Eine faire Wendung

Noch etwas zur Dürre.

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Auf eine subtile Art war es ein bemerkenswerter Tag, es gab ein zwar nur ganz kleines Bemerknis, das aber doch so unwichtig nicht ist, wenn ich länger darüber nachdenke. Denn nachdem ich jahrelang Sätze und Sprüche der Söhne auf Twitter, Facebook oder hier im Blog gepostet habe – in den letzten Jahren übrigens nur noch mit ihrer Erlaubnis -, hat heute Sohn I zum ersten Mal einen Satz von mir in seinen Kreisen und Medien geteilt. Ich werde den Satz hier nicht zitieren, den hat er immerhin redlich erbeutet, über den verfügt er jetzt alleine. Aber diesen Satz von mir fand er also witzig, den fand er richtig gut, über den sollen jetzt auch andere lachen.

So dreht die Geschichte der Buddenbohmscherze in eine nur faire Wendung und ich werde mein Bestes tun, als komischer Vater vom Dienst die Schulden nach und nach zu begleichen.

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Weiter in der Sturmhöhe gelesen. Cathys Tochter Cathy (es ist kompliziert) verliebt sich in Heathcliffs Sohn, der allerdings nicht Heathcliff, sondern Linton heißt, im Hintergrund gedeiht ein außerordentlich bösartiger Racheplan. Soap Opera nichts dagegen. Man muss zwischendurch auch einmal bewundern, auf welches Handlungskonstrukt die junge Dame da gekommen ist, denn das ist eine höchst ungewöhnliche, widerborstige Romanentwicklung voller unsympathischer Personen mit schweren Defekten, das lag doch nicht gerade im Trend der Zeit, wenn ich es korrekt erinnere. Mir fällt auch nach längerem Nachdenken keine andere Romanfigur ein, die so dermaßen niederträchtig handelt wie Heathcliff, dagegen werden ja sogar die Schurken bei Dickens mit ausgeprägt menschlichen Zügen gezeichnet.

Es ist übrigens erstaunlich wenig Landschaft in dem Buch, das habe ich ganz anders erinnert. Natürlich, ab und zu wird die Heide erwähnt und es windet, irgendwo gluckst ein Moor – aber viel mehr findet man nicht, ich finde es glatt ein wenig enttäuschend. 

Die Übersetzung macht mir im letzten Drittel immer mehr zu schaffen, jetzt werden noch andere Dialekte hineingemischt, Dorfbewohner klingen auf einmal wie Hessen, vielleicht soll es auch etwas anderes sein, pardon, ich bin gar nicht so gut in Dialekten südlich des Ruhrgebiets, aber ich merke jedenfalls, dass ich deutsche Dialekte nicht gut in einen ausländischen Kontext hinein denken kann. An Dialektwörtern hängt mir zu viel Heimatkontext, die Begriffe reißen die Figuren förmlich aus Yorkshire heraus. Also nach meiner Empfindung jedenfalls, das werden andere anders sehen und fühlen. Einige Kraftausdrücke sind mir außerdem entschieden zu modern, das wiederum reißt mich aus dem richtigen Jahrhundert, und ich müsste jetzt, um das alles recht zu verstehen, ältere Übersetzungen und natürlich auch das Original ansehen, aber wer hat Zeit für so etwas? Dann verstehe ich es eben nicht, das macht ja nichts. Interessant ist die Übersetzung dennoch.

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Musik!

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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