Donnerstag also. Was macht die Maus am Donnerstag, einer dieser Sätze aus der Kindheit, die sich bis in alle Ewigkeit im Hirn festgefressen haben, dabei fand ich ihn damals schon doof. Im dazugehörigen Gedicht vom Herrn Guggenmoos aber, so sehe ich gerade, heißt es vielmehr: „Was denkt die Maus am Donnerstag.“ So ist das mit den Erinnerungen, sie sind unzuverlässiges Zeug, Scheinbilder, schwer zu deutende Schimären. Egal, das Folgende „Dasselbe wie an jedem Tag“, das haben wir in dieser Pandemie jedenfalls mit ganz neuer Bedeutung aufgeladen, so viel steht fest.

Am frühen Morgen sind nur das Rotkehlchen und ich wach. Es singt, ich tippe, ein jedes nach seiner Art.

Ich sehe im Wettbericht nach, in der nächsten Woche sollen die Temperaturen immerhin wieder zweistellig werden. Zack, schon wieder Hoffnung, that was easy, zu dieser Stunde habe ich schon das ganze seelische Wellnessprogramm durch. Villariba! Für einen kurzen Moment vergesse ich tatsächlich die Problemlage, die mir dann aber nach wenigen Minuten siedend heiß wieder einfällt, holy shit, da war ja etwas, und dieses, und jenes, und das auch und dann noch … dazu die Situation überhaupt und alles. Nun. Wir tragen alle Helm, wie es an Baustellen immer heißt.

Was macht der Max am Donnerstag, er macht etwas mit Home- davor. Er bringt der Herzdame Tee ans Bett, er weckt die Söhne („Aufstehen! Klassenarbeitsersatzleistung!“), er bloggt, er braucht mehr Kaffee.

***

Sie können hier Geld in den allerdings nur virtuell vorhandenen Hut werfen, ganz herzlichen Dank! Sollten Sie den konventionellen Weg bevorzugen und lieber ganz klassisch etwas überweisen wollen, das geht auch, die Daten dazu finden Sie hier. Wer mehr für Dinge ist, es gibt auch einen Wunschzettel. Merci!