Nicola hat gute Vorsätze, was das Bloggen betrifft: „Ab sofort werde ich spontaner und unregelmäßiger darüber schreiben, was ich lese, höre, sehe und welche Gedanken sich dabei entwickeln – dafür dann aber hoffentlich häufiger als im vergangenen Jahr.“
Das ist sehr gut so. Davon haben wir dann nämlich alle etwas, und ich zitiere ihr Vorhaben hier selbstverständlich hilfsbereit wie immer, denn öffentlicher Druck hilft bekanntlich ungemein bei solchen Vorsätzen. Und ich danke ebenso selbstverständlich herzlich für die überaus freundliche Erwähnung meines Blogs in ihrem Artikel, ich fühle mich geehrt. Und wie.

Aber apropos Blogs. Maurice Renck verweist auf einen Artikel über den Wert des Bloggens und zitiert daraus Kernstellen. Ich empfehle aber auch die Lektüre der Originalquelle (die ohnehin oft lesenswert ist, am besten ebenfalls gleich abonnieren).

Und noch weiter mit Blogs. Ute Vogel schätze ich seit Jahren u. a. für ihre großartigen Fotos, und sehe gerade in ihrem Jahresrückblick, dass sie Aufträge gebrauchen könnte. Design, Kultur und dann dieses Internet, was man da alles so macht – sie beschreibt hier ausführlicher, was sie in diesem Zusammenhang anbietet und kann.
Ich bin ziemlich sicher, sie ist super.
Wie ich überhaupt, aber das nur am Rande, jederzeit eine Truppe von Frauen aus dem Internet benennen könnte, Bloggerinnen und andere, mit denen nach meiner Überzeugung die Welt noch zu retten wäre. Aber sie haben dummerweise ohnehin alle gerade anderes zu tun, es ist hin und wieder ein wenig schade.

Apropos Frauen aus dem Internet, bei Anke wiederum findet gerade das so angesagte Thema Analog statt. Es geht bei ihr um das Lesen von Büchern und die Argumente, die dieses Lesen unterstützen oder eben nicht. Also wenn man denn überhaupt Argumente braucht, um Bücher zu lesen. Worüber reden wir hier eigentlich? Zeiten! Sitten!
Ich bin, aber ich höre auch gleich wieder auf, keine Sorge, noch mit „Lies mal lieber nicht so viel! Mach doch mal was, geh mal raus!“ großgeworden. Es ist fast schon unvorstellbar geworden und zeigt auch unser Altern an.
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Eine weitere Folge aus den Sternstunden Philosophie fand ich außerdem empfehlenswert: „Alles Klasse – Wie Status unser Leben ordnet“. Die Sendung ist hervorragend geeignet, um auch das eigene Klassendenken, die Klassenerfahrungen und den eigenen Klassismus zu reflektieren. So etwas kann nicht schaden und ist unbedingt etwas Zeit wert. Das Thema ist meiner Meinung nach eher unterschätzt und auch in meiner Internet-Bubble teils so etwas wie ein blinder Fleck.
Das Nachdenken darüber kann jedenfalls einiges erhellen, selbst wenn man nicht Pierre Bourdieu ist und also einfach immer weiter und tiefer denkt.
Ich merke mir das vor. Zu dem Thema wäre noch mehr zu schreiben, merke ich gerade beim nur kurzen Nachdenken darüber, und es ist immer nett, ein paar Anregungen auf Halde zu haben.

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Danke, lieber Maximilian. <3
Ich bin, um das ergänzend anzumerken, als Kind nicht zu Stubenarrest verdonnert worden, sondern im Gegenteil wurde ich rausgeschickt an die „frische Luft“, wenn das als erzieherisch nötig schien.