Es bleibt dabei, ich komme mit dem Alltag nicht recht klar, weswegen hier in dieser Woche auch weniger Text als sonst stand. Ein Termin und der Tag ist gelaufen, etwas mehr Wirbel im Büro und ich bin komplett durch. Es fühlt sich gerade nicht so an, als würde sich das demnächst wieder ändern, auf das Leistungsniveau von vor Corona komme ich so leicht nicht. Viele andere Menschen um mich herum allerdings auch nicht, das ist immerhin ein wenig tröstlich. Die Überraschung darüber scheint auch fast allgemein geteilt zu werden, fällt mir auf. Wir sind, so ist vielleicht die daraus abzuleitende Regel, immer noch etwas verbeulter, als wir ohnehin schon denken. Hier und da Berichte in den Medien, die das elaboriert bestätigen: Der Mensch an sich ist durch. Die ganze Welt müsste gleichzeitig und sofort zur Kur, wir hören dazu noch einmal den Klassiker von Bernd Begemann, Bad Salzuflen weltweit.

In den Medien geht es immer wieder um 3G, wozu ich kurz etwas erzählen möchte, oder eher noch einmal erzählen möchte. Das letzte Mal ist allerdings Jahre her, das wird schon gehen, nichts ist weiter weg als alte Texte im Internet. Ich springe kurz zurück in die Zeit, in der die Söhne noch in eine Kita gingen. Da gab es eine Erzieherin, die uns einen oder beide Söhne jeden Tag – jeden Tag! – strahlend und mit den stets exakt gleich wiederholten Worten zurückgab: „Gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt!“ Sie sagte das bei allen Kindern, vollkommen ungeachtet des Tagesverlaufs, aber sie war gut darin, es dennoch glaubwürdig rüberzubringen. Diese Floskel ist bei uns seit dieser Zeit der Inbegriff des guten Tags und des guten Zustands: Gut gegessen, gut geschlafen, gut gespielt. 3G. Na gut, eher 6G.

Ob das jemand einmal so strahlend über unsere Erwachsenentage sagen könnte? Ich weiß nicht recht. Aber ich müsste etwa für das „gut gegessen“ auch selbst sorgen, da fangen die Schwierigkeiten schon an.

Na, immerhin das Blog bespielt. Da geht doch was.

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