Es ist noch eben eine Randbemerkung eines Sohnes nachzureichen, ein ganz kleiner Satz nur, doch im Grunde ist es so ein Treffer, man könnte ganze Essays daraus wirken. Aber wer hat schon Zeit für Essays, ich etwa habe die nicht, keineswegs habe ich die. Ich belasse es daher bei der schlichten Kurzform, da kann sich jeder selbst in einer Mußestunde eine ausufernde mediengeschichtliche Einordnung dazu basteln oder mit erhobenen Brauen irgendwas mit dem Begriff Generationen drin murmeln oder sich plötzlich, das dürfte dann besonders für die verbliebenen Menschen in der Printbranche gelten, seltsam getröstet und verstanden fühlen, das ist ja auch immer schön, ich verstehe das.

Denn ein Sohn verlangte hier neulich nach der Regionalzeitung, er hatte das Konzept bei den Großeltern in Nordostwestfalen kennengelernt und für interessant befunden. Ich kaufte ihm ein Abendblatt, wir haben so etwas sonst nie im Haus, gedruckte Zeitungen finden hier seit vielen Jahren nicht mehr statt. Er blätterte es durch und sagte sinnend: “Das ist doch voll praktisch, wenn man sich nicht alles online zusammensuchen muss.”

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Und übrigens bin ich der Meinung, dass der Innenminister zurücktreten sollte.

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Sie können hier Geld für total praktische Zeitungen in den nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank!