Die Bar und der Biorhythmus

Außerdem hatte ich vor einigen Wochen, ich komme virusbedingt nicht hinterher und etwas durcheinander, ein Date zum Zwecke erbaulicher Dialoge mit einer guten und mir nach diesem Abend noch viel wichtigeren Freundin. Und zwar in der schon einmal erwähnten Roofdrop-Bar.

Die mir nun empfehlenswert genug vorkommt, also die Bar, nicht die Freundin, um sie hier auch mehrfach erwähnen zu können. Es war zudem bei beiden Besuchen erstaunlich leer dort oben. So leer, dass sogar ich gedacht habe, dass zwei, drei Personen mehr schon noch hineinpassen würden. Das ist ein vollkommen abseitiger Gedanke für mich als Stadtmittebewohner, das will etwas heißen.

Bei meinen Besuchen auf dem Hoteldach war es jeweils schon januarnachtdunkel und auch auf eine hundsgemeine Art beißend kalt und winterwindig. Die gefühlte Temperatur kam mir dermaßen polar vor, dass ich mich nicht auf der großen Terrasse vor der Bar aufgehalten habe. Nicht einmal eine Minute lang. Aber dass es sich da oben um einen einladenden Fotospot zu sommerlichen blauen Stunden handelt, das war auch durch die Fenster zu erkennen. Es wird nach Möglichkeit noch erläuternde Bilder dazu geben, wenn das Jahr erst ein wenig fortgeschritten ist.

Wenn man auch bei der zweiten Runde noch Espresso-Martini bestellt, schläft man allerdings später nicht ganz so gut, habe ich gemerkt. Oder man schläft einfach nicht.

Eine gute Gelegenheit war es jedenfalls, im weiteren Verlauf der späteren Stunden einmal wieder Willie Nelson zu hören. Und das ist dann auch kein schlechtes Ergebnis eines Abends.

Wobei Nightlife ansonsten kaum noch meinem Erleben entspricht. Die Freundin begann den Abend passend mit dem mir äußerst willkommenen Hinweis, dass sie nicht sicher sei, wie lange sie müdigkeitsbedingt durchhalten könne. Kein Hinweis hätte mir lieber sein können, denn das ist sonst standardmäßig mein Text.

Das denkt man in seinen jüngeren Jahren auch nicht, dass der Biorhythmus bei Dates aller Art irgendwann einmal eine dermaßen gnadenlose Rolle spielen wird. Die man kaum noch wegignorieren kann, weil man sonst Angst haben muss, zu fortgeschrittener Stunde langsam von Stuhl, Sessel oder Barhocker zu rutschen.

Aber nun, es ist, wie es ist. Ich sah zu diesem Thema in den Medien, dass meine Altersgruppe qua Mehrheit bereits hier und da dafür gesorgt hat, dass manche Veranstaltungen auf einmal deutlich früher beginnen. Auch solche, die man gemeinhin mit „nachts“ assoziiert, denn „spätnachmittags“ ist das neue „abends“.

Alles gerät in Bewegung. Wir haben nun fluide Tageszeiten, aber die passen doch gut in unsere so anpassungsfähige, umbrechende Gegenwart, denke ich.

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„An schlechten Tagen bin ich Charles Darwin.“

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Herr Rau hat einen neuen Mantel und auch den geschichtlichen Hintergrund dazu.

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Die letzten Winterbilder müssen ansonsten heute und morgen raus, sagt der Wetterbericht.

Eine Promenade in der Hafencity unter Schnee und Eis

Die Elbe mit Treibeis

Hafencity, Geländer am Elbufer mit Schnee

Hafencity, Straße unter Schnee

Hafencity, Straße unter Schnee

Hansaplatz mit Hansastatue unter Schnee

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