Linkwerk zum Wochenende

Gesehen:

Eine weitere Film-Doku auf arte. Müsste ich nicht irgendwann mit denen durch sein? Es ist immer noch kein Ende in Sicht. Jedenfalls gab es die Folge über Tom Hanks, bei dem mir das spektakuläre Ausmaß seines Erfolgs, auch abgesehen von Forrest Gump und bereits lange vor diesem Film, nicht bewusst war. Da die Phase in der Doku erwähnt wird, erinnerte ich mich kurz an die kulturgeschichtliche Epoche der Videothekenzeit und dann auch daran, wo damals im Stadtteil und in der Nähe Videotheken waren. Es erforderte allerdings schon etwas Konzentration, denn dieses Kapitel ist mittlerweile auch etwas länger her und schon etwas vergilbt.

Neulich hatte ich diese Serie aus Spanien gerne auf arte gesehen, wie hieß sie noch, „Perfect Life“. Passend dazu sah ich noch einmal einen mir schon bekannten Almodóvar-Film. „Volver“ mit einer fantastischen, sensationell spielenden Penélope Cruz. Definitiv ist dies ein Film, den man zweimal sehen kann. Mindestens. Erneut sehr zufrieden damit gewesen.

Dann sah ich die australische Serie „Five Bedrooms“, zumindest teilweise, aus der ich wegen des etwas lahmen Beginns fast etwas zu schnell wieder ausgestiegen wäre. Sie wurde dann aber doch noch für ein paar Folgen unterhaltsam genug und wurde von mir als mindestens mittelmäßig okay eingestuft. Ein paarmal gelacht, neue Gesichter gab es auch, das war so schlecht nicht. Auch kein wahrer Knaller andererseits. Eher wohl das, was man als leicht sedierende Unterhaltung versteht. Aber das passt eben auch manchmal.

Es kommt keine Politik vor, es kommt auch kaum etwas von Australien vor, es geht fast ausschließlich um die Beziehungen und Trennungen von Erwachsenen. Man könnte hier und da mitreden, es gibt einige anschlussfähige Sequenzen.

In den Besprechungen (etwa hier beim NDR) wird immer „wie Friends“ erwähnt, wird diese Serie als eine Art Fortsetzung für Erwachsene und Gealterte verstanden. Und ja, das muss man wohl so sehen. Zumal einige Wendungen im Plot allzu dicht am Vorbild dran sind

Vier Staffeln insgesamt, es hält also eine Weile vor, wenn man denn durchhalten möchte. Ich weiß noch nicht.

Hundeskulpuren vor einem Lokal in der Speicherstadt

Gelesen:

Weiter im „Billy Budd“, sonst aber so gut wie nichts geschafft. Es war eine etwas merkwürdige Woche.

Vanessa schrieb hier über das Wetter. Ich kann aus Hamburger Sicht krisenkompatibel ergänzen, dass wir nun also die Wahl haben, zumindest aus den letzten Wochen abgeleitet, ob wir in dieser Stadt von der Sonne gegrillt werden, vom Starkregen weggespült oder von saisonal inkorrekten Sturmböen verweht werden. So schön. Dazwischen gibt es manchmal eine Stunde, die sich fast normal anfühlt. Aber doch eher selten.

Die Arkaden an der Kleinen Alster

Die taz greift hier noch einmal das Alkoholverbot rund um den Hamburger Hauptbahnhof auf, „Verdrängung statt Hilfe“, ich hatte es auch im Blog.

Ein Teppich hängt aus einem Fenster in der Speicherstadt

Gehört:

Im Podcast von Jens Brodersen und Patrick Breitenbach „Schweigen ist Zustimmung“ die lange Folge über die letzte Hitzewelle. Das geht sehr ins Detail und bearbeitet auch die politischen Fragen und Folgen, es wird gegen Ende hin immer inhaltsreicher. Falls Sie gerade etwas Bedarf an umweltpolitischer Radikalisierung haben, man lässt ja manchmal nach, kann ich die Folge mit einiger Dringlichkeit empfehlen. Man ist am Ende zuverlässig wieder etwas wütender, und so falsch ist das nicht.

Es fällt darin auch der lange nicht mehr gehörte Begriff „Übersterblichkeit“, es kommt auch zur ebenfalls lange nicht mehr gehörten Frage, ob man mit oder an etwas stirbt. Nur ist es jetzt die Hitze, nicht mehr das Corona-Virus.

In der Reihe „Das Wissen“ beim SWR hörte ich die Folge „Songs als Protest – Was Musiker bewirken können.

Und im KI-Podcast hörte ich eine Folge über die KI-Enzyklika „Magnifica Humanitas“. Das war nennenswert interessanter, als man vielleicht spontan bei dieser Beschreibung denkt. Dass der Papst etwa Mathematiker ist und sich unter Begriffen wie neuronalen Netzen vermutlich mehr vorstellen kann als Sie oder ich, das wusste ich nicht. Ich denke, ich werde auch den Originaltext der Enzyklika noch nachlesen, warum auch nicht, hier ist er zu finden.

Die Flussschifferkirche im Hamburger Hafen

Keine neue Musik gefunden. Stattdessen alte Musik gehört und voller Sympathie anderen Männern zugesehen, die abends allein durch große Städte gehen. Jedem seine eigene Form des Herumkumpelns!

(Der Mann ist Paul F. Tompkins, die Stadt ist Chicago. Zufällig eine Partnerstadt Hamburgs)

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