Bei Kiki kann ich so ziemlich alles unterschreiben. Und ich möchte den Artikel außerdem ausdrucken, mit dem Füller „Sehr gut!“ an den Rand schreiben, ihn lochen und dann feierlich im Ordner mit dem großen, handgeschriebenen K auf dem Rücken abheften. Mit dem K wie „Krückstockgefuchtel, berechtigtes“.
Und erlaube mir nur noch den kurzen Hinweis, dass der Verlust der Zukunft hier neulich erst vorkam, und zwar als es um das Buch von Andreas Reckwitz ging: „Verlust“. Es fügt sich wieder.

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Nachvollziehbares auch bei der Kaltmamsell:
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Außerdem habe ich einen Podcast aus der Reihe „Einfach Antike“ gehört: “Spätrömische Dekadenz – Warum Rom nicht an Moral zugrunde ging“, 28 Minuten.
Gab es nicht im letzten Jahr so ein Meme, dass Männer dauernd an das römische Reich denken? Nein, es ist noch etwas länger her, sehe ich gerade, der Spiegel hat hier die genaue Ableitung des Memes, sogar bis hin zur Quelle in Schweden.
28 Minuten über das Ende des römischen Reichs hörte ich da jedenfalls, gipfelnd in Aussagen über die Ungültigkeit der Annahme dieser im Titel erwähnten und so vielzitierten Dekadenz. Mit einem markanten Schlusssatz zum Merken:
„Es gibt kein einziges historisches Beispiel für ein Reich oder eine Zivilisation, die an einem wie auch immer gearteten sittlichen Verfall zugrunde gegangen ist.“
Das vielleicht mal so abspeichern, es klingt doch ungemein wiederverwendbar.
Halbwegs passend dazu hörte ich dann noch eine weitere Sendung: „Mächtige Mythen – Warum Verschwörungstheorien unsterblich sind“. 46 Minuten beim Deutschlandfunk.
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Der Freundeskreis Bildungsbürgertum kann hier einen kurzen Blick auf die sehr ordentlich wirkende Handschrift von Theodor Storm werfen, dessen Manuskript zu „Bulemanns Haus“ wieder aufgetaucht ist. Wer sich das genauer ansehen möchte, hier auch der Link zum Digital-Archiv mit dem vollständigen Manuskript. Scrollen Sie einmal durch, es ist ziemlich faszinierend. Und es sind erstaunlich wenig Korrekturen darin, das fand ich bemerkenswert. Es gibt ganze Seiten ohne sichtbaren Eingriff – wie isses nun bloß möglich.
Ein abgründiges Märchen ist diese Geschichte von Bulemanns Haus übrigens (hier der Wikipedia-Link dazu). Es ist für alle etwas, die sich für Katzen, Fantasy und Horror interessieren. Es geht allerdings nicht um niedliche Katzen, wie ich vielleicht betonen sollte. Eher im Gegenteil.
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In der ARD-Audiothek sah ich schließlich nach, was gerade an Hörbüchern angeboten wird. Ich hatte schon eine Weile keines mehr auf den Ohren, ich kam durch meinen allzu großen Podcast-Rückstand ganz davon ab.
Hervorragend und erfreulich, dass dort der „Geschenkte Gaul“ von Hildegard Knef angeboten wird, gelesen von ihr selbst. Es ist eine helle Freude, allerdings eine in gekürzter Version. Mein zweites Hörbuch von ihr ist das, nach dem „Urteil“, und mehr kann es dann leider auch nicht geben, mehr Bücher von ihr gibt es nicht.
Es ist äußerst bedauerlich, denn sie schrieb hervorragend.
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