Beifang vom 02.05.2017

Für die GLS Bank habe ich hier sechs Links zum Wochenanfang zusammengestellt. Mit Frachtseglern, fliegenden Autos und dem fossilen Imperium, quasi für jeden etwas dabei.

Erhellendes zur Altersfrage bei Babysittern. Kurzfassung: Es ist fast alles verboten. War klar. Gefunden via Christine Finke auf Twitter.

In der Zeit gab es in einem Artikel zum Thema Zeitmanagement eine Unterscheidung von Menschentypen nach dominanten Hirnteilen. Noch nie davon gehört!  Ich kann mir das aber nicht näher ansehen, ich habe Zwischenhirndominanz und muss weiter.

Vom armen B.B.

Die ganze Welt auf einem Spielplatz.

Ein vergleichsweise entspanntes Interview zum heillosen  G8/G9-Thema.

Ich habe in der Regel keine Ahnung, wieso ein Buch irgendwann einmal auf meinem Wunschzettel gelandet ist, bei „Fünf Viertelstunden bis zum Meer“ von Ernest van der Kwast (übersetzt von Andreas Ecke) war es vermutlich ein Artikel von Isa, der mich darauf aufmerksam gemacht hat. Es gibt viel Sonne im Buch, das ist in diesen Zeiten beinharten Wetters ganz angenehm, es gibt auch viel Liebe, das ist immer angenehm und es ist ganz dünn, schlanke 95 Seiten. Wenn man von Hamburg-Mitte in einen Vorort und zurück fährt, dann hat man es auch schon durch, gestern gerade getestet. So ein Buch, das man lächelnd zuklappt, auch wenn das jetzt ein wenig kitschig klingt.

Was noch? Rufus Wainwright singt Don’t cry for me Argentina und hat den Schal schön.

Woanders – Mit einer Zeitschrift, Textauswertung, Angst und anderem

Michalis Pantelouris über die Zeitschrift Mare.

Als Mensch, der gerne mal Sachen in Excel zählt, kann ich Distant Reading ziemlich interessant finden.

Ein Artikel über Angststörungen. Man beachte den kleinen Satz mit der Angabe “100 Prozent”. Been there, done that, got the t-shirt.

Zahlen zu Elektroautos in Hamburg. Sehr kleine Zahlen. Man muss sich dazu vielleicht ergänzend vorstellen, wie intensiv z.B. Kinder wie unsere Söhne das Aussterben der Benziner herbeisehnen, weil sie eine Stadt ohne Lärm und Gestank für ziemlich erstrebenswert halten. Sicher sieht die Lage auf den Straßen schon ganz anders aus, wenn sie in das Führerscheinalter kommen. Na, man hofft so vor sich hin.

Aljoscha Brell über Lychen. Von Lychen habe ich noch nie etwas gehört, aber vielleicht sollte man da mal in diesen Gasthof. Oder in den See. Schon der Begriff Flößerstadt ist doch ausgesprochen anziehend.

Ein Text über die Swing-Jugend in Hamburg. Die Herzdame und ich gehören ja zu den Leuten, die an den Schauplätzen von damals wieder Swing tanzen. Die alten und sehr alten Leute, die da ab und zu stehenbleiben und gucken, die haben in ihrer Jugend mittlerweile vermutlich eher Rock’n Roll als Swing getanzt, aber es bleibt doch so eine Tanzerinnerungslinie in der Stadt, wenn man öffentlich und draußen tanzt. Wie mir gerade eine Dame am Rande eines Tanzabends in Planten & Blomen zuflüsterte, als sie sich die Paare ansah: “Das konnte ich auch alles. Mit so Überschlag, wissen Sie? Und ganz schnell. Ach, man kriegt gleich wieder Lust.”

Wo wir schon beim Tanzen sind: Alice und Ellen Kessler werden 80.

Rufus Wainwright singt Shakespeare. Beim ersten Hören fand ich es nicht überzeugend, aber nach zwei, drei Versuchen – was für ein schönes Stück.

Woanders – Mit dem Bjerg, la Bogdan und anderem

Eine Grenzerfahrung, das Thema ist ja nicht unwichtig zur Zeit.

Hier geht es um Smartphonenutzung und um Familienzeiten, man kann das nämlich auch ganz ohne Hysterie betrachten und sein Verhalten ab und zu hinterfragen, das ist eh gesund.

Ein kurzer Film, in dem man sieht, wie beliebt und belebt die Hamburger Grindelhochhäuser einmal waren. Etwas bedrückend, wenn man weiß, wie es heute da aussieht. Nicht gerade so verelendet wie andere bekannte Hochhaussiedlungen, aber doch ziemlich tot.

Noch einmal Hamburg, etwas Aufklärung über die Zitronenjette.

Ein schöner Artikel über den Prenzlauer Bjerg, ja, mit einem J im Berg, das gehört in der Tat so, wie alle LeserInnen wissen, die das “Auerhaus” von Bov Bjerg bereits verschlungen haben. Wie man hört, arbeitet der Herr ja jetzt an seinem großen Bildungsroman, dem Zauberbjerg (pardon, der musste sein).

Und die taz über Isabel Bogdan oder über “meine Isa”, wie Sohn II nicht ohne Stolz sagen würde bzw. tatsächlich gerade sagte, als er das Bild sah.

Noch etwas Musik zum Sonntag, auch wenn ich so gar keinen christlichen Hintergrund habe, egal: Hallelujah:

Und sowieso: seid nett zu Euren Lieben. Und tanzt mit ihnen, noch besser.