Eine ungemein herausfordernde Aufgabe, nehme ich an, ich muss mir das auch mal vornehmen, dann bin ich die nächsten Jahre immerhin sinnvoll beschäftigt. Sie sagte da jedenfalls auch etwas über das Schreiben und über die Frage, wie man über seine Erlebnisse schreiben kann. Und in diesem Zusammenhang, ich zitiere nur aus dem Gedächtnis: “Wenn Menschen meinen, du hättest freundlicher über sie schreiben sollen, hätten sie sich einfach besser benehmen sollen.”

Ich gebe zu, ich habe gelacht. Sehr.

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Ich habe ein neues Buch angefangen, “Die Welt im Rücken” von Thomas Melle, hier mehr dazu. Der Büchereibücherstapel ist damit bald komplett erledigt, dann kann ich mir das mit dem Wiederlesen der Werke im Regal also noch einmal genauer überlegen. Vorher aber noch, weil es nun einmal gerade frisch erschienen ist: Gerhard Henschel mit dem achten Band der Martin-Schlosser-Romane: “Erfolgsroman”. Hier eine Rezension dazu, die übrigens eine seltsame Formulierung enthält: “Erst als er dann auf die damals Zwanzigjährige und heutige Schriftstellerin Kathrin Passig trifft, kommt sein Liebesleben wieder ins Lot.” Ein denkwürdiger Satz, nicht wahr, wie ich als ehemals Sechzehnjähriger und heutiger Blogger betonen möchte. Und Liebesleben im Lot – ich weiß ja nicht. Aber ein guter Kneipenname wäre es, merke ich gerade, “wir sind alle im Lot.” Gibt es bestimmt irgendwo, vermutlich in Berlin, in Berlin gibt es ja alles.

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Gar nichts

An der Straße vor dem Büro hängen Werbeplakate für Konzerte von Angelo Branduardi und Shakin’ Stevens, das ist erstens in dieser Kombination wirklich unpassend und wirkt zweitens auch verunsichernd bezüglich der aktuellen Jahreszahl. Habe ich gleich in der ersten Stunde Mathe oder arbeite ich schon seit mehreren Jahrzehnten? Ein paar Meter weiter wird für Falco geworben, das aber scheint laut Unterzeile ein Musical zu sein. Was immerhin weiterhilft, so ein Musical schreibt sich ja nicht über Nacht, dann ist der wohl wirklich schon länger tot und 2018 kann grob hinkommen. Haben wir das geklärt. 

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Ich habe heute morgen getwittert, dass der Start in den Tag ein Fehlstart war und deswegen alle noch einmal zurück in die Betten müssen, ein zugegeben gar nicht mal so guter Scherz, aber die Vorstellung lässt mich seitdem gar nicht mehr los, wie sie da alle murrend und knurrend in der ganzen Stadt wieder in die Betten steigen und angespannt darauf warten, dass noch einmal jemand etwas ansagt, zurück auf Start wie damals bei den Bundesjugendspielen, da natürlich ohne Betten, schon klar. Die einen nur schwer genervt, weil der Quatsch sich jetzt noch länger hinziehen wird, die anderen besorgt, weil andere jetzt eine Winzigkeit besser wegkommen könnten, noch andere wiederum mit leichter Hoffnung, jetzt minimal besser ins Rennen zu kommen, so warten sie und warten, nervös und angespannt, bis endlich das erlösende Zeichen kommt, und dann aber los. Allerdings fällt mir gerade ein, wenn meine Tage wie Bundesjugendspiele wären – nein, wir streichen diese Vorstellung bitte gleich wieder. Entsetzlich.

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“So, und jetzt kommst du” von Arno Frank durchgelesen und trotz der – das liegt bei dem Buch in der Natur der Sache – vorhersehbaren Handlung sehr lesens- und empfehlenswert gefunden. Lesen Sie das ruhig auch, es wird Ihre Kindheit mit einiger Sicherheit relativieren, was ja bei der einen oder dem anderen auch mal ganz nett sein kann. Und es gibt darin wichtige Details, die sind überhaupt nicht vorhersehbar.

