Alte Tricks und Rituale

Die Rede vom Herrn Meyerhoff zum Jonathan-Swift-Preis, ich mochte die Stelle mit den Katzenklos (via Isa).

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Ich finde es bemerkenswert, dass die Schlagzeile bei diesem Artikel nicht “Da hängt ein Pferd auf dem Flur” lautet. Sicher war es ganz knapp, ich kann es mir einfach nicht anders vorstellen.

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Was Greta macht, das ist richtig und wichtig. Sagt Sohn I, dessen Meinung dabei viel wichtiger als meine ist.

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Dirk von Gehlen hat Thomas Bauer gelesen, das habe ich auch vor einiger Zeit, der Herr Bauer war der mit der Mehrdeutigkeit. Gutes Buch. Und guter Artikel darüber.

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Ertüchtigung.

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Im Vorbeigehen gehört: “Mama hat einen Job und wieder genug Taler, Mama kauft dir jetzt einen Burger.”

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Ich lese weiter in George Orwells Erzählungen, die finde ich aber wegen des schon wieder grauenvollen Inhalts – gerade wird ein Elefant erschossen, und das dauert auch noch seitenlang, gleich danach wird dann ein Mann gehängt – etwas anstrengend, allmählich könnte ich ein entspannteres Setting vertragen, in dem seelisches und sonstiges Leid bitte weniger hingebungsvoll zergliedert werden. Mal sehen, was ich mir da nach diesem Buch zur Erholung aussuche. Etwas Keyserling vielleicht?

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Wir haben Weihnachten aus dem Keller geholt und den Söhnen gesagt, dass hier nur dekoriert wird, wenn die Wohnung in jedem Winkel allerschönstens aufgeräumt und geputzt ist. Und siehe, es kam ein großer Fleiß über sie, dass es den Eltern eine helle Freude war. Sie sind manchmal immer noch gut, die alten Tricks.

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Apropos Weihnachten, der Dezember besteht bei mir mittlerweile aus einer ganzen Reihe von durchritualisierten Posts und Tweets. Jedes Jahr überlege ich, ob das einfach mal lassen sollte, ob es nicht mal gut ist? Dann wieder denke ich, dass Rituale oft unterschätzt werden, sie geben immerhin Halt und Sicherheit und manche Menschen freuen sich tatsächlich etwas wiederzuerkennen, wenn es noch etwas gibt, das bleibt. Der Beschluss für dieses Jahr lautet also erst einmal, dass noch eine Weile weiter mache, Sie und ich wissen damit natürlich jetzt schon, was ich am letzten Tag des Monats posten werden – wenn uns nicht vorher der Himmel auf den Kopf fällt.

Stellen Sie sich bitte einfach vor, wie ich am Morgen des 1. Dezembers den obligatorischen und nun theatererfahrenen Bademantel zurechtrücke, die Schultern durchdrücke und dem Monat dann durchseelt von einem ganz besonderen Pflichtbewusstsein entgegenblicke.

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Sie können hier Geld in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, herzlichen Dank!

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Trinkgeld November 2018, Ergebnisbericht

Jojo hat von seinem Geld Pokémonkarten – die hier plötzlich wieder en vogue sind – gekauft und außerdem einen Kugelschreiber in Kaktusform. Die Söhne können von ihrem Geld übrigens kaufen, was immer ihnen beliebt, also abgesehen von Drogen usw., nach denen es aber ohnehin noch keine Nachfrage gibt, ich rede ihnen da jedenfalls nicht hinein. Sollen sie ihr Geld ruhig für vollkommen sinnlose Kaktuskugelschreiber und dramatisch überteuerte Karten verschleudern, wer wäre ich, da zu urteilen, das ist okay. Doch, doch.

Johnny hat sich mehrere Level-Updates zu der App Birdcage gekauft, die ich übrigens für empfehlenswert halte, das ist ein sehr hübsch gemachtes Rätselspiel, das können Sie Ihren Kindern ruhig auch mal zeigen. Oder selber spielen, schon recht. Außerdem kaufte der Sohn Kuchen in größeren Mengen. 

Beide Kinder haben auf dem Hamburger Dom diverse Fahrgeschäfte leserinnefinanziert besucht und lassen dafür ganz besonders danken, während ich übrigens dem Himmel danke, dass die beiden seit diesem Jahr bei allen Fahrgeschäfte ohne erwachsene Begleitung mitfahren können. Ein großer Entwicklungsschritt.

Jojo und ich haben ferner den Eintritt in “Johnny English – Man lebt nur dreimal” von dem Hutgeld bezahlt und für die ganze Bande gab es noch den Eintritt zum Barcamp Hamburg, dieser Besuch gehört für die Söhne fest zur Jahreszeit.

Das Buchgeld verwendete ich in diesem Monat für den Kahneman: “Schnelles Denken, langsames Denken”, und das war eine gute Wahl. Ich lese immer noch darin, es ist eine lehrreiche Lektüre, wie bereits berichtet.

Die Herzdame hat, so sagt sie, so dermaßen viel gearbeitet, dass sie gar keine Zeit zum Geldausgeben hatte, das macht sie jetzt im Dezember. Da wir anderen drei die Herzdame im November auch kaum gesehen haben, ist das vermutlich sogar die reine Wahrheit.

Noch einmal, herzlichen Dank!

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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