Ein Dank und zwei Premieren

Wir haben zu danken, und zwar nicht persönlich, sondern im Namen der zahlreichen Menschen hinter den Aktionen von “St. Georg hilft”. Der herzliche Dank geht an die Mitarbeiter des Hotels LE MERIDIEN aus unserem Stadtteil.

In dem Hotel wurde das Restaurant Le Ciel wegen Umbau geschlossen, der letzte Abend dort war für die Mitarbeiter des Hotels reserviert. Sie haben dabei gesammelt und die Summe dann für die Hilfsaktionen im Stadtteil gespendet, weil sie gerne Angebote in der Nähe unterstützten wollten, support your local supporter sozusagen.

Und so kam es zu zwei Premieren, ich habe zum ersten Mal einen Termin als Symbolscheckübergabefotograf gehabt und die Herzdame zum ersten Mal einen als Symbolscheckempfängerin. Dabei habe ich übrigens nebenbei auch gelernt, dass Banken solche Symbolschecks tatsächlich vorrätig haben. Aspekte des Alltags, über die man schon nachdenkt, seit Wim Thoelke damals mit diesen Dingern vor der Kamera stand.

Zweitausendfünfhundert Euro haben wir also heute abholen dürfen, im Bild hier die Herzdame, Andreas Kirsch (links), der General Manager des Hotels und Gunter Marwege (rechts), unser Nachbar und Pastor der Kirche vor unserer Haustür. Die Kirchen sind hier sehr stark engagiert bei den Hilfsangeboten.

Symbolscheckübergabefoto

Wenn man einmal maximale Aufmerksamkeit haben und sehr viele Passanten mit verdrehten Hälsen sehen möchte, dann kann man mit einem Symbolscheck unterm Arm durch den Stadtteil gehen, das funktioniert wirklich gut.

Und da wir das jetzt gelernt haben, sind wir jederzeit bereit, weitere Symbolschecks für „St. Georg hilft“ irgendwo abzuholen. Mail genügt, wir kommen quasi sofort. Das Geld verwandelt sich z.B. in die heiße Suppe, die täglich am Bahnhof an die durchreisenden Geflüchteten ausgegeben wird. Es wird kälter draußen, und all die Menschen brauchen eine warme Mahlzeit.

 

Wie es so ist

Das ist gar noch so einfach zu beschreiben, aber eben kam ich doch darauf, wie es so ist, da fiel mir ein Bild dafür ein, ich komme gleich darauf. Es ist nämlich turbulent mit Schwächen im Zeitmanagement, um es mal wetterberichtsmäßig vorweg abzukürzen. Aber worauf ich eben kam, als ich in diversen Blogs diese ganzen Einträge aus der Rubrik der Monatspläne las, also was mache ich im November, was uns im November erwartet, was wir Schönes im November vorhaben usw., diese Einträge mit Kuschel-Atmosphäre, in denen die Bloggerinnen – diese Monatseinträge kommen irgendwie immer nur von Frauen, warum auch immer – auflisten, was und wie sie im November dekorieren werden, was sie sich an Vergnügen leisten werden, worauf sie sich freuen, wohin sie reisen werden, wen sie besuchen wollen und und und … also worauf ich gerade kam, das ist einfach: Wenn ich mich jetzt feierlich mit einem spätherbstlichen Tee hinsetze und über so einen Text nachdenke, wenn ich jetzt anfange, dem November nachzuspüren, den inneren November einfangen zu wollen, wenn ich mich auf diesen Monat erst einmal gefühlig einlassen soll, um ihm ganz gerecht zu werden, dann ist der November vorbei, bevor der Text fertig ist. Denn er ist ja tatsächlich gleich vorbei, gefühlt endet er etwa morgen, maximal aber in zwei bis drei Tagen und dann ist auch schon wieder Weihnachten, aber das war mit dem Text dann noch gar nicht gemeint. Schlimm.

Ich muss über Zeitmanagement nochmal nachdenken, glaube ich. Und vielleicht doch mal über das Bremsen im Alltag.