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Ich hatte mal vor vielen Jahren ein Gespräch mit einem Manager, der mir tatsächlich allen Ernstes zum Einstieg den unfassbar dummen und fürchterlich klischeehaften Satz entgegenwarf: “Ich möchte keine Probleme hören, nur Lösungen”, vermutlich hatte er das aus einem besonders leicht lesbaren Sachbuch übers Management. So wie diese Woche bisher jedenfalls in jeder Beziehung verlaufen ist, ich hätte dem nach dieser Vorgabe nichts sagen können. Gar nichts.

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Musik! Und sie reden auch ein wenig.

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Brief, Buch, Baklava

Vorweg ein Dank an Unbekannt für die Briefsendung aus dem etwas speziellen Bundesland, die mich leider verspätet erreicht hat. Großartig!

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In den Kommentaren zum letzten Artikel wurde gefragt, welche Bücher ich denn mehrmals gelesen habe. Bei den großen deutschen Romanen führen da sicher mit einigem Abstand die Buddenbrooks und der Schimmelreiter. Die Familiensaga, weil ich auch aus dieser Stadt komme, weil ich auch auf dieser Schule war, weil man das Buch eben kennt, wenn man aus Lübeck kommt, weil man manchmal verdammt lange braucht, um sich ein eigenes Urteil zu bilden und in Ruhe sagen zu können: Ach nee. Dann doch nicht. Aber in frühen Jahren hat mich der Roman immerhin so weit geprägt und traumatisiert, dass ich mir später sogar eine Frau mit ähnlichem Nachnamen … Nun ja. Liebe war schon auch im Spiel. Den Schimmelreiter habe ich eher aus Begeisterung gelesen, gerade neulich erst habe ich ihn wieder gelesen, und er macht immer noch Freude. Diese herrliche Verschachtelung der Erzählebenen am Anfang! Das wunderbare Bild des Pferdeskeletts auf Jeversand! Ganz groß. Effi Briest habe ich nach der Schulzeit noch einmal und sozusagen in Ruhe und ohne nervende Lehrerfragen gelesen, den Stechlin habe ich als Erwachsener doppelt oder sogar dreifach gelesen, mindestens einmal davon zur Beruhigung in wirren Zeiten, quasi als kultiviertes Sedativum. Diese Auswahl ist ziemlich vorhersehbar und konventionell, merke ich gerade. Geradezu brav, wenn ich es recht bedenke. Einiges von Keyserling las ich auch mehrfach, fällt mir noch ein, der schrieb immerhin das edelste Deutsch, wo gibt. Na, Geschmackssache. Und aus dem Ausland? Auf jeden Fall Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde, ein Roman, den ich bis heute jedem empfehlen möchte, immer wieder. Als Jugendlicher habe ich natürlich auch das ganze Hemingwayzeug mehrfach gelesen, aber das zählt in diesem Zusammenhang nicht, zu lange her. Aus reiner Bewunderung: mehrere Bände von Guy de Maupassant, wobei es so viele von ihm gar nicht gibt. Und natürlich einiges von Simenon. Okay, es kommen doch ein paar mehr Bücher zusammen, zugegeben. Demnächst dann mehr dazu beim Wiederlesen. Oder beim Aussortieren.

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Auf einer dieser Craftbeerbuddeln, auf denen hinten jetzt wie bei Weinen draufsteht, wozu das Gebräu jeweils passt und welche wunderfeinen Geschmacksnoten man als Kenner im Abgang erwarten darf, wird mir als harmonisch ergänzendes Gericht Baklava empfohlen. Baklava! Zum Bier! Ich glaube, ich habe meinen persönlichen Peak Craftbeer damit endgültig erreicht.

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Man müsste Klavier spielen können.

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