We may never find out what it means

Ich habe der Playlist auf YouTube „Extra blankets für the cold“, die Wintersongs ohne Weihnachten beinhaltet, nach Veröffentlichung nur eine Ergänzung hinzugefügt. Das ist wenig, so vieles begegnet mir zu diesem Thema also nicht. Oder zumindest nicht in der passenden Saison. Dafür beginnt diese Ergänzung, „Hard Year“ von Jeffrey Martin, tadellos passend mit „It feels like snow again“. Und hat einige vielleicht anschlussfähige Zeilen. A hard year, in der Tat. Die Melodie passt außerdem noch zum letzten Tag des Novembers, wie man sofort hört. Und wenn man es braucht, kann man die Zeile mit „climbing out“ immerhin als Hoffnungszeichen nehmen.

“It’s been a hard year
But I don’t wanna talk about it here
It’s been a long fall
But I’m climbing out.”

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Zum anderen jährt sich heute ein Todestag, der für den Freundeskreis „Songwriting und bewegte Lebensführung“ von einiger Bedeutung ist. An diesem Tag verstarb nämlich vor zwei Jahren Shane MacGowan.

Von dessen Beerdigung wir zwei beeindruckende Aufnahmen der musikalischen Beiträge haben, die hier ruhig noch einmal vorkommen können. Zum einen Nick Cave, der ein enger Freund des Verstorbenen war. Und der es gerade eben schafft, an den Tränen vorbei „Rainy night in Soho“ zu singen. Einen Song, den es, wenn ich mich da richtig erinnere, nur gibt, weil Nick Cave irgendwann einen weggeworfenen Zettel mit den hingekritzelten Lyrics vom Fußboden in Shane MacGowans Wohnung aufgesammelt hat. Und dann darauf bestand, dass aus diesen Zeilen unbedingt ein Lied werden müsse.

“Now this song is nearly over
We may never find out what it means.”

Dann das heute passend auf den Dezember verweisende „Fairytale of New York“. Womit man dann schon bei den Weihnachtsplaylists ankommt, zu denen ich allerdings in diesem Jahr weniger Neigung als ohnehin schon verspüre. Glen Hansard und Lisa O’Neill diesmal in den Hauptrollen.

In beiden Videos entdeckt man vielleicht weitere bekannte Gesichter unter den Darbietenden und auch im Publikum. Es war eine Beerdigung, und wann sagt man das schon, bei der man gerne dabei gewesen wäre.

Bei 3:56, wenn das Publikum anfängt zu tanzen – es ist schon etwas schwierig, dabei nicht emotional mitgerissen zu werden. Aber warum sollte man sich auch dagegen wehren? Lass fahren dahin, was so spät im Jahr an zu wahrender Form und seelischem Zusammenriss überhaupt noch übrig sein mag.

Beim Schreiben und Nachlesen fand ich außerdem eine Coverversion von Lisa O’Neill, in der sie „The Book of Love“ von den Magnetic Fields nachsingt. Im Video steht fälschlicherweise, dass es ein Peter-Gabriel-Cover sei, das stimmt nicht. Der Herr Gabriel hat es vielmehr auch „nur“ gecovert, auch hörenswert übrigens.

„The Book of Love“ hat einen fantastischen Text, wenn Sie den nicht kennen sollten, lesen Sie ihn bitte unbedingt nach. Es lohnt sich.

“The book of love is long and boring
And written very long ago
It’s full of flowers and heart-shaped boxes
And things we’re all too young to know.”


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Der Turm der Dreieinigkeitskirche bei Nachtm mit leuchtendem Weihnachtsstern am Fenster

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