Gesehen:
Wie Sie sehen, sehen Sie nichts, denn auch ich sah nichts. Diese Woche war anders als die anderen Wochen, fast könnte man über eine Aktion Sorgenwoche nachdenken.

Gelesen:
Es geht da auch um Reisemotivationen. Ich bin ja tendenziell Nichtreisender, aber ich finde woanders immer interessant, wenn die etwas – irgendetwas! – besser machen, als man es aus der Heimat kennt. Wenn man also denkt: „Ach guck, so geht es ja auch.“ Wenn man sich wieder fragt, warum Best Practice denn bloß überall so verpönt ist und geradezu kategorisch von fast allen vermieden wird. Für mich ist es eines der größeren Rätsel der Menschheit, aber das sagte ich sicher bereits sehr oft.

Konstantin freute sich über Dostojewski, und man kann sich etwas mitfreuen.
Über KI in Blogs schreiben gerade viele, ein gutes Beispiel hier. Sicher hat jemand auch schon irgendwo erwähnt, dass KI bereits da anfängt, wo Rechtschreibung, Grammatik und Struktur korrigiert werden, nehme ich an. Es ist kompliziert: Ich würde mir von KI nichts schreiben lassen, weil das ja nun einmal der Spaß beim Bloggen ist. Aber ein Komma z. B. darf mir eine Software gerne hinterher einbauen, damit habe ich überhaupt kein Problem.
Noch ein interessantes Blogzitat zu KI.
Über die Kenntlichmachung zugezogener Verdränger.
Vanessa merkt hier etwas zum perfekten Urlaubstag an. Die Frage nach perfekten Tagen, auch abseits von Urlaubswochen, geisterte vor einer Weile schon einmal durch die Welt der Blogs. Ich habe damals auch ein wenig darüber nachgedacht, dabei aber schnell festgestellt, dass ich dergleichen wohl nur in Buchform beantworten könnte. So viele Abwägungen, die man erst einmal abarbeiten müsste. So viele zu klärende Möglichkeiten, was alles perfekt sein könnte. Und die vielen Zweifel, die man erst mühsam ausräumen oder denen man im Zuge der sorgfältigen Erörterung auch in einigen Fällen stattgeben könnte.
So viele Definitionsfragen auch, was „perfekt“ überhaupt sein könnte, was der Inhalt dieses Begriffes ist und wie sicher und verbindlich die gefundene Deutung.
Vielleicht, so endeten meine ersten Gedanken, ich habe noch eine entsprechende Notiz, vielleicht würde es zu einem perfekten Tag für mich gehören, an einem Buch über den perfekten Tag zu schreiben. Dies kam mir als Frage und Denkanstoß dann in etwa wie ein geistiges Perpetuum mobile vor. Wobei es selbstverständlich ein Perpetuum mobile in einem Perpetuum mobile wäre, denn unser Gehirn an sich fällt auch schon in diese Kategorie. Oder hat Ihres jemals angehalten?
Gut, das Bild passt nicht recht, denn wir haben ja dauernd Energiezufuhr, ich weiß. Es waren eben nur erste Gedanken. Das alles führt viel zu weit, ich merke es schon wieder.
Perfekte Urlaubstage kann ich in der nächsten Woche wieder einmal versuchsweise angehen, zumindest theoretisch. Praktisch, da bin ich recht sicher, werde ich mit Anlauf und erheblichem Aufprall daran scheitern.

Gehört:
Aus Gründen, wie gestern beschrieben, hörte ich viel. Ich gruppiere daher etwas, denn vielleicht liegen Ihre Interessen auch in Grüppchen vor.
Zunächst zur Musik: Eine Sendung bei SWR Kultur: „Jazz-Ikone Nina Simone – Mit Musik gegen Rassismus“. Sodann ein WDR-Zeitzeichen zu Hank Williams.
In der Reihe „Giant Steps in Jazz“ eine Folge über den verhinderten Cowboy Dave Brubeck.
Sehr freute mich dann noch, dass die „Go-Betweens“ hier „die vielleicht beste australische Band aller Zeiten“ genannt werden. Denn das waren sie, das sehe ich auch so, und dass nach ihnen eine Brücke benannt wurde, das geht also in Ordnung.
Hier auch die Wikipedia zur Band, falls Sie sie versehentlich nicht kennen. Das Album „16 Lovers Lane“ von 1988 ist für mich fast ein Heiligtum, und damals war es der erlösende Abschluss der Achtziger. Alles zu einem guten Ende bringend, was im Pop damals sinnvoll und schön war.
Ich habe dabei allerdings nicht die allerleiseste Ahnung, wieso ich das Album damals gleich nach dem Erscheinen hatte, woher ich diese Band ohne große Charterfolge überhaupt kennen konnte. Im Nachhinein ist es ein größeres Rätsel für mich. Zumal ich mich auch nicht erinnern kann, dass andere sie gehört haben. Wie mag es denn bloß zugegangen sein?
Beim Nachlesen sehe ich noch, dass die Herren Forster und McLennan später auch Soloalben veröffentlicht haben, die ich gar nicht kenne. Lassen Sie mich durch, ich muss Musik hören.
Und hier bei der BBC ein Clip über die Band „that never conquered the world“.
Neue Musik gibt es etwa von The Burning Hell:
Neue Musik hörte ich außerdem von Mary Gauthier: „Alcohol and Adderall“:
Und neu entdeckt für mich habe ich etwa diesen Song von Ute Köbernick:
Zur Literatur. Ein Kalenderblatt für Wolfgang Hilbig, für einen Menschen mit einem elementaren Schreibtrieb.

Im Deutschlandfunk bei „Kultur heute“ hörte ich einen Hinweis auf den Thomas-Mann-Film von Pawel Pawlikowski, der jetzt in die Kinos kommt. Mit Sandra Hüller und Hanns Zischler. Ich werde es mir ansehen, hier noch die Wikipedia zum Film.
Und bei „Lesart“ hatte Berit Glanz Updates zur Leseforschung: „Entwarnung? Neue Studie zum Lesen und dem Stellenwert des Buchs.“
Zur Politik, wenn auch eher ungern: Ein Gespräch im Politikteil der Zeit zur Frage: „Ist die SPD noch zu retten?“ Und wie bei allen Überschriften in Zeitungen, die mit einem Fragezeichen enden …

Und dann noch Historisches, nämlich eine ungemein spannende Stunde zum Tod von Uwe Barschel. Ich finde selten etwas spannend. Diese Sendung war aber so beschaffen, dass es eintrat.
Zwei Links ohne Rubrik. Zum einen wieder etwas, von dem ich gar keine Ahnung hatte: „Cozy Games – Computerspiele für eine gestresste Gesellschaft“. Was es alles gibt!
Zum anderen eine Zeitzeichen-Folge für den Freundeskreis Geographie, eine Runde Nerdwissen über San Marino.

Gegessen:
Eine neue Kategorie! Ich bin noch entwicklungsfähig. Oder ich bilde es mir zumindest manchmal ein. Gute Bagel von ausgesprochen netten Menschen gab es jedenfalls im Baakennest (hier auch Instagram). Ein Nest, welches erfreulich nah am Büro der Brotberufsfirma ist. Da kann ich also öfter hingehen, und so wird es auch kommen.

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