Es gab Kohl

Und zwar, es folgt ein für manche gar finsteres Wort, Rosenkohl. Den esse ich hier gewohnheitsmäßig ganz alleine und drei andere sehen staunend und schaudernd zu, siehe in diesem Zusammenhang auch Leber oder Labskaus.  Rosenkohl also, ein ungemein schmackhaftes Wintergemüse, es wurde diesmal im Ofen zubereitet mit Pecanüssen, Apfel, Zwiebel und Petersilie, und das ist dann so gut, da braucht man keine Beilage und nix, das geht so als Hauptgang durch. Also bei mir jedenfalls.

Es handelte sich um ein Rezept von Oliver Trific aus dem ohnehin guten Buch “USA vegetarisch”, das ist aus der von Katharina Seiser herausgegebenen Reihe, die hier schon öfter vorkam. Ich hatte aus diesem Buch vor einiger Zeit einmal den Butternusskürbis hier präsentiert, der war ebenfalls, pardon, saugut.

Und weil auf Instagram gleich Nachfragen nach dem Rezept kamen, bitte sehr, bitte gleich. Ich verschlanke die Mengenangaben, denn wenn ich das aus dem Handgelenk kann, dann können Sie das auch, echtjetztmal.

 

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Mis en place: Rosenkohl, Zwiebel, Apfel, Petersilie, Pecanusskerne, Salz, Pfeffer, Bratöl.

Sie nehmen also den Rosenkohl, ich hatte da diese supermarktübliche Beutelmenge. Der Kohl wird am Stumpf etwas gekappt, die äußeren Blätter fliegen wie immer in den Kompost. Das von der Mutter gelernte kreuzweise Einritzen des Stumpfes lassen wir hier einmal weg, das kam da nicht vor, es ging auch so. Stark!

Danach schneiden Sie eine Zwiebel in irgendwas, Ringe, Würfel oder was Sie halt so draufhaben, es ist vollkommen egal. Ein Apfel wird entkernt und in Viertel, Achtel oder was auch immer geschnitten, er wird aber vorher bitte nicht geschält. Greifen Sie zweimal in die Tüte mit den Pecanüssen, die Ergebnismenge dann grob hacken.

Pecanüsse gab es hier übrigens nirgendwo, in keinem der Edel- und Fachgeschäfte, ich fand sie dann ganz banal bei Lidl. Nanu.

Der Kohl wird in einer Pfanne mit etwas Öl kräftig angebraten, er darf also ruhig an etlichen Stellen farblich eine ordentliche Veränderung durchmachen, wobei man aber, Achtung bitte, es folgt ein Spitzenwortwitz, auf eine kohlschwarze Verfärbung verzichten sollte. Im Bild oben sieht man deutlich, dass es noch mehr Farbe hätte sein dürfen.

Nebenbei den Ofen auf 210 Grad vorheizen.

Den Rosenkohl aus der Pfanne nehmen, die Zwiebeln dafür hineingeben und anbraten, bis sie heimelig herbstlich aussehen. Die Apfelstücke auch dazu geben und kurz mitbraten. Etwas gehackte Petersilie jetzt auch dazu, bzw. darüber.

Alles in eine ofenfeste Form geben, salzen, pfeffern und vermengen. Im Ofen cirka 25 Minuten oder etwas mehr garen, je nach Rosenkohlgröße, zack, fertig.

Das gibt es jetzt öfter.

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Und außerdem bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte. 

